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Online Strategie: Wie kommuniziert man 2015 nachhaltig im Web?

„Nachhaltig kommunizieren“ heißt mehr, als nur gute Texte zu schreiben oder gelegentlich einen Blogartikel zu veröffentlichen. Es geht vielmehr darum, sich nicht zu kurzfristigen, digitalen Kompromisslösungen hinreißen zu lassen, sondern eine ganzheitliche Online Strategie mit langfristigen Zielen zu verfolgen. Wie kann so eine Strategie aussehen?

Online Strategie – Erfolg auf lange Sicht

Nachhaltig kommunizieren bedeutet eine ganzheitliche Online Strategie mit langfristigen Zielen zu verfolgen. Foto: Death to the Stock Photo / Lisa-Marie Leitner

Nachhaltig kommunizieren bedeutet eine ganzheitliche Online Strategie mit langfristigen Zielen zu verfolgen. Foto: Death to the Stock Photo / Lisa-Marie Leitner

Auch wenn der Ansatz „ganzheitliche Online Strategie“ einen höheren Initialaufwand mit sich bringt, macht er uns auf lange Sicht erfolgreicher und auch glücklicher. Folgende Punkte sollten daher enthalten sein:

  • Konzept
  • Programmierung
  • Design
  • User Experience & Inhalte auf der eigenen Webseite
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Social Media & Content Marketing

Nachhaltige Webseiten

Was bringt mir eine genial formulierte Firmengeschichte, wenn ein User diese auf seinem Smartphone nicht durchlesen kann? Gar nichts. Nada. Niente. Der nachhaltige Webmaster legt neben aussagekräftigen Inhalten und gutem Design, genauso viel Wert auf saubere Programmierung, Usability und User Experience. Das heißt, seine Webseite ist:

  1. Responsive und funktioniert auf Smartphones und Tablets, sowie am Desktop.
  2. Frei von Technologien, die relevante Nutzergruppen ausschließen bzw. Funktionalität einschränken (zB Flash).
  3. Performance-optimiert – also so schlau programmiert (CSS-Sprites, SVG, AJAX, etc.), dass ein Nutzer nicht das Gefühl hat, auf Inhalte warten zu müssen.
  4. Durchdacht aufgebaut. Jemand hat sich Gedanken über die Informationsarchitektur und die User Journey gemacht. Man präsentiert nicht einfach nur jene Inhalte, die man den Besuchern auf’s Aug’ drücken will, sondern jene, die er wirklich braucht und sucht. Und zwar so, dass er diese – ohne darüber nachzudenken – findet.
  5. Auch im Backend benutzerfreundlich, sodass der Content-Befüller keinen Nervenzusammenbruch bekommt, wenn er ein Bild oder einen Link austauschen muss.
  6. So programmiert, dass auch Funktionen, die in Zukunft eventuell interessant sein könnten, schon mitbedacht wurden.
Die Blumenwerkstatt Röthlin hat eine moderne, responsive Single Site im Flat Design Stil. Foto: Screenshot der Website Blumenwerkstatt Röthlin / Lisa-Marie Leitner

Die Blumenwerkstatt Röthlin hat eine moderne, responsive Single Site im Flat Design Stil. Foto: Screenshot der Website Blumenwerkstatt Röthlin / Lisa-Marie Leitner

Auf das Zusammenspiel dieser Faktoren, sowie Design & Content kommt es an. Benutzer, die sich auf einer Webseite wohl fühlen, bleiben länger, kommen wieder, geben sehr gute Bewertungen ab, erzählen ihren Freunden davon und beeinflussen die Conversion Rate positiv. Eine Webseite, die diese Kriterien erfüllt ist jene der Blumenwerkstatt Röthlin: eine moderne, responsive Single Site im Flat Design Stil.

Nachhaltige Suchmaschinenoptimierung

Erfreulicherweise sind die Tage des schwindligen Linkhandels gezählt. Google & Co gehen mit ihren Algorithmen wieder „back to the roots“ und wollen wissen: Was will/sucht unser User wirklich? Um dies eruieren zu können, ist für Suchmaschinen folgendes von Bedeutung:

  1. Relevante Inhalte: Wer Content auf seiner Webseite zu bieten hat, wer Mehrwert für die User stiftet (zB Tipps & Tricks, FAQ, Glossar, Blog, etc), der hat nachhaltige Kommunikation im WWW verstanden – und macht Google, seine User und somit auch sich selbst glücklich.
  2. Mobile Usability: Seit April 2015 berücksichtigt Google die mobile friendliness von Webseiten.
  3. OnPage Grundregeln: Sauberer Code, sinnvolle Meta Tags, interne Verlinkungen und Pagespeed sind die Grundvoraussetzung für nachhaltiges SEO.
  4. Google Guidelines: Wer sich an Googles Richtlinien hält, gewinnt.
  5. Linkbuilding: Ziel sollte sein, nachhaltig Links aufgrund des guten Contents und langfristiger Blogger Relations zu generieren.
Google reiht an 1. Stelle Unternehmen mit dem größten Mehrwert für den Suchenden. Foto: Screenshot Website SpaCamp / Lisa-Marie Leitner

Google reiht an 1. Stelle Unternehmen mit dem größten Mehrwert für den Suchenden. Foto: Screenshot Website SpaCamp / Lisa-Marie Leitner

Wenn eine Webseite diese Faktoren nicht zu bieten hat, nützt auch ein Link der Oxford University nichts. Ein langfristiges, gutes Ranking kann ich mir nicht durch teure Links erkaufen. Viel schlauer investiert ist das Geld in gute Content Manager und Web Developer, die meine Webseite in Schuss bringen. Denn Google reiht an 1. Stelle nicht das Unternehmen mit dem größten Budget, sondern jenes mit dem größten Mehrwert für den Suchenden.

Ein Beispiel, welches die oben aufgelisteten Faktoren optimal vereint, liegt auf der Hand: SpaCamp. Durch laufende, relevante Contenterstellung, technisches „am Ball bleiben“ und Einhaltung der Grundregeln darf sich diese Webseite durchaus mit dem Titel Best Practice rühmen.

Nachhaltiges Social Media & Content Marketing

Einer unserer ersten Kunden kam 3 Wochen nach Erstellen seiner Facebook-Seite zu uns und hat sich beklagt, dass er über Social Media noch immer nichts verkauft hat. In den 21 vorangegangenen Tagen hat er jeden Tag ein Produktfoto gepostet und angepriesen, wie toll das Produkt ist. Was hat er falsch gemacht? Alles!

  1. Er hat die Idee von Social Media nicht verstanden. Unternehmen sind auf Social Media keine Verkäufer oder Auf-die-eigene-Schulter-Klopfer, sondern Informanten und Entertainer (= Infotainer), Imagepfleger, Kundenservice-Anlaufstelle, Hinter-die-Kulissen-Blicker, Auf-Augenhöhe-Begegner, SEO-Supporter und Online Sales Driver.
  2. Mr. Social Media und Mrs. Content Marketing sind nicht für kurzfristige Abenteuer zu haben. Sie wollen eine relevante, ehrliche und langfristige Beziehung.
  3. Ohne Strategie, Plan und Ziele geht gar nichts.
Plattformen wie Migipedia zielen darauf ab, Traffic auf die eigene Webseite holen. Foto: Screenshot Website Migipedia / Lisa-Marie Leitner

Plattformen wie Migipedia zielen darauf ab, Traffic auf die eigene Webseite holen. Foto: Screenshot Website Migipedia / Lisa-Marie Leitner

Ein Trend, der sich seit einiger Zeit abzeichnet ist, Social Media auf die eigene Webseite zu holen. Das kann in einem ersten Schritt mit der Integration eines Blogs passieren, sich aber auch zu richtigen Plattformen wie zB Migros Migipedia entwickeln. Der Grund dafür ist leicht zu erkennen: Man will den Traffic auf die eigene Webseite holen. Social Media Kanäle werden demnach nur mehr als Verteiler von eigenen Website-Inhalten genutzt.

Vorteil: Der Kunde ist schon auf meiner Webseite und macht sich mit meiner CI, meinen weiteren Inhalten und vielleicht sogar mit meinen Produkten vertraut. Außerdem ist man unabhängig von Social Media Plattformen, auf deren Nachhaltigkeit man als Seitenbetreiber gar keinen Einfluss hat. Das Unternehmen Grüne Erde hat sich aus diversen, nachvollziehbaren Gründen aus Sozialen Netzwerken zurückgezogen.

Welche Erfahrungen hast du mit Nachhaltigkeit im WWW gemacht? Wie behältst du den Weitblick in deiner Online Kommunikation?