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Traumjob? Wellness Koordinatorin bei den Six Senses Spas in Doha / Katar

Daniel Binder, verantwortlich für Communications am Studiengang Gesundheitsmanagement im Tourismus, interviewt Carina Lipold MA, Absolventin und erfolgreiche Wellness-Koordinatorin in Doha (Katar).

 1) Welche Tätigkeit üben Sie derzeit wo aus? Welche Hauptaufgaben ergeben sich daraus?

Derzeit bin ich als Wellness-Koordinatorin bzw. -Leiterin der Wellness-Aktivitäten bei Six Senses Spas tätig. Six Senses ist eine globale 5 Sterne Spa Kette mit derzeit 30 Standorten weltweit, welche Resort Spas und Day Spas umfassen – weitere Standorte sind in Planung. Meine Aufgaben umfassen das Planen und Organisieren von monatlichen Besuchen von internationalen und nationalen Wellness-Spezialisten für unser Spa in Doha. Weiters koordiniere ich kurze (Wellness Mondays) oder längere Workshops (Empowerment Workshops) für unsere Gäste und Business Partner. Wellness-Events für einheimische Communities und firmenspezifische Gesundheitsförderungsprogramme runden das Angebot ab. Als Teil des globalen Wellness Task Force Teams bin ich auch für Training und Consulting bei anderen Standorten verantwortlich. Natürlich müssen diese Services auch promotet werden, daher steht Teilnahme in unterschiedlichen nationalen Gesundheitsprojekten, Wellness Organisationen und Events, Networking Events, Interviews, e-Marketing sowie weitere PR an der Tagesordnung.

2) Hatten Sie nach Studienabschluss eines FH-Studiums Schwierigkeiten einen Job zu finden bzw. wie hat sich für Sie die Zeit nach dem Studium dargestellt?

Ich hatte den Job bereits vor Studienabschluss. Mein Ziel war es während der Studienzeit jeden Sommer in den 2-3 Monaten vorlesungs-freier Zeit in einem der weltbesten Destination Spas zu arbeiten – das habe ich auch gemacht. Ich habe mir die Top Destination auf der World Best Hotels Website gesucht und habe Blindbewerbungen an die Top 8 geschrieben – und voila – es hat geklappt. Als der Studienabschluss in greifbarer Nähe war, habe ich meine vorherigen Praktikumsstellen kontaktiert. Die Six Senses Zentrale war die erste, die sich meldete, vorerst als Fitnessbetreuerin – nicht gerade das was ich erwartete, doch ich nahm an. Nur ein paar Monate nach Arbeitsbeginn, hatte ich die neue Position als „Wellness Koordinator“ und die Aufgabe eine neue Abteilung von „scratch“ zu erschaffen. Nun, mehr als zwei Jahre später, haben wir ein gut funktionierendes und erfolgreiches Wellness Department in unserem Day Spa.

3) Würden Sie sagen, dass ein Studium eine sinnvolle Ausbildung für Ihre Position und generell im Spa-Management darstellt? Welche sinnvollen und zukunftsorientierten Ausbildungen bzw. Fähigkeiten und Kompetenzen halten Sie für sinnvoll?

Die Ausbildungs-Kombination Gesundheitsmanagement im Tourismus ist einzigartig und wird gerne im Spa/Wellness Bereich gesehen. Wesentlich für meine Arbeit ist es sich zu vernetzen. Kommunikativ sein und die Fähigkeit mehrere Wege zum Ziel gleichzeitig zu sehen und nicht aufzugeben, wenn der erste Versuch nicht klappt, sind essentiell.

4) Welche zukünftigen Entwicklungen gibt es in Ihrer Branche? Wo gibt es Herausforderungen, wo aber auch Wachstumspotentiale?

Global gesehen würde ich sagen, Spas entwickeln sich weg von ausschließlich Massagen- und Beauty-Anwendungen hin zu Wellness Oasen in denen es alles für das ganzheitliche Wohlbefinden gibt, wie etwa alternative Heilmethoden, persönliche Weiterentwicklung aber auch Fitness. Immer wichtiger werden hier personalisierte Angebote mit auch immer mehr intimeren Themen wie z.B. Schlafstörungen, Beziehungs-Probleme, Sex-Therapie, Depression und nicht mehr nur entspannen – es will etwas erreicht und verbessert werden im Urlaub bzw. in der Freizeit. Nicht nur in Resort Spas, sondern auch immer mehr in Day Spas.