BlogFachartikel, Interviews und Einblicke für Spa, Wellness und Gesundheit

Networking ist nicht Ihr Ding? Dann wird es Zeit, das bis zum SpaCamp zu ändern!

Was dem einen Spaß macht, ist für den anderen der pure Stress. Für manche Menschen werden die Pausen einer Veranstaltung, die sogenannten Kommunikationspausen, zur Qual. Heute gibt es 14 Tipps, wie Networking zum Erfolg wird.

Networking bringt Ideen, Neuigkeiten & Know-how

Bis es soweit ist, dass aus Unbekannten Bekannte werden, auf die man sich freut, weil man weiß, dass sie auf der gleichen Veranstaltung sein werden, ist es ein weiter Weg.

Networking bedeutet, die Kunst des Smalltalks zu beherrschen © IST-Studieninstitut

Networking bedeutet, die Kunst des Smalltalks zu beherrschen © IST-Studieninstitut

Speziell für jemanden, der es nicht im Blut hat, auf Leute zuzugehen, der die Kunst des Smalltalks nicht beherrscht, wird es nicht nur ein weiter, sondern auch ein steiniger Weg.

Wer nicht Networken kann, für den ergeben sich leider keine Kontakte. Dabei sind es gerade diese, die unsere heutige Zeit prägen, wie die aktuellen Nutzerzahlen belegen. Wir treffen uns nicht mehr persönlich, sondern wir skypen. Wir sitzen nicht in der Vorlesung, wir sehen uns die Aufzeichnung alleine online an. Kein Wunder also, dass das Networking, beispielsweise auf Veranstaltungen, immer schwieriger wird.

Mit Networking-Ängsten vergeben Sie jedoch unter Umständen Chancen auf berufliche Beziehungen, die Ihnen Ideen, Neuigkeiten und Know-how liefern könnten. Ein gutes Netzwerk öffnet Türen, die Ihnen bei Angst verschlossen bleiben.

Tipps und Tricks für erfolgreiches Networking

1. Seien Sie zu Beginn einer Veranstaltung vor Ort

Wenn noch nicht so viele Menschen anwesend sind, ist die Atmosphäre weniger furchteinflößend. Man findet in der Regel schnelleren Zugang und fühlt sich nicht überrannt oder muss sich an Tische drängen, an denen sich bereits Gruppen zusammengefunden haben.

2. Signalisieren Sie Gesprächsbereitschaft

Verstecken Sie sich nicht, sondern wählen Sie belebte Plätze, an denen Sie auf viele Leute treffen. Am Buffet ist häufig etwas los und das Gesprächsthema „Essen“ ist ein guter Einstieg, für den man sich nichts aus den Fingern saugen muss.

3. Lächeln und Winken

Ein freundliches „Hallo“ öffnet Türen. In anonymen Großstädten sind viele es nicht mehr gewohnt, Unbekannte zu grüßen. Viele Menschen sehen einen komisch an, wenn man sie unbekannterweise grüßt. Aber die meisten freuen sich. Auf Veranstaltungen wird es Ihnen genauso gehen.

4. Fokussieren Sie sich auf eine einzelne Person

Sich Gruppen zu nähern, die sich womöglich schon untereinander kennen, ist etwas für Profis. Überlassen Sie ihnen das Feld und suchen Sie sich lieber gezielt eine Person, die Ihnen sympathisch erscheint. Häufig ergibt sich dann das Eine oder Andere und weitere Personen stoßen dazu.

Sich auf einzelne Personen zu fokussieren, macht den Einstieg leichter © IST-Studieninstitut

Sich auf einzelne Personen zu fokussieren, macht den Einstieg leichter © IST-Studieninstitut

5. Machen Sie einen guten ersten Eindruck

Bei einem ersten Treffen streben wir danach, möglichst viele Eindrücke zu erhalten. Wir scannen eine Person und vergleichen alle Punkte mit Erfahrungen, die wir bereits gemacht haben. Die Psychologie spricht in diesem Zusammenhang von dem „Zwölf-Sekunden-Effekt“. In dieser Zeitspanne treffen wir eine Entscheidung, die den weiteren Verlauf der Begegnung qualitativ maßgeblich beeinflusst und folgern für uns, ob wir jemanden sympathisch oder unsympathisch finden. Wir werten nach folgenden Kriterien:

  • Haltung/Stand
  • Blickkontakt
  • positive Ausstrahlung (Lächeln)
  • Händedruck
  • erste Worte
  • Erscheinungsbild (Kleidung, Äußeres)
  • Bewegungsablauf (Gestik)

Das darauf folgende Gespräch ist ab sofort positiv wie negativ geprägt. Daher denken Sie über die Aspekte nach. Passen sie sich an, seien Sie nicht zu speziell.

6. Seien Sie nett, dann ist es der andere auch

Beim Small Talk geht es nicht um tiefschürfende Diskussionen zu weltbewegenden Themen. Ziel ist die Kontaktaufnahme, wobei der Sympathiefaktor zwischen zwei Gesprächspartnern gesteigert werden sollte.

Der Sympathifaktor kann durch Gespräche über Themen wie Urlaub, Essen oder die Veranstaltung erhöht werden © IST-Studieninstitut

Der Sympathifaktor kann durch Gespräche über Themen wie Urlaub, Essen oder die Veranstaltung erhöht werden © IST-Studieninstitut

Das sogenannte „Reziprozitätsprinzip“ hilft uns. Wir haben den innerlichen Wunsch nach Gleichgewicht. Haben wir etwas von jemandem geschenkt bekommen, so möchten wir etwas zurückgeben. Wenden Sie das Prinzip richtig an. Auf die Frage: „Wie geht es Dir?“ antworten Sie nicht einfach „Gut und Dir?“. Damit hätten sie zwar ein Gleichgewicht hergestellt, sie führen das Gespräch aber in eine Sackgasse.

Bauen Sie eine Brücke um den Gesprächsfluss in Gang zu halten. Erzählen Sie bspw. kurz von Ihrem letzten Urlaub oder einem spannenden Ereignis, der Anfahrt etc. Dadurch, dass Sie etwas weiter ausholen, bekundet Sie Interesse an einem Gespräch, was Sie dadurch verstärken, indem Sie über Details berichten.

Diese Informationen kann der Gesprächspartner nun nutzen, um das Gespräch fortzuführen. Noch eine wichtige Sache – In Großbritannien gibt es ungeschriebene Gesetze, die den Themen für den Small Talk einen Rahmen geben:

No politics, no religion and no sex.

Dann gehen Ihnen die Ideen aus? Das glaube ich nicht. Suchen Sie Gemeinsamkeiten und wählen Sie einfache Themen wie Urlaub, Essen, Haustiere, Freizeitaktivitäten, letzter Vortrag oder die vorherige Veranstaltung.

7. Kommen Sie vorbereitet

Wie für ein Vorstellungsgespräch sollten Sie auch für ein erstes Kennenlernen auf einer Veranstaltung vorbereitet sein. Eine gängige Frage, die auch Sie nutzen könnten, um ins Gespräch zu kommen, ist: „Was machen Sie?“ Ihre Antwort auf diese Frage sollte nicht länger als eine Minute sein. Sparen Sie sich Details und einen langen Monolog. Denken Sie im Vorfeld drüber nach, was für Außenstehende spannend sein könnte oder Fragen aufwirft, um die Fortführung des Gesprächs einzuleiten. Gelingt das nicht, hilft Ihnen nach einer kurzen Antwort: „Und Sie?“.

8. Seien Sie diplomatisch

Gemeinsamkeiten verbinden, Gegenteile ziehen sich an. Letztes gilt häufig, in der Regel aber nicht im Erstkontakt beispielsweise im beruflichen Umfeld. Daher sprechen Sie über Dinge, die Ihnen gefallen haben oder Sie beide interessieren könnte. Vermeiden Sie Dinge, die Sie entzweien könnten.

Ähnliche Grundsätze gelten für Ironie und Humor. Sie sollen nicht Ihren Humor verlieren, aber gehen sie subtil damit um, denn Sie kennen Ihren Gegenüber nicht. Wird Ihr Humor oder die eingebrachte Ironie falsch verstanden, so verläuft das Gespräch nicht mehr so, wie Sie sich das vielleicht vorstellen.

9. Seien Sie optimistisch

Sparen Sie nicht mit Anerkennung und Lob, seinen Sie optimistisch und betrachten Sie kritische Punkte vielleicht auch einmal von der anderen Seite. Nörgler mag niemand.

10. Seien Sie nicht zu zielstrebig

Sie wollen etwas verkaufen? Ihr Anliegen kann nicht so dringend sein, als dass Sie den Verkauf mit der ersten Frage einleiten. Seien Sie also nicht zu aufdringlich und direkt. Der Small Talk ist ein „Warm-up“. Das richtige Gespräch beginnt erst danach.

Sie schaffen möglicherweise über Gemeinsamkeiten (der gleiche Lieblingsverein, die gleiche Vorliebe für einen Urlaubsort) ein anderes Gesprächsklima. Zudem brechen Sie das Eis. Es gilt das Netzwerk zu pflegen und eine Zusammenarbeit entsteht zu lassen. Man braucht dafür ein wenig Geduld. Aber es lohnt sich, denn ein Produkt von vielen zeichnet sich häufig dadurch aus, dass man es lieber bei jemandem kauft, der einem sympathisch ist.

11. Räumen Sie dem Gegenüber Chancen ein

Geben Sie anderen Personen die Gelegenheit, sich darzustellen und hören Sie aktiv zu. Jeder von uns kennt wahrscheinlich das Gefühl, dass uns ein Gesprächspartner gar nicht richtig zuhört. Das ist kein schönes Gefühl oder gutes Signal. Halten Sie Blickkontakt und stimmen Sie durch ein freundliches Nicken zu.

12. Wer fragt, der führt

Auch beim Netzwerken gilt das. Der eigene Gesprächsanteil sollte unter 50 Prozent liegen.

Die Natur hat uns nur einen Mund, aber zwei Ohren gegeben, was darauf hindeutet, dass wir weniger sprechen und mehr zuhören sollten.

Zenon

Versuchen Sie, wahres Interesse zu zeigen, aber horchen Sie Ihren Gegenüber nicht aus. Nutzen Sie am besten offene Fragen. Dabei kann man sich an den „W-Fragen“ orientieren (wer, was, wann, wo und warum). Beispielsweise: „Wie fanden Sie den Vortrag?“ Diese Frageform soll dem Inhalt einen Rahmen geben und dem Antwortenden die Möglichkeit, sich zu einem Sachverhalt offen zu äußern.

13. Visitenkarten nicht vergessen

Ist einmal ein Kontakt zu Stande gekommen, sollte man diesen vertiefen und zumindest die Möglichkeit schaffen dies zu tun. Daher Visitenkarten bereithalten.

14. Nutzen Sie Xing & Co.

Bilder und Namen im Handy dienen als Gedächtnisstütze und helfen Ihnen, in Kontakt zu bleiben. Bei Kontaktanfragen, führen Sie den Grund der Kontaktaufnahme mit auf oder erinnern Sie beispielsweise an das letzte Treffen, an dem man sich kennengelernt hat.

Zu zweit ist man weniger allein

Wenn Sie trotz der Tipps noch argen Respekt haben, dann besuchen Sie Veranstaltungen am besten zu Zweit. In Anwesenheit einer weiteren Person fühlt man sich sicherer. Die Gefahr ist jedoch, dass Sie sich aneinander klammern könnten. Nehmen Sie trotz Begleitung auch Kontakt zu anderen Teilnehmern der Veranstaltung auf, nur so erweitern Sie Ihr Netzwerk. Es empfiehlt sich, dass Sie mit jemanden zur Veranstaltung kommen, dem es leichter fällt, mit anderen in Kontakt zu treten oder der einige Personen bereits kennt.

Übrigens, das SpaCamp bietet viele kleine Pausen, kurze Sessions, verschiedene Räume, unterschiedliche Themen, ein gemeinsames berufliches Umfeld, angenehme Atmosphäre, eine limitierte Teilnehmeranzahl und wenn alles nicht hilft sogar Alkohol. Wenn das keine guten Voraussetzungen zum Üben sind.

Ich bringe in diesem Jahr zum ersten Mal eine Kollegin mit, vielleicht lerne ich dann endlich mal ein paar Menschen kennen und treffe vielleicht auch Sie – oder wie beim SpaCamp üblich, Dich!