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Warum Verkaufen etwas Gutes ist

Viele Kosmetiker üben mit Freude ihr Handwerk aus, beraten und informieren ihre Kunden gerne und sind auf sich stolz, wenn sie merken, dass sie ihren Kunden dabei geholfen haben, mehr aus sich zu machen. Aber das ist nur die eine Seite.

Auf der anderen Seite ist ein Geschäft zu betreiben, mit welchem Geld verdient werden muss, denn so ist es nun einmal: Ein Unternehmen kann nur dann langfristig überleben, wenn es genügend „abwirft“. Schließlich ist von den Einnahmen nicht nur die Mehrwertsteuer herauszurechnen, sondern auch die laufenden Kosten müssen gedeckt werden: Miete, Personal, Energie, Ware und vieles mehr. So manche, insbesondere Menschen, die gerade ihr Geschäft eröffnet haben, erschrecken, was von „so viel Umsatz“ tatsächlich übrig bleibt. Und so ist es bei einigen nach ein paar Monaten immer noch viel zu wenig, sodass es zunehmend schwieriger wird, den laufenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Kosten senken – oder Einnahmen erhöhen?

Um diesem Dilemma entgegenzuwirken, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder die Kosten senken oder die Einnahmen erhöhen. Sicherlich können manchmal hier und da Kosten reduziert werden, aber nur bis zu einem gewissen Maße. Andernfalls besteht die Gefahr, dass es zu qualitativen Einbußen kommt und Kunden oder Mitarbeiter abwandern.

Ein Beispiel aus der Praxis

Vielleicht haben Sie es als Kunde auch schon einmal erlebt. Sie haben ein Lieblingsrestaurant. Doch aus irgendwelchen Gründen schmeckt das Essen irgendwann nicht mehr so gut oder der Teller ist plötzlich nicht mehr so üppig gefüllt wie sonst. Vielleicht spüren Sie auch ein anderes Klima, möglicherweise weil Sie merken, dass die Mitarbeiter nicht mehr arbeiten „dürfen“, sondern „müssen“. Und so ist es nur allzu häufig: Wenn die Kosten gedrückt werden, dann wird leider vorschnell auch an der Qualität gespart – sowohl an der Qualität der Produkte bzw. Dienstleistung aber auch an der Qualität der Mitarbeiter. Doch ist es nicht das gute Recht der Kunden, für gutes Geld auch eine gute Leistung zu bekommen? Sind nicht sogar viele Kunden dazu bereit, für gute Leistung gutes Geld zu bezahlen?

Die Kunst des Verkaufs

Der Begriff „verkaufen“ ist für viele Menschen überwiegend negativ besetzt. So mancher denkt sofort an „aufquatschen“, „Kunden betrügen“ oder „aufdringlich sein“. Besonders Menschen, die im Dienstleistungsbereich der Beauty-Branche tätig sind, sehen sich eher als Handwerker, Dienstleister oder Künstler – seltener vorrangig als Kaufleute oder gar als Verkäufer. Sie wissen durchaus, dass die Verkaufszahlen entscheidend ihre unternehmerischen Bilanzen beeinflussen – mögen aber häufig nur ungern ihrer Kundschaft etwas (Weiteres) anbieten.

Kunden haben ein Recht auf Beratung

Doch wie würden Sie sich als Kundin oder Kunde fühlen, wenn Ihnen etwas nicht angeboten wird, obwohl Sie davon durchaus profitieren könnten? Käme es nicht sogar einer Beleidigung gleich, wenn Sie mit einer speziellen Maske oder einem besonderen Reinigungsschaum ein noch besseres Ergebnis erreichen würden, man Ihnen diese Produkte aber nicht einmal anbietet? Müssten nicht sogar Kunden moralisch gesehen Anbieter wegen unterlassener Hilfeleistung verklagen können, wenn diese ihnen passende und bessere Lösungen vorenthalten, nur weil sie von ihnen denken, dass sie nicht genügend Geld hätten oder sich schon von selbst melden würden, wenn sie „mehr“ möchten?

Weniger Stress für Kunden

Sie merken: Etwas Passendes der Kundschaft zu verkaufen – egal ob Produkte oder weitere Dienstleistungen – ist nichts Schlechtes. Sie helfen Ihren Kunden letztendlich dabei, weniger Stress und Druck zu haben, mehr Freude zu erfahren und ein noch bessere Selbstbewusstsein zu erhalten. Und für Ihr Unternehmen bzw. für Ihren Arbeitgeber generieren Sie so nicht nur zufriedenere Kunden, sondern auch weitere notwendige und nützliche Einnahmen.

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