Spa Magazin

Wellness Konzepte für die Sinne – wohin geht die Reise? Christian Wölper von Mood Room im Interview

Sehen, Hören, Riechen, Fühlen. Wellness Konzepte, die die Sinne berühren. Individuelle Spas für zu Hause. Belichtung, Beschallung und Showelemente: Christian Wölper von Mood Room spricht im Interview über die Zukunft der Spa Ausstattung.

Lieber Christian, was sind für Dich Räume für die Sinne?

Die Firma Mood Room steht für Stimmungsräume. Der Wellness-Boom mit der Vielzahl an Schwitzkabinen und Massageritualen verändert sich. Weniger ist heute mehr! Der Gast sucht sein privates Refugium, in dem er sich wohl fühlt, sich zurückziehen kann, um zu entspannen. Diese Räumlichkeiten sind mit Einrichtungen für die Sinne des Menschen ausgestattet. Er sollte sehen, hören, riechen und fühlen können.

Gerade in den Ruhezeiten ist ein ausgewogenes Klima wichtig. Foto: Mood Room

Gerade in den Ruhezeiten ist ein ausgewogenes Klima wichtig. Foto: Mood Room

Um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, bieten wir eine Fülle an Einrichtungen. Viel davon ist technisch konzipiert, und arbeitet somit vollkommen eigenständig. Als Beispiel möchen wir das Hyatt Regency Düsseldorf anführen; Spa Managerin Claudia Sophie Korona hat uns am letzten SpaCamp um Rat gefragt: Dort gab es einen Raum, der aus architektonischer Sicht zwar ansprechend war, allerdings durch seine bauliche Gegebenheit ohne Fenster Probleme bei der Benutzung brachte. Durch folgende Maßnahmen haben wir ihn aufgewertet:

  • Durch neue Raumfarben wurde der Raum optisch beruhigt
  • Es wurden die Beleuchtungskörper (Einbaustrahler) neu ausgerichtet und mit zusätzlichen RGB Strahlern ausgestattet. Einzelne Raumteile werden auf diese Weise in Scene gesetzt
  • Die direkte Beschallung durch Lautsprecher mit der ursprünglichen Hauswellnessmusik wurde durch Schallwandler ersetzt. Somit erzielten wir eine ausgewogene Beschallung über die Raumdecke
  • Durch ein Touch Screen können die Einstellungen der Leuchten so verändert werden, dass sich die Raumdarstellung optisch je nach Anwendungs- bzw. Lichtart ändert. Unterstützt durch modernen Musikgenuss bekommen die Raumstimmungen weitere Tiefe
  • Durch ein Zeitprogramm begleiten die Licht- und Musikeinstellungen die Anwendung. Wir unterscheiden in Begrüssungs-, Anwendungs-, und Aufwachphasen. Das Stimmungsprogramm führt sozusagen die Anwendung. Das auf die Zeit „aufpassen“ entfällt somit
  • Auch Gharieni ist mit ihrer neuen Liege bei diesen Thema mit dabei, und unterstützt hier mit dem warmen Sandflächen die Sinne

Eure Innovation „Spa Cube“ macht neugierig – was kann man sich darunter vorstellen?

Spa Cube - Gäste suchen private Refugien, in die sie sich zurückziehen können. Foto: Mood Room

Spa Cube – Gäste suchen private Refugien, in die sie sich zurückziehen können. Foto: Mood Room

Unser Spa Cube wurde als Haus für die Sinne des Menschen konzipiert:

  • Er wird schlüsselfertig oder als Ausbauschale geliefert
  • Er kommt per LKW und Kran
  • Er ist flexibel und kann alles sein: Sauna, Gästehaus, Lounge, Technikstation, Float, Wannenraum oder Ergänzung für gewerbliche Einrichtungen wie beispielsweise eine kreative Erweiterung von Privathäusern oder Hotels
  • Sämtliche weiteren technischen Anforderungen lassen sich als Gesamtlösungen, Plug and Play in das Gesamtpaket integrieren
  • Ob professionelle Beleuchtung, Schwimmbad, Spa, Treatment oder Gartenteichtechnik, das System Spa Cube bietet Ergänzungspakete für Outdoor-Anlagen, sinnvolle Erweiterungen wie die Nutzung von Strahlungswärme, unsichtbare Beschallungssysteme, effektvolle Licht- und Showelemente sowie umfangreiche Wellness-Einrichtungen

In den letzten Jahren war immer wieder von Nachhaltigkeit und Authentizität die Rede. Fließen diese Begriffe auch in Eure Konzepte mit ein?

Christian Wölper, einer der beiden Gründer von Mood Room. Foto: Mood Room

Christian Wölper, einer der beiden Gründer von Mood Room. Foto: Mood Room

Der Wellnessgast hat den Anspruch, klimaneutral seine Reisen und Aufenthalte zu gestalten. Dafür ist er bereit, auch ein wenig mehr auszugeben. Jedoch müssen die Angebote dann aber auch perfekt sein.

Bei unseren technischen Einrichtungen ist nicht Stop oder Go angesagt, sondern die Anlagen sind gleitend geregelt. Das heißt, Einrichtungen fahren bei Nichtbenutzung im Stand-by-Betrieb, nur bei Benutzung wird der Vollbetrieb eingeschaltet. Auch sind die Konzepte der Einrichtung sehr individuell auf das Haus ausgerichtet. Es heißt nicht umsonst:

Wer kopiert, der verliert.

Welche Anforderungen haben Hotels und Spas an Euch und welcher Trend lässt sich erkennen?

Durch die Kurzaufenthalte einerseits und dem Erlebnisdrang der Gäste andererseits, sind multifunktionale Betriebsarten der Einrichtungen stark gewünscht. Auch einfühlsame Stimmungssteuerungen sind sehr gefragt. Die Sinne des Menschen wollen unterhalten werden.

Auch die Ruhe- und Aufenthaltsräume werden immer wichtiger. Der Hotelier spricht oftmals von „bei uns und doch zuhause“. Das Wohlfühlen soll nicht nur in den Schwitzkabinen, den Anwendungsräumen und beim Essen vorhanden sein. Gerade in den Ruhezeiten ist ein ausgewogenes Klima wichtig. Somit haben verschiedene Ruheräume mit unterschiedlichen Gestaltungen und Klimawerten durchaus ihre Berechtigung. Durch unsere multifunktionalen Raumsensoren können wir diesem Anspruch sehr gut gerecht werden.

Sehen, Hören, Riechen, Fühlen. Im Spa sind Räume für die Sinne gefragt © Mood Room

Sehen, Hören, Riechen, Fühlen. Im Spa sind Räume für die Sinne gefragt © Mood Room

Gibt es eine Neuheit, die ihr für 2015 geplant habt und kannst Du uns dazu schon ein paar Informationen verraten?

Der  Spa Cube Relaunch wird es noch einmal mehr auf den Punkt bringen. In kompakter Form sind weitere Zielgruppen im Visier. Auch unser neues Kabinensystem „Ready Spa“ ist am Start.

Für den Trend Textilwellness und einer immer warmen Kabine mit Schnellstartheizprogrammen, egal ob als Sauna, Strahlung oder Dampfbad, sind wir für den Anspruch an zukunftsweisenden Schwitzkabinen bestens ausgestattet. Auch sind Ausstattungspakete für bestehende Treatmenträume geplant. Gerade hier ist das Thema Stimmungen mehr als gewünscht. Mit unserem Partner Michelmann Architekt haben wir komplette Ausstattungspakete für diese Einrichtungen konzipiert.

Das Thema Privat Spa, bzw. die Privatsphäre, spielt hier eine große Rolle. Da die Wellnessbereiche immer kleiner werden, und ein Wellnessaufenthalt inzwischen oftmals zum Standard gehört, ist der eigene exklusive Bereich für Viele ein gewünschter Luxus. Diese Privat Spas sollten wirklich exklusiv eingerichtet werden und auch durch technische Ergänzungen begeistern.

Vielen Dank für das Interview, Christian!