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Der Umgang mit Macht & Hierarchien: wie führt man erfolgreich auf allen Ebenen?

Der Kampf um Macht gehört zum täglichen Brot eines jeden Menschen. Im beruflichen Alltag und als Führungskraft ist der Gewinn an Macht ein Zeichen von Erfolg. Doch wie gehen Menschen mit Macht um? Wie setzt man das neu gewonnene Instrument richtig ein?

Bei dem eingangs erwähnten Kampf geht es darum, seine eigene Position aufzubauen und zu festigen. Der Macht eilt ein schlechtes Image voraus, da sie nur allzu oft missbraucht wird.

Laut Max Weber, ist Macht die Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen den Widerstand des anderen (anderer) durchzusetzen.

Und ewig lockt die Macht

Es ist kein Geheimnis, dass „Macht“ ein starkes Handlungsmotiv für Führungskräfte ist. Die Aussicht auf hierarchischen Aufstieg, ist verbunden mit der Erweiterung des persönlichen „Spielraums“. Die Macht wird mit einem Gefühl von Freiheit verbunden. Macht ist sexy und kann süchtig machen.

Henry Kissinger hat es wohl am besten auf den Punkt gebracht:

„Macht ist das stärkste Aphrodisiakum.“

Bekanntlich macht „Liebe blind“ und so bedarf es einer gefestigten Persönlichkeit, um mit „Macht“ verantwortungsbewusst und wohl dosiert umzugehen.

Macht ist von Bedeutung

Es ist eine Kunst für sich, die Macht als Führungskraft so einzusetzen, dass diese als eine treibende Kraft wahrgenommen wird. Wie kann eine Führungskraft ihre Führungsmacht konstruktiv einsetzen? Das Wort „Macht“ leitet sich von „magan“ ab und bedeutet so viel wie Können, Fähigkeit und Vermögen, in dem Sinne, als dass jemand in der Lage ist, etwas zu tun.

Können Sie sich ein Schiff ohne Kapitän, ein Flugzeug ohne Piloten oder ein Unternehmen ohne Führungskraft vorstellen? Vielleicht nur dann, wenn Sie diesen gerne am Monde sehen würden.

Im Ernst: Eine Führungskraft ohne Macht, kann nicht führen. Darüber hinaus ist eine Führungskraft (ein Leader) ohne loyale Mitarbeiter machtlos. Weshalb? Führen ist ein Prozess in dem Mitarbeiter beeinflusst werden, so dass sie inspiriert sind, ein Ziel zu verfolgen, welches die Führungskraft als wichtig identifiziert hat (Haslam, 2004). Macht bedeutet Einflussnahme.

Der Einsatz von Macht

Es ist die Aufgabe der Führungskraft, ihre Macht so einzusetzen, dass von einer menschenfreundlichen Führung gesprochen werden kann. Diese ist gegeben, wenn folgende Punkte beherzigt werden:

  1. Die Führungskraft führt so, dass es keine Ehrfurcht vor Hierarchien gibt, sondern ausschließlich eine angemessene Form von Respekt vor den Menschen.
  2. Die Führungskraft setzt ihre Machtbefugnisse zum Wohle der Mitarbeiter ein, indem sie Kapitän und Begleiter zugleich ist.
  3. Die Mitarbeiter haben zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, Fragen zu stellen und wertschätzende Antworten zu erhalten.
  4. Es gibt kein Zweiklassedenken!

Abschließend die Worte von Abraham Lincoln, der meinte:

„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“