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Sehnsucht nach Bewegung. Von den Bedürfnissen des Gastes profitieren?

Technologie und Gesundheit verschmelzen immer mehr und provozieren neue Denkansätze mit dem Ziel, die eigene Lebensweise mithilfe von elektronischen Geräten zu optimieren. Wie kann Self-Tracking, ursprünglich ein Trend aus Amerika, für den touristischen Markt genutzt werden?

Self-Tracking: sich besser kennenlernen

Wir sitzen… im Auto, und im Büro, wir sitzen beim Mittagessen und wir sitzen vor dem Fernsehen. Wir bewegen uns zu wenig. Dies führt zu Zivilisationskrankheiten, wie Beschwerden des Gelenks- und Bewegungsapparates, zu Herz- und Kreislauf Problemen und zu Entzündungen im Körper.

Wie kann man den Bewegungswunsch der Gäste für den touristischen Markt nutzen? © Hans Herbig, Tirol Werbung

Wie kann man den Bewegungswunsch der Gäste für den touristischen Markt nutzen? © Hans Herbig, Tirol Werbung

Quantify Self ist die Bewegung, die ihren Ursprung 2007 in San Francisco findet. Die Mitglieder sind sogenannte Self-Tracker. Das sind Menschen, die mithilfe von elektronischen Geräten persönliche Werte messen, diese vergleichen und ihr Verhalten und ihre Lebensweise optimieren. Sie zählen Schritte und Kalorien, messen ihre Herzfrequenz, überwachen ihren Schlaf und setzen die gewonnenen Daten in Relation. Die daraus erfahrenen Erkenntnisse werden zur Verbesserung des gesundheitlichen und sportlichen, aber auch des gewohnheitsspezifischen Verhaltens verwendet.

Unterstützung beim Datensammeln bekommen Self Tracker von sogenannten Activity Trackern. Diese elektronischen Uhren oder Armbänder gibt es bereits von allen namhaften Herstellern wie Samsung, Fitbit, Nike, Polar und Sony. Sie haben alle mehr oder weniger die gleichen Funktionen und können mit mobilen Endgeräten verbunden werden, wo trendige Tabellen und Grafiken eine Übersicht über den erreichten Erfolg liefern.

Richtig spannend wird es, wenn man diese Geräte mit anderen digitalen Helfern verknüpft. Zum Beispiel können mit Hilfe von digitalen Körperdiagnosewaagen Gewicht, Körperfett, Körperwasser und Muskelmasse erfasst und ins System eingespeichert werden – und natürlich weltweit mit anderen verglichen werden.

Wie können wir diese Entwicklung für den touristischen Markt nutzen?

Der Tiroler Wellness Kongress 2015 beleuchtet das steigende Bedürfnis nach Gesundheit und Bewegung und zeigt Möglichkeiten auf, wie wir dieses für die touristische Angebotsentwicklung nutzen können.

Angenommen wir haben Zugriff auf die Daten unseres Gastes. Wir wissen wie aktiv er ist und welche Sportart er bevorzugt. So können wir ihn gezielt dort abholen wo er steht und bewerben ihn nicht mit gemütlichem Nordic Walking Touren, wenn er normalerweise vier Mal die Woche 10 km Laufstrecken hinter sich bringt. Wie man mit diesen Trend seine Gäste begeistern und binden kann, erläutert Tom Ulmer von „My Vitali“, Pionier im Bereich Gesundheitstracking.

Aber nicht nur unsere Gäste sind in Bewegung, auch die Unternehmen agieren in einem dynamischen Markt. Wie können wir trotz dieser Dynamik, Trends und Marktverhalten erfolgreich im Betrieb umsetzen? Das verrät uns Spa-Expertin Dagmar Rizzato in einem „bewegenden“ Vortrag.

Ex-Tennis Profi Jürgen Hager vom For Friends Hotel zeigt, wie Bewegungskonzepte Gäste begeistern und mit Leichtigkeit und Tiefgang mehr Bewegung in Körper, Geist und Seele bringen. Aber auch aktuelle Themen wie Food Wellness, Verkaufsförderung für Gesundheitsprodukte oder auch die neue Gästegruppe „Generation Y“ stehen auf der Agenda.

Jürgen Hager bringt seinen Gästen Leichtigkeit, Tiefgang und mehr Bewegung © For Friends Hotel

Jürgen Hager bringt seinen Gästen Leichtigkeit, Tiefgang und mehr Bewegung © For Friends Hotel

Abschließend möchte ich euch mitgeben:

Bewegung ist Lebensqualität, macht Spaß und hält uns fit und gesund.

Beim Tiroler Wellness Kongress am 09.06.15 trifft sich die Branche und diskutiert die wachsende Sehnsucht unserer Kunden nach Bewegung und Gesundheit. Wir laden herzlichst ein, zum Vernetzen – Kennenlernen – Austauschen!

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