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Camino de Santiago – Wellnessreise für Körper, Geist und Seele

Mittlerweile schon kosmopolit weckt der Weg nach Santiago immer stärkeres Interesse – Menschen aus allen Teilen unseres Erdballs werden zu Pilgern, um diesen magischen Weg mit allen Sinnen und Kräften zu entdecken und zu meistern. Auch mich hat der Weg angezogen und so habe ich mich aufgemacht, um mich von der Schönheit Nordspaniens inspirieren zu lassen und eine andere Art von Urlaub zu machen.

Zurück zum Ursprung

Frei nach dem Motto „Back to the roots“ gestaltet sich der Tag:

Pilger (c) Foto: Cordula Schmidt

Pilger (c) Foto: Cordula Schmidt

Du stehst morgens auf, befindest Dich zum Beispiel in einem modernen Kloster und beginnst zwischen 6 und 7 Uhr den Tag zusammen mit vielen anderen Menschen, die neben Dir und über dir geschlafen und geschnarcht haben. Katzenwäsche, anziehen, Schlafsack einrollen, Rucksack packen und aufsatteln, im Dorf die nächste Bar aufsuchen, um einen Cafe con Leche und ein Bocadillo con queso zu bestellen und dann aufbrechen: Schritt für Schritt Richtung Santiago de Compostella, mal eine längere, mal eine kürzere Strecke, je nach Lust, Laune, Wetter, Mitmenschen und anderen Faktoren. Am Nachmittag kommst Du mit oder ohne kleine Wehwehchen in der nächsten Herberge an, wo Dir Dein Bett zugeteilt wird: auspacken, duschen, Wäsche waschen, einkaufen und essen sind die nächsten Schritte, bevor Du zwischen 22 und 22:30 Uhr wieder wohlig und zufrieden in Deinem Hochbett einschläfst.

Die Gedanken lernen fliegen

Durch das Gehen wird der Kopf frei, können sich Gedanken neu ordnen und kann die Seele sich treiben lassen: Wellness für Körper, Geist und Seele!

Mohnfeld (c) Foto: Cordula Schmidt

Mohnfeld (c) Foto: Cordula Schmidt

Ein Pilger erlebt:

  • eine Sprachreise: alle gelernten Sprachen können angewendet werden
  • eine kulinarische Reise: die Küche Nordspaniens wartet in unterschiedlichsten Variationen
  •  eine Fitnessreise: tägliche Höchstleistung für den Körper
  • eine Seelenreise: Fokus auf sich selbst, eigene Gedanken, Empfindungen und  Wünsche ans Leben

Ein unvergessliches Erlebnis

Trotz aller körperlichen Anstrengung war für mich der Weg “Wellness pur“, sprich absolut wohltuend – noch dazu, da Fußmassagen und Yogakurse, kreative Selbsterfahrung in Malkursen und sogar erfrischende Swimmingpools im Angebot waren.

Nach 800 Kilometer angekommen in Santiago an der Kathedrale und erlöst von den Strapazen des Weges entscheiden sich viele Pilger, ihren Weg fortzusetzen, um bis zum „Ende der Welt“ zu laufen, zum Kap von Finisterre. Dort warten dann ein wunderbarer Sonnenuntergang und traumhaft weiße Sandstrände auf die Pilger.

In 6 Wochen zum Ziel

Zuletzt noch ein paar Detailinfos zu meiner Pilgerreise. Sie hat 32 Tage bis Santiago de Compostella und weitere 3 Tage bis zum Kap nach Finisterre gedauert – ohne den einen Tag Pause in Santiago. Ich würde anraten, dass man ca. 6 Wochen mit Hin- und Rückreise und eventuellen Pause-Tagen zwischen drinnen oder Entspannungstag am Schluss am Meer einplanen sollte. Folgende Links liefern weiterführende Informationen:

Jakobsweg auf Wikipedia
www.jakobsweg.de
www.jakobsweg-spanien.info