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Gesundheit ist ein Geschenk! Exkursion Bad Häring – zwischen Spiritualität, Wellness und Kur

Was ist Gesundheit? Muss man erst krank werden, um Gesundheit zu schätzen? Was kann man für die eigene Gesundheit tun? Reichen Sport, Bewegung, gesunde Ernährung? Oder muss man sich auch spirituell, philosophisch mit Gesundheit auseinandersetzen? Fakt ist: Alles können wir nicht beeinflussen. Gerne möchte ich den Bogen von Spiritualität über Wellness zur Kur anhand einer Exkursion nach Bad Häring spannen.

Mitte Januar war es wieder soweit: Ich hatte die Ehre mit meinen Gesundheitsmanagement StudentInnen vom Campus M University in München während einer Fachexkursion zwei Top-Betriebe zu besuchen. Dieses Mal ging es nach Bad Häring in das Spa-Hotel Panorama Royal und das Kurzentrum.

10.00 Uhr: Gesundheit fängt mit guten Gedanken an

Peter Mayer, der sehr charismatische Inhaber des Spa-Hotels Panorama Royal empfängt uns mit Sekt, Kaffee und kleinen Häppchen. Gestärkt sind wir bereit, uns auf den Weg zu machen und hinter das neue Konzept des Hauses zu blicken. Peter, der übrigens auch Qigong-Großmeister ist und Buddhismus studiert hat, was für einen Hotelier doch eher ungewöhnlich ist, erklärt uns, dass ein gutes Konzept „Uniques“, also einzigartige Elemente haben muss, die kein anderes Hotel bietet.

Hier ist das die Lage und der besondere Kraft-Ort, ein außergewöhnlicher Energieplatz, der auf eine reiche Geschichte verweisen kann.

Peter Mayer

Das Hotel befindet sich auf einer Anhöhe und man ist beeindruckt vom Ausblick und dem umgebenden Bergpanorama. Peter fügt sofort hinzu, dass es sich hier um gelebte Spiritualität im Dienste der Gesundheit und nicht um Esoterik handelt. Jeder Mensch hat ein spirituelles Bedürfnis. Z.B. darüber nachzudenken, was der eigene Sinn seines Da-Seins ist oder für welche Aufgabe man im Leben bestimmt ist.

Wer lernt, über diese Fragen nachzudenken, auf seinen Bauch und besonders sein Herz zu hören und diesem Weg auch tatsächlich folgt, kann nicht nur viel erreichen, sondern wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch gesünder leben. Dabei möchten wir gerne behilflich sein, betont Peter.

Wichtig ist, auf seine Gedanken zu achten. Regelmäßige Meditation, wie Qigong, hilft da natürlich schon sehr.

Peter Mayer

Dem stimmen wir gerne zu, immerhin ist Peter das lebendige Beispiel dafür, was man alles erreichen kann, wenn man seine Gedanken pflegt und eine klare Vision hat. Anfang Januar hat er mit seinem Team den neuen Wellnessbereich eröffnet. In gerade mal acht Wochen wurde dieser auf 2.500 Quadratmeter ausgebaut und damit verdreifacht. Nun zählt das 4-Sterne-Superior Haus zu den Healing Hotels of the World und ist als Gesundheitshotel positioniert.

Gruppenfoto beim Kraftort Steinkreis Hotel Panorama Royal (c) Foto: Wolfgang Falkner

Gruppenfoto beim Kraftort Steinkreis Hotel Panorama Royal (c) Foto: Wolfgang Falkner

12.30 Uhr: Qigong „Krankheit und Sorgen abschütteln“

Nur über Gesundheit reden, macht ja bekanntlich noch nicht gesünder, auch wenn unsere Gedanken dafür schon empfänglicher geworden sind. Nun geht’s an die Praxis. Der Bergführer und Qigong-Trainer Harald Löffel vom Tourismusverband Kufstein holt uns beim Hotel ab und geht mit uns ganz gemächlich auf eine schöne Wiese, umringt von Bäumen.

Qigong mit Harald Löffel (c) Foto: Wolfgang Falkner

Qigong mit Harald Löffel (c) Foto: Wolfgang Falkner

Während wir uns im Kreis aufstellen, erklärt Harald kurz, worauf es ankommt. Dann geht’s auch schon los mit den 8 goldenen Übungen, die perfekt dafür geeignet sind, sie jeden Tag zu wiederholen. Wir spannen den Bogen, Bücken uns für die Gesundheit, Schütteln unsere Krankheiten und Sorgen ab usw. Eigentlich ganz einfach.

Ich fühle mich tatsächlich besser. Mein Körper ist warm, trotz der niedrigen Temperaturen und ich gehe aufrechter. Ich frage mich aber auch, warum es für uns Menschen so schwer ist, hier dran zu bleiben. Was wäre, wenn wirklich jeder Mensch sich jeden Tag 30 Minuten Zeit nehmen und diese Übungen machen würde? Wären wir Menschen dann gesünder? Was würde das für unser Sozial-System bedeuten? Wären längere Kuraufenthalte für einen Großteil der Bevölkerung überhaupt noch notwendig?

14.00 Uhr: Wiederherstellung der Gesundheit – die Kur

Was uns zum nächsten Programmpunkt der Exkursion bringt – das Kurzentrum Bad Häring. Zugegeben ein etwas harter Kontrast – aber, genau so ist das Leben: Wir wissen zwar, dass Gesundheit unser höchstes Gut ist, dennoch schätzen wir sie erst, wenn wir sie verlieren und sind von der Härte des Lebens betroffen. Nun hilft nur noch die Kur – die Wiederherstellung der Gesundheit oder zumindest einer Linderung der Krankheit.

Führung mit Stv. Dir. Patrick SimmerleinKurzentrum Bad Häring (c) Foto: Wolfgang Falkner

Führung mit Stv. Dir. Patrick SimmerleinKurzentrum Bad Häring (c) Foto: Wolfgang Falkner

Der Stellvertretende Direktor Patrick Simmerlein erklärt uns, dass ca. 2/3 der Gäste Kassenpatienten und 1/3 Privatpatienten sind. Hier spricht man dann nicht mehr von Kur, sondern von Medical Wellness. Das Kurzentrum Bad Häring ist speziell auf die Behandlung von Abnützungserscheinungen an Gelenken und der Wirbelsäule sowie Beschwerden des rheumatischen Formenkreises ausgerichtet. Pro Tag gibt es pro Patient 4 Therapien, die sich aus folgendem Angebot zusammensetzen:

Kalt ist es in der Kältekammer, Kurzentrum Bad Häring Kryotherapie (c) Foto: Wolfgang Falkner

Kalt ist es in der Kältekammer, Kurzentrum Bad Häring Kryotherapie (c) Foto: Wolfgang Falkner

  • Schwefelheilbad und Naturfango
  • Physiotherapie und Heilgymnastik
  • Carbovasaltherapie
  • Logopädie
  • Gamma Swing (Wirbelsäulentherapie)
  • Ganzkörperkältetherapie -110 °C
  • Lasertherapie, Elektrotherapie
  • Teil- und Ganzkörpermassage,
  • Lymphdrainage
  • Therapiebecken mit Extensionstherapie (Glisson)
  • Entschlackungs- und Entgiftungstherapie nach F.X. Mayr
  • metabolic balance® Diagnose u. Beratung

Sehr spannend fanden die StudentInnen die Kältekammer, wo sie ausprobieren konnten, wie sich -110 °C anfühlen. Die Kryotherapie ist eine Kältebehandlung zur Schmerztherapie, die z. B. bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt wird.

Fazit:

Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die diese Exkursion, unsere Reise im Namen der Gesundheit ermöglicht haben. Gesundheit ist ein Geschenk! Wir sollten sie pflegen uns aber auch bewusst sein, dass unser Leben endlich und Krankheit ein fixer Bestandteil des Lebens ist. Davor sollten wir keine Angst haben, aber dennoch dieser Tatsache ins Auge blicken können. Es liegt in unseren Gedanken.

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