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Zurück zum Ursprung: Private Label für die Best Wellness Hotels Austria

„Alpine Wellness“ – unter diesem Begriff finden sich heute viele, sehr unterschiedliche, Angebote am Markt. Ein Grund mehr für die Best Wellness Hotels Austria, ihr Profil mit einem eigenen Private Label weiter zu schärfen, um auch in Zukunft Vorreiter im österreichischen Wellness-Segment zu sein.

Private Label: die alpine Lage mit ihren Besonderheiten spielt in der Entwicklung eine große Rolle © Best Wellness Hotels Austria

Private Label: die alpine Lage mit ihren Besonderheiten spielt in der Entwicklung eine große Rolle © Best Wellness Hotels Austria

Die Geschichte der Best Wellness Hotels Austria

Die Best Wellness Hotels führten das Produkt „Wellnessreisen“ zwischen 1985 und 1995 in Österreich ein und erfreuten sich – auch wenn zu dieser Zeit kaum ein Gast mit dem Begriff „Wellness“ etwas anfangen konnte – rasch einer wachsenden Nachfrage.

Gleichzeitig kamen innovative Hardwarehersteller auf den Markt, die den sich abzeichnenden Trend erkannten und das Wachstum mit passenden Angeboten zügig vorantrieben. Erst 1995, als weitere Ferienhotels in Österreich auf den Wellnesstrend setzten, machte man sich in der Gruppe Gedanken über ein gemeinsames Marketing.

2000 bis 2005 zeichnete sich aufgrund der hohen Angebotsdichte am Markt wieder eine starke Reifephase des Produktes ab, der die Best Wellness Hotels mittels Qualitätssicherung und -entwicklung erfolgreich entgegenarbeiten konnten.

Hohe Dichte an alpinen Wellnesshotels

Die alpine Natur als wichtigste Ressource © Best Wellness Hotels Austria

Die Natur als wichtigste Quelle zahlreicher Ressourcen © Best Wellness Hotels Austria

Die Entwicklung hoher Standards in der Qualität und der Fokus auf die hohe Zufriedenheit garantieren den Gästen der Best Wellness Hotels Austria (BWHA) heute ein einheitliches Niveau der Services und dem Unternehmer die Durchsetzung eines angemessenen Preises auf dem heiß umkämpften Markt der Wellnessreisen in die Alpen.

Schaut man sich die Mitbewerber gegenwärtig an, so sieht man, dass es erstens eine extrem hohe Dichte an alpinen Wellnesshotels gibt – kaum ein Ferienhotel positioniert sich ohne das (Zusatz-)Angebot Wellness am Markt. Zweitens haben auch viele andere erfolgreich in Qualitätssicherung und -entwicklung investiert. Innovationen gibt und gab es natürlich; ich wage jedoch zu behaupten, dass diese fast ausnahmslos von Hardware-Herstellern und Kosmetikanbietern entwickelt wurden. Daher zeichnete sich, wenn auch auf qualitativ hohem Niveau und in geringerer Anbieterbreite, eine Austauschbarkeit der alpinen Wellnessangebote bei den Hotels ab. Somit stellte sich in den vergangenen Jahren die Frage:

Wohin und wie kann sich eine Gruppe wie die Best Wellness Hotels Austria entwickeln? Wo kann eine Gruppe sinnvoll Hilfestellung zur Produktweiterentwicklung eines Hotels leisten?

Die Entwicklung eines Private Labels – die Suche nach Quellen

Um ein Produkt in eine neue Wachstumsphase zu bringen, bedarf es Innovationen. Den Auftrag, das Wellnessprodukt der Best Wellness Hotels Austria im Hinblick auf den Standortfaktor Alpen neu aufzustellen, erhielt die Gruppenführung vor etwa zwei Jahren.

Aber wo fängt man an? Die Verantwortlichen begannen mit einer Standortanalyse der Hotels und einer Recherche zur Historie der heimischen Wellnesskultur. Auf der Suche nach Erfolg versprechenden alpinen Treatments wurden mögliche Quellen historischer und moderner Herkunft mit besonderem Fokus auf die keltische Kultur, den Themenkreis Wasser und Heilquellen, Klostermedizin, Geomantie und Standortfaktoren (Höhe, Fauna, Flora) sowie laufende technische Entwicklungen untersucht.

Die Recherche förderte zum Teil uraltes Wissen zutage, welches heute kaum mehr in der westlichen Wellnesshotellerie angewandt wird. Zudem findet man in der Höhenlage ab 1000 Metern, in der die Best Wellness-Hotelbetriebe zum Großteil liegen, eine erstaunliche Kräutervielfalt.

Kombination: Kräuter, Heilwasser und Bergsalz

Die Kombination aus ganz spezifischen Kräutern – zu Hydrolaten und spagyrisch verarbeitet, alpinem Heilwasser und von Hand abgebautem Bergsalz bildet die Basis für ein Anwendungs- und Produktkonzept. Die Spagyrik ist eine Jahrhunderte alte Lehre und Anwendungsmethode, um heilende Kräuteressenzen zu gewinnen. Mittels aufwändigem Destillationsverfahren werden die ursprünglichen und reinen Wirkstoffe aus den Kräutern gelöst.

Zentral ist die basische und ausgleichende Wirkung. Die Auswahl der sehr speziellen Kräuterextrakte und auch die Anwendungsform mit Signature-Elementen geschieht individuell.

Die individuelle Gastwunscherfassung spielt eine große Rolle © Best Wellness Hotels Austria

Die individuelle Gastwunscherfassung spielt eine große Rolle © Best Wellness Hotels Austria

Klostermedizin und Traditionelle Europäische Medizin als Basis für die Signature Treatments

Die Entwicklung von passenden Signature-Treatment-Elementen war natürlich ebenso wichtig: Hier wurde Wert auf eine individuelle Gastwunscherfassung gelegt. Diese lehnt sich an die Typologien der altgriechischen Ärzte Hippokrates und Galen (Galenos von Pergamon) an, der die menschliche Physiologie und ihre Erkrankungen von Körpersäften ableitete.

Auf diesem Wissen basiert sowohl die Klostermedizin als auch die TEM (Traditionelle Europäische Medizin). Für die Handhabung in den Wellnesshotels wurde eine Typologie-Analyse entwickelt. Erste Umsetzungen zeigten, dass die Gastwunscherfassung via Gespräch, Leitfaden und Datenblatt die Verkaufszahlen positiv beeinflussten.

Als besonders hilfreich erwies sich dieses Instrument, um Zugang zu den individuellen Bedürfnissen des Gastes zu erhalten. Somit kann der Therapeut den Ablauf der Behandlungen über den gesamten Aufenthalt im Wellnesshotel einem roten Faden folgen lassen und dem Gast Sicherheit über Ziel und Nutzen geben.

„Balance Alpine 1000+“ – die Einführung einer neuen Marke

Eine eigene Marke Balance Alpine 1000+ dient der Differenzierung am Markt © Best Wellness Hotels Austria

Eine eigene Marke Balance Alpine 1000+ dient der Differenzierung am Markt © Best Wellness Hotels Austria

Nachdem die Gruppe aus individuellen und selbstständigen Unternehmen besteht, ist die Top-Down-Variante bei der Umsetzung von Innovationen unmöglich. Vielmehr muss jeder einzelne Hotelier, in vielen Fällen auch die Spa-Leitung bis hin zu den Mitarbeitern, überzeugt werden – eine „Knochenarbeit“, die aber unumgänglich ist und sich lohnt.

Denn mit der Einführung des gesamtheitlichen „Balance Alpine“-Ansatzes scheint es erstmals zu gelingen, das eine oder andere Spa-Menü in den Hotels zu entflechten und die Angebote sinnvoll zu reduzieren. Im Zuge der Nachfrage nach authentischen und regionalen Produkten im Tourismus sehen die Best Wellness Hotels die Chance zur Differenzierung am Markt.

Auch wenn jedes Hotel weiterhin neben „Balance Alpine 1000+“ internationale Kosmetikmarken im Spa-Bereich führen wird: Der wesentliche Unterschied zu anderen Top-Wellnesshotels ist für den Gast der alpine Standort der Resorts. Daher ist es uns wichtig, dass die Gäste der Best Wellness Hotels Austria diese Differenzierung als Angebot bei ihrem Aufenthalt erleben und konsumieren können. Zudem bietet das „Balance Alpine“-Projekt interessante Perspektiven zur Weiterentwicklung in anderen Bereichen wie beispielsweise beim Aktivangebot oder in der Kulinarik.

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