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Farblichttherapie oder „Licht ist Leben“

Die Farblichttherapie kann Heilungsprozesse unterstützen, das Immunsystem stärken und ganz allgemein das Wohlergehen verbessern.

Ohne Licht ist kein Leben denkbar. Deshalb wurde bereits in der Medizin der Antike mit Farben experimentiert. Doch es sollte bis zum frühen 19. Jahrhundert dauern, bis die Farblichttherapie, so wie sie heute bekannt ist, in ihren Anfängen entwickelt wurde. Um von vornherein Missverständnisse auszuschließen: Die Bestrahlung von Patienten mit Infrarotleuchten ist kein Bestandteil der Farbtherapie. Der wohltuende Effekt diese Behandlung rührt nämlich von der Wärme her, nicht von der Farbe.

Die Farblichttherapie

Was aber passiert bei der „echten“ Farblichttherapie? Patienten – oder auch gesunde Menschen, die sich einfach nur stärken möchten, werden dabei einem bestimmten Licht ausgesetzt, das sie sowohl über die Augen als auch über die Haut aufnehmen. Das kann auf unterschiedliche Weise passieren; beliebt sind aber sogenannte Farbkabinen, in denen sich der Patient allein und nur leicht bekleidet (oder eben nicht) dem Licht aussetzt. Wer mag, kann dabei entspannende Musik hören und den Duft aromatischer Öle genießen. Beides erhöht den Wohlfühlfaktor, ist aber nicht ausschlaggebend für den Behandlungserfolg.

Farben für das Auge und für die Seele (c) Foto: Stephanie Helmig

Farben für das Auge und für die Seele (c) Foto: Stephanie Helmig

Licht ist nicht gleich Licht und Krankheit nicht gleich Krankheit. Deshalb wirken nicht alle Farben des Spektrums gleich. Jeder Farbe sind spezielle Wirkweisen zugeordnet, die je nach Diagnose eingesetzt werden. Die Farblichttherapie kann sowohl bei körperlichen, als auch bei seelischen Beschwerden eingesetzt werden.

Rot

Die Farbe des Feuers vitalisiert und energetisiert. Sie ist damit gut für Patienten mit Depressionen, mit Blutarmut oder niedrigem Blutdruck geeignet. Aber auch Probleme in den Wechseljahren, bei häufigen Blasenentzündungen oder wenn Männer zur Impotenz neigen, können mit rotem Licht behandelt werden.

Orange

Orange hat eine heitere Ausstrahlung, die oft auch mit Lebensfreude gleichgesetzt wird. Auf seelischem Niveau kann sie Depressionen aufhellen. Auf körperlicher Ebene wird eine Behandlung mit orangefarbenem Licht bei Verstopfung und bei Muskelverspannungen empfohlen.

Gelb

Kleine Kinder greifen intuitiv zu Gelb, wenn sie die Sonne malen wollen. Der Farbe wird ganz allgemein eine stärkende Wirkung auf die Nerven zugeschrieben. Auf körperlicher Ebene bewährt sie sich bei Störungen des Magen- und Darmtraktes sowie bei Problemen mit der Leber. Auch Asthmatiker können unter Umständen von gelbem Licht profitieren.

Grün

Im Grünen erholen wir uns seelisch, im Grünen regeneriert sich der Körper. Eine Farblichtbehandlung mit der Farbe Grün kann deshalb stark die Nerven beruhigen und insgesamt eine sehr erholsame Wirkung haben. Gezielte Anwendungsgebiete sind Herzprobleme, hoher Blutdruck sowie Erkrankungen der Atemwege. Auch bei Schlafstörungen kann Grün eingesetzt werden.

Blau

So gut wie jeder Einrichtungsratgeber empfiehlt Blau als Wandfarbe für das Schlafzimmer. Zu Recht! Auch in der Farblichttherapie wird die Farbe des Himmels und des Wassers bei nervösen Leiden und bei Schlafstörungen verwendet. Da sie im therapeutischen Sinne als kühl und kühlend gilt, ist sie die richtige Wahl im Kampf gegen Entzündungen und Fieber sowie bei Zahn-, Magen- und Rückenschmerzen.

Violett

Der Farbe der Geistlichkeit wird eine inspirierende und kräftigende Wirkung auf die Seele nachgesagt. Sie kann deshalb bei Konzentrationsmängeln und Lethargie hilfreich sein. Auch auf der körperlichen Ebene sorgt sie für Schwung. Violett hält den Lymphfluss in Gang und stärkt das Immunsystem.