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Spa(r)-Marketing-Maßnahmen – Kooperationen und Netzwerke zahlen sich aus!

Marketing im Spa ist so eine Sache für sich: Was bewegt Kunden dazu, treue Stammkunden zu werden? Und wie bringt man sie in erster Linie dazu, überhaupt zu einem Kunden zu werden? Mit einigen neuen Denkanstößen und Ansätzen, können die Kunden mehr und die Kosten gleichzeitig weniger werden. Denn Erfolg im Spa braucht heute mehr als nur eine gute Massage.

Mit kleinen Marketing-Budgets Großes erreichen können

„Mini-Max-Prinzip“, „Guerilla-Marketing“ oder „Barter-Deals“ sind Vorgehensweisen zu Marketingmaßnahmen, mit denen Spas eben sparen.

Sparen ist hier indirekt zu verstehen, der Nutzen daraus steht im Vordergrund. (Barter-Deal bedeutet Tauschhandel, bei dem keine Gelder fließen, sondern Ware gegen Kommunikation/Aufmerksamkeit „getauscht“ wird.)

Eine bekannte Fast-Food-Kette macht regelmäßig „Millionengewinne“ – mit „Millionen von Gewinnen“. Auf den Speisen und Getränken sind Gutscheine befestigt, bei denen der Kunde totaaaaaaaaal viel gewinnen kann. So beispielsweise 10-€-Gutscheine für Jochen Schweizer. Natürlich verschenkt Jochen Schweizer nicht 10.000 Mal 10 €, sondern koppelt das Einlösen an einen Mindestumsatz …

Fazit: Die Fast-Food-Kette freut sich, der Kunde freut sich, Jochen Schweizer freut sich.

So, jetzt aber zu unserem Interessensschwerpunkt – sparen im Spa

Natürlich wird immer noch „viel“ Geld mit den Themen Gesundheit, Wohlbefinden und Wellness verdient. Die Deutschen sind nämlich trotz diverser Krisen auf der weltpolitischen Bühne nach wie vor in Spendierlaune und geben ihr Geld lieber aus, als es zu sparen.

Dennoch ist die Wellnessbranche nicht unbedingt auf Rosen gebettet. Die Konkurrenz ist groß, die Kunden sind anspruchsvoller geworden. Wer Erfolg haben will, muss über das Behandlungsangebot hinaus Mehrwert bieten. Das kann ins Geld gehen. Es sei denn, man hat gute Ideen und sucht sich Verbündete, mit denen man in einer Win-win-win-Situation am gleichen Strang zieht.

Kundenpflege und Kundentreue

Es sind die kleinen Dinge, mit denen Ihre Kunden überrascht und somit positiv an das Spa gebunden werden © Wellness Manufaktur ISM-Kosmetik

Es sind die kleinen Dinge, mit denen Ihre Kunden überrascht und somit positiv an das Spa gebunden werden © Wellness Manufaktur ISM-Kosmetik

Ein potenzieller Partner dafür ist jedes Unternehmen, mit dem das Spa zusammenarbeitet oder zusammenarbeiten „könnte“. Das reicht vom Kosmetikhersteller über den Lieferanten der Frotteetücher bis hin zu den kleinen Manufakturen, von denen die Kerzen und die Aromaöle bezogen werden. Oder wie wäre es mit einem ansässigen Restaurant, einem Pralinenfachgeschäft oder dem neuen Friseur?

Sie alle können dazu beitragen, dass die Kunden immer wieder mit neuen Aktionen überrascht und so positiv an das Spa gebunden werden. Wird eine solche Aktion gut vorbereitet, sind am Ende alle Gewinner. Das Spa, weil es eine effektive und kostengünstige Kundenpflege betreibt, die Lieferanten, die Zusatzeinnahmen erzielen oder die Kundentreue erhöhen, und nicht zuletzt die Kunden selbst. Sie machen über ihre Behandlung hinaus neue Erfahrungen, lassen sich verwöhnen und dürfen vielleicht ab und an sogar kleine Geschenke mit nach Hause nehmen.

Entscheidend sind das „über den Tellerrand hinaussehen“ und das Netzwerken.

Gut gedacht, ist noch lange nicht gut gemacht

Zunächst sollte das Spa entscheiden, wer mit einer Aktion erreicht werden soll. Das Interesse gilt der Bestandspflege? Dann freut sich die Stammkundin ganz sicher über ein Extra bei der nächsten Behandlung. Das kann ein Glas Prosecco sein oder eine Kosmetikprobe. Vielleicht nimmt sie auch einen Gutschein für eine „Schnupperbehandlung“ mit. Der verführt dann die Kundin, die stets nur zur Pediküre kommt, mal zu einer Kopf- oder Rückenmassage zu kommen. Wer weiß, vielleicht wird daraus ja ein regelmäßiger Termin?

Bei diesen Kleinigkeiten lasten die Kosten zugegeben noch überwiegend auf den Schultern des Spa-Betreibers. Doch es geht auch anders.

Kooperationen zahlen sich aus

Wie wäre es mit einer waschechten Kooperation mit einem bekannten Figaro in der Stadt? Er kann zum Beispiel im Spa einen Abend mit Typ- und Frisurenberatung veranstalten und dabei kräftig Werbung für sich machen.

Oder schon mal an eine Modenschau mit der Boutique am Marktplatz gedacht? Vielleicht stellt sich auch der Hersteller der Kosmetiklinie mit seinem Konzept vor. Wer etwa reine Naturkosmetik verwendet, wird die Gebietsleitung sicher für einen Vortrag gewinnen können. Die Stammkunden werden es ebenso danken wie ein neues Klientel, das man sich mit solchen Aktionen erschließen kann.