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Wie klingt Ihr Spa? Möglichkeiten für eine optimale Raumakustik und Beschallung – Teil 4

Dass Maßnahmen zur Akustikoptimierung nicht nach dem „Maggi-Prinzip“ – „Wir machen jede Suppe schmackhaft“ – funktionieren, zeichnete sich in den ersten drei Teilen dieser Artikelserie bereits ab und soll hier nochmals in den Fokus gerückt werden. Ich möchte Ihnen heute Komponenten der Akustikplanung vorstellen, die Spa-Gäste nachhaltig binden und zur Einzigartigkeit Ihres Unternehmens beitragen.

Wir haben viele Faktoren kennen gelernt und versucht, das zur Verfügung stehende Repertoire an Mess- und Analyseverfahren voll auszuschöpfen. Die Zutaten machen aber noch lange keine schmackhafte Suppe. Wenn man Neues schaffen möchte und dabei die bekannten Wege nicht verlässt, werden – insbesondere im Bereich der Architektur – neue Konzepte oft besonders peinlich und wirken meist künstlich und aufgesetzt.

3DSKIN Akustikstoffe

Die sonami AG setzt innovative Akzente in der Raumgestaltung: insgesamt 7 neue, 3-dimensional gewebte, hoch schallabsorbierende Akustikstoffe können in unterschiedlichen Farben gefertigt werden. In Kombination mit rückseitig angebrachten Absorberplatten, RGB-LED-Elementen, wie hier in lila und weiss, und der Möglichkeit zur Integration von Flächenlautsprechern, können so Wand- und Deckenbespannungen, aber auch Einlagen von Möbeln realisiert werden, die zu ganz neuen, ästhetisch ansprechenden Designelementen der Raumplanung werden.

Von links nach rechts: sonami 3DSKIN Akustikstoffe DOT, FOKUS, LOOP, OFFSET, QUAD, SHINE und WAVE © sonami

Von links nach rechts: sonami 3DSKIN Akustikstoffe DOT, FOKUS, LOOP, OFFSET, QUAD, SHINE und WAVE © sonami

Illusion oder Realität

Während die Natur auf Langfristigkeit, Lebendigkeit und Wachstum setzt, nehmen wir im Bereich der Architektur und Raumplanung immer mehr Abstand von ästhetisch beständigen Konzepten. Aufgrund unserer Begierde nach Trends haben wir uns scheinbar damit abgefunden, in kurzen Abständen alles zu „refreshen“ und „upzudaten“.

Die Rentabilitäts- und Amortisationsberechnungen bringen es schließlich an den Tag: bei einer Planung in kurzfristigen Zyklen müssen Kosten gespart werden und so kann, neben dem Einsatz von minderwertigen Materialien, nichts tatsächlich „Neues“ entstehen. Entscheidet man sich dennoch, ein solches Konzept zu verfolgen, bleiben als Aktionsrahmen maximal Anpassungen hinsichtlich Farb- und Einrichtungstrends übrig.

Berührende Erlebnisse für Loyalität

Wer kennt den Effekt nicht, wenn sich nach dem Verlassen eines Hotels eine gewisse innere Unzufriedenheit einstellt. Viele Hotelgäste, die Kurzurlaube für Wellness- oder Spareisen nutzen, haben das Gefühl etwas verpasst zu haben und nicht alle Möglichkeiten ausreichend oder optimal genutzt zu haben.

Diese Unzufriedenheit entsteht jedoch meist, weil die Gäste bei ihrem Aufenthalt keine innere – eine gefühlsmäßige – Zufriedenheit erlangt haben. Auf einen kurzfristigen Lebenszyklus ausgelegte Konzepte basieren oft auf Illusionen, auf einer Optik, die „ganz im Trend“ liegt. Der Gast sieht sehr viel Neues und modernes, er profitiert dadurch aber nur in Form von „schönen Bildern“.

Verlassen die Gäste das Haus, fällt dieser „schöne Schein“ weg und zurück bleibt ein Gefühl der Leere. Zurückkehren wird der Gast jedoch nur, wenn Gefühle aufgebaut wurden. Ein Teil der Gefühle basiert in jedem Fall auf dem menschlichen Kontakt, aber auch auf Erlebnissen, die den Gast berühren und in seiner inneren Entwicklung weiter bringen.

Gästeerwartungen übertreffen

Innovative, authentische, individualisierbare und auf lange Frist angelegte Raumkonzepte können sich amortisieren und dabei Realitäten und Erfahrungen schaffen, welche einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen und die Vorstellung der Gäste übertreffen:

  • in Verbindung mit speziell abgestimmten Treatments und/oder
  • in Verbindung mit einem besonderen Belegungskonzept und/oder
  • in Verbindung mit nachhaltigen Produkten (z. B. individuelle Klang- und Musikkompositionen auf CD) und immer auch
  • aus marketingstrategischer Sicht.

Wie wird ein Raum zum Erfahrungsraum, zu einem Raum, der neue Erlebnisse schafft und dabei Konzentration und/oder Entspannung sowie Kreativität fördert?

Es gilt, das optimale Zusammenspiel jener Faktoren zu bestimmen, die Einfluss auf unsere Wahrnehmungskanäle haben. Dabei zählt sowohl die direkte – baulich und akustisch – als auch indirekte – individuelle Aspekte der Wahrnehmung – Beeinflussung.

Das Zusammenwirken aus Beleuchtung, Beschallung und Architektur unter den Aspekten von Ästhetik, Psychologie und Akustik, hinterlässt nach dem Verlassen von Räumen, Sehnsucht und Unzufriedenheit oder – im Idealfall – Geborgenheit und Ausgeglichenheit. Ziel ist es, dieses Zusammenwirken zu optimieren – einen harmonischen und nachhaltigen Dreiklang zu schaffen.

Zwischen brachialer Stille und irgendetwas Lautem

Basis für die Optimierung des Dreiklangs aus Beleuchtung, Beschallung und Architektur ist der Einsatz von nachhaltigen Produkten. Ein nachhaltiges Produkt definiert sich durch: solide und klar definierte Funktionalität, hochwertige Qualität, Flexibilität hinsichtlich individueller Ansprüche und Vorgaben sowie eine klassische Wirkung/Ausstrahlung – sowohl optisch, haptisch als auch akustisch.

Das Produktportfolio der sonami AG ist exakt auf diese Faktoren abgestimmt und die Produkte ergänzen sich ideal bzw. lassen individuelle Lösungen entsprechend dem Unternehmens CI, Einsatzzweck/-ort und der Zielgruppe zu.

Die unterschiedlichen Blenden der sonami INFRAME Lautsprecher bieten eine hervorragende Adaption an unterschiedlichste Interieurs. Blenden aus Gips (komplett mit Wandfarbe überstreichbar), Blenden mit LED Beleuchtung und speziell auf Kundenwunsch gefertigte Blenden bieten die Möglichkeit der individuellen Anpassung © sonami

Die unterschiedlichen Blenden der sonami INFRAME Lautsprecher bieten eine hervorragende Adaption an unterschiedlichste Interieurs. Blenden aus Gips (komplett mit Wandfarbe überstreichbar), Blenden mit LED Beleuchtung und speziell auf Kundenwunsch gefertigte Blenden bieten die Möglichkeit der individuellen Anpassung © sonami

Die Beschallung sollte sehr gezielt auf die baulichen Gegebenheiten des Raumes abgestimmt sein. Hierzu sind hochwertige Lautsprecher, die ein realistisches Klangbild erzeugen, unerlässlich. Dies gilt auch für Anwendungen in spezieller Umgebung wie beispielweise in der Sauna oder in Feuchträumen. Ist eine „unsichtbare“ Beschallung erforderlich, kann dies über Flächen- oder Exciterlautsprecher, integriert in harten Oberflächen wie Wand-, Spiegel-, Glas- oder auch Akustikelementen, realisiert werden.

Life is live

Entscheidend ist nicht nur die Wiedergabequalität, sondern auch die Qualität und letztlich der Inhalt der wiedergegebenen Audiodaten. Mit den sonami Naturtönen kann man sich den Klang der Natur live in die Spa-Räumlichkeiten holen.

Die Qualität zeigt sich darin, dass wir das weltweit erste und seit 2007 das einzige Unternehmen sind, das den Klang der Natur live über das Internet in Wellness- und Spabereiche, Fitnessstudios, Einzelhandelsgeschäfte und Arztpraxen überträgt.

Ergänzt wird dieser Bereich durch speziell entwickelte, auf das Unternehmen bzw. den Einsatzzweck abgestimmte, Klang- und Musikkompositionen. Diese lassen sich als CD auch als Werbegeschenk oder Produkt an Gäste weiterreichen. Mit dem Vorteil: CD zuhause anhören und sich an den Urlaub, den Aufenthalt in Ihrem Hotel oder Spa erinnern. So bleibt Ihr Unternehmen im Sinn und in nachhaltiger Erinnerung.

Daniel Lathan bei einer Natur-Klang-Aufnahme (Fieldrecording) am Meer in Portugal mit einem seit 2005 kontinuierlich weiter entwickelten 3D-Mikrofon, das Heute mittels spezieller Algorithmen bis zu 28 einzelne Lautsprecher individuell ansteuern und den Sound im Raum drehen und frei bewegen kann © sonami

Daniel Lathan bei einer Natur-Klang-Aufnahme (Fieldrecording) am Meer in Portugal mit einem seit 2005 kontinuierlich weiter entwickelten 3D-Mikrofon, das Heute mittels spezieller Algorithmen bis zu 28 einzelne Lautsprecher individuell ansteuern und den Sound im Raum drehen und frei bewegen kann © sonami

Optimierung der Klangqualität

Ob Wohlklang oder Lärm: Die Architektur eines Raumes dämpft oder unterstützt einen Ton – ohne zu differenzieren. Daher gilt diesem Bereich besondere Aufmerksamkeit. Die meisten Räume sind nicht bereits beim Bau hinsichtlich der akustischen Nutzung optimal geplant worden – außer es handelt sich um einen Konzertsaal.

Mit dem Einsatz von Akustikabsorbern in Form von Flächenabsorbern, Decken- und Wandsegeln oder Körperschallabsorbern lässt sich die Klangqualität in einem Raum – auch im Nachhinein – sehr gut optimieren (siehe Teil 1-3 dieses Artikels). Mit einer Beratung durch einen Akustik-Experten und eigens entwickelten Produkten für Akustikdesign werden optimale Voraussetzungen für einen guten Klang geschaffen.

Individuelle Planung der Lichtwirkung

Klang, Farben und Licht sind die Charakteristika eines Raumes. Große Fenster lassen viel Licht und Weite in einen Raum, kleine Fenster bieten Geborgenheit. Um das Lichtspiel in einem Raum effektiv zu unterstützen und Farben oder beispielweise Getränke und Speisen optisch nicht zu verfälschen, sollte auch auf die Akzentuierung und die Qualität des künstlichen Lichtes höchste Sorgfalt gelegt werden.

Die sonami Beleuchtungsprodukte und Leuchtmittel bieten durch unterschiedlichste Bauformen, Abstrahlwinkel und Farbtemperaturen ein breites Anwendungsspektrum. Durch die Möglichkeit, Bauteile und Leuchtmittel speziell zu fertigen, kann die Lichtwirkung individuell geplant und auf die vom Unternehmen gesetzten Vorgaben abgestimmt werden.

Individualität, Einzigartigkeit, Nachhaltigkeit

Durch dieses Zusammenspiel von Beleuchtung, Beschallung und Architektur bieten sich auch aus marketingstrategischer Sicht langfristige Ankerpunkte, auf denen sich ein solider Marketing-Mix aufbauen lässt.

Auf dieser Basis entwickelte und ausgestattete Räume bieten Ihrem Hotel oder Spa durch ihre Individualität und Einzigartigkeit sowie der nachhaltigen Wirkung auf Ihre Gäste einen eindeutigen USP – eine Möglichkeit sich von der Masse abzuheben und ein Markenzeichen entsprechend der Unternehmens-CI zu schaffen.

Durch ihre Flexibilität, die Unabhängigkeit von Mode und Trends und das ideal abgestimmte Zusammenspiel von Beleuchtung, Beschallung und Architektur sind diese Raum-Konzepte extrem nachhaltig. Dies sind nur zwei Aspekte, die dazu führen, dass Gäste sich erinnern und wiederkehren.

Daniel Lathan entwickelt neben Produkten für Beleuchtung, Beschallung und Raumakustik vollkommen neue Raumkonzepte – hier ein Ausschnitt einer ersten Skizze für ein vollkommen neues Wand- und Deckenkonzept, das dem Raum akustische und natürliche Weite geben soll. Seine Raumkonzepte „AQUAMENTAL SPA“ hat Lathan bereits als Europäische Patente ausgedehnt und erste Aufträge liegen vor © sonami

Daniel Lathan entwickelt neben Produkten für Beleuchtung, Beschallung und Raumakustik vollkommen neue Raumkonzepte – hier ein Ausschnitt einer ersten Skizze für ein vollkommen neues Wand- und Deckenkonzept, das dem Raum akustische und natürliche Weite geben soll. Seine Raumkonzepte „AQUAMENTAL SPA“ hat Lathan bereits als Europäische Patente ausgedehnt und erste Aufträge liegen vor © sonami

Die Zukunft gehört Konzepten, die nachhaltig sind und in Erinnerung bleiben

Viele kennen sie: die Hotels, die man bereits vergisst, während man darin wohnt. Genauso wie wir graue Anzüge – gefertigt aus Meterware – tragen und gesenkten Hauptes in der Masse untertauchen, schaffen es viele Hotels, sich nicht aus der Masse abzuheben.

Wir sprechen zwar permanent von Individualität, schaffen es aber nicht individuelle Konzepte umzusetzen, die Kreativität und somit der Entspannung den nötigten Freiraum lassen. Wir kopieren und werden kopiert – das Erleben bleibt dabei auf der Strecke.

Es gilt also, anstelle dem internationalen architektonischen Mainstream nach zu hetzen, individuelle Raumkonzepte zu schaffen, die architekturpsychologische und psychoakustische Aspekte gleichberechtigt zu gestalterisch ästhetischen Konzepten vereinen.

Fakt ist…

…in allen Bereichen werden natürliche Räume weniger – im Gegenteil: Das Wühlen in esoterischen Sprachkippen zum Umschiffen wissenschaftlicher Argumentationsklippen macht auch vor dem Bereich der Wahrnehmungspsychologie keinen Halt. Insbesondere nicht vor den Produkten aus den Bereichen der Psychoakustik und visuellen Wahrnehmung in Form von skurrilen Schüttelliegen und realitätsentfremdenden, abschottenden Kombinationen aus psychedelischen Flackerbrillen und Kopfhörern.

Entspannung ist Kreativität und Kreativität entsteht an Orten, die es erlauben ineffizient und ineffektiv zu sein.

Wir benötigen keine Wunder (Produkte), wir benötigen Talente (Ideen)

Dass wir einen Raum nicht zum Raumwunder machen können, in dem man diesen nach Rezept mit bestimmten Möbeln und Accessoires zustellt oder in Trendfarben streicht, sollte mit dem letzten Teil dieser Artikelserie verdeutlicht werden.

Es geht nicht um das Raumwunder, sondern um das Raumtalent, das kein Imitat ist – sondern sich selbstbewusst abhebt und dabei weder provozieren noch überzeugen will, sondern durch seine fortdauernde Neutralität und natürliche Dynamik (akustisch wie optisch) individuell und somit nachhaltig wirkt.

Weiterführende Links: