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Die richtige Hotel-Spa Architektur – oder: wenn drin ist, was drauf steht

Ist es der freundliche Service, der Gäste begeistert? Das hervorragende Essen? Sind es die Zimmer und Suiten, die für die Erholung sorgen, oder der herrliche Wellness- und Spa-Bereich? Wie erfolgreich und beliebt ein Hotel ist, hängt maßgeblich von seiner Gesamtkomposition ab. Klingt einfacher, als es ist.

(c) Foto: Haid & Falkner GmbH & Co KG

Hotel Gotthard, (c) Foto: Hotel Gotthard

Viele von Ihnen werden nicken, wenn es um die Behauptung geht, dass die Summe der Teile – in unserem Fall vom Service über die Zimmer bis zum Spa-Angebot – das Ganze bedingt. Ich auch. Fakt ist aber auch, dass sich im Regelfall ein Hotel entwickelt. Oftmals von einem einfachen Gasthaus zu einem 4 oder 5 Sterne-Domizil. Es dauert oft Jahre, bis sich ein Hotelier konsequent auf eine Zielgruppe spezialisiert und entscheidet, sein Hotelkonzept darauf auszurichten. Und wenn er es tut, beginnt er Schritt für Schritt.

Ein neuer Name soll auf die Spezialisierung hinweisen. Ein Wanderhotel etwa. Oder ein Biohotel. Die Küche wird entsprechend optimiert und das Marketingkonzept umgestellt. Das neue Logo und der ansprechende Slogan treffen genau ins Schwarze. So wie auch die neue Website, die mit vielen emotionsreichen Bildern arbeitet. Und dann steht der Gast vor der Tür …

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Hotel Tyrolerhof ****, Sölden, Haid & Falkner (c) Foto: Alexander Lohmann

Wenn nicht drin ist, was drauf steht

Der Gast hat mittlerweile eine ganz genaue Vorstellung davon, wie ein Wander-, Bio- oder Wellnesshotel ausschauen bzw. was es bieten soll. Er bemerkt, wenn ein Konzept nicht zum Haus passt, sondern nur provisorisch übergestülpt wurde – und bucht nächstes Mal vielleicht woanders. Klingt oberflächlich. Ist es aber nicht. Der Urlaub zählt zu den wertvollsten Zeiten im Jahr. Man freut sich nicht nur das ganze Jahr darauf, viele sparen auch lange dafür. Und dann muss wirklich alles passen. Irgendwann wird der Hotelier merken, worauf es hinausläuft. Er kann auf Dauer nicht das verkörpern, was er nicht repräsentiert.

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Hotel Bergwelt (c) Foto: Bergwelt

Ausgeklügelte Spa-Konzepte

Architektur spielt eine wichtige Rolle, wenn es um die Spezialisierung eines Hotels geht. Wie ein roter Faden zieht sich das Design, maßgeschneidert für die Zielgruppe, durch das Haus und setzt die Räumlichkeiten optimal in Szene. Großzügige Raumkonzepte schenken das persönliche Wohlfühlerlebnis im eigenen Hotelzimmer. Auch spezielle Spa-Suiten mit privaten Spa-Angeboten werden immer beliebter.

Im Grunde geht der Trend zu „weniger ist mehr“. Weniger Zimmer, dafür geräumiger, weniger Spa-Kabinen, dafür sinnvollere, möglichst wenig Chloranteil im Hotelpool, dafür den Fokus auf gesundheits- oder erlebnisorientiere Pools setzen und z. B. eine Gegenstromanlage einplanen. Überhaupt sind Themen wie Natur Spa, Medical Wellness, professionelle Anti-Aging und gesundheitspräventive Anwendungen sowie Life Coaches und Therapeuten sehr gefragt. Der Gast möchte einfach ein neues Spa-Erlebnis genießen und keines, das er schon von vielen anderen Hotels kennt.

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Hotel Seespitz (c) Foto: Hotel Seespitz

Und dann kommt das Marketing, das die eingeschlagene Richtung von Grund auf stützt, kommuniziert und nach außen trägt. So weit so gut – wenn die Finanzierung stimmt. Machbarkeitsstudien, Kostenschätzung, Bauherrenberatung und die Unterstützung bei der Finanzierungsabklärung helfen dem Hotelier, seinem Gast ein stimmiges Konzept zu bieten, das sich auch mit seinem Budget vereinbaren lässt. Und obendrauf gibt es den Gast vor der Tür, der weiß, warum er sich genau für dieses Hotel entschieden hat.