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Spa Studienreise nach Vietnam, in das Land des aufsteigenden Drachen

In wenigen Jahren ist Vietnam vom weißen Fleck auf der Landkarte zum populären Reiseziel aufgestiegen. Ein wahrer Bauboom ließ in den vergangenen Jahren unzählige hochwertige Hotelanlagen entstehen. Im Juni 2015 fand die bereits 5. Spa Studienreise statt. Das Ziel: die Spa-Hot-Spots Vietnams.

Welcome Drinks und kalte Tücher. Foto: Sylvia Glückert

Welcome Drinks und kalte Tücher. Foto: Sylvia Glückert

Spas in Vietnam – ein Schmelztiegel der Kulturen

Viele Hotelketten und internationale Investoren haben ihre Erfahrungen aus anderen asiatischen Destinationen in Vietnam eingebracht und dort eine moderne Ferienlandschaft für ein sehr internationales Publikum etabliert. Auch die Spa-Industrie hat parallel dazu eine rasante Entwicklung durchlebt.

Die Traditionen, auf denen heute das vietnamesische Spa-Verständnis fußt, reichen aber zurück bis in das 10. Jahrhundert, als Vietnam zum chinesischen Reich gehörte. Auch die von Indien beeinflusste Cham- und Khmer-Kultur ist Basis des vietnamesischen Heil- und Gesundheitswissens.

Starke Parallelen sind außerdem zu Thailand festzustellen. Darüber hinaus haben die britische und die französische Kolonialzeit ihre Spuren in den Spas von Vietnam hinterlassen. Das Ergebnis ist ein Schmelztiegel der Kulturen und Traditionen, die zum Beispiel zu einer eigenen Form von TCM und zu einer Massage, ähnlich der Thai-Massage, aber mit stärkeren Tuina-Einflüssen geführt haben. Diese spannenden Besonderheiten haben mich dazu bewogen eine Spa Studienreise nach Vietnam zu organisieren, um mehr über das Land und seine Spas zu erfahren.

Von City Spas bis Beach Resorts

Banyan Tree Lang Co. Foto: Sylvia Glückert

Banyan Tree Lang Co. Foto: Sylvia Glückert

Am 6.6.2015 war es dann nach langer Planung soweit und ich reiste mit 12 Hotelinhabern, Spa Managern und anderen Spa Professionals in das Land des aufsteigenden Drachen. Unsere Exkursion führte und uns von Süd nach Nord durch die gesamte Länge des Landes und verschaffte uns so einen sehr breiten Überblick über die vielfältige Spa Szene. Von kleinen City Spas für die lokale Bevölkerung, über anspruchvolle Day Spas und Stadthotels mit Spas bis zu Beach Spa Resorts mit verschiedenster Ausrichtung konnten wir mehr als 25 verschiedene Konzepte kennenlernen.

Erste Wellness-Eindrücke in Saigon

Ankunft im L’Apothiquaire Spa. Foto: Sylvia Glückert

Ankunft im L’Apothiquaire Spa. Foto: Sylvia Glückert

Gleich zu Beginn unserer Reise erlebten wir hochprofessionelle Behandlungen im L’Apothiquaire Spa in Ho-Chi-Minh-City, die von ihrem Bewohnern immer noch liebevoll „Saigon“ genannt wird. Dieses Spa befindet sich in einem restaurierten Kolonialgebäude mit einer herrlichen Poolterrasse und blühendem Garten, mitten in Saigon. Das Konzept hat starke französische Züge, verknüpft mit lokalen Besonderheiten.

Als Spa-Gast kann man sich übrigens stilecht im chicen Oldtimer-Mobil abholen und wieder in sein Hotel bringen lassen. Auch das Spa InterContinental im Asiana Hotel überzeugte uns durch sein Design und sein freundliches Team. Überhaupt haben wir uns gleich in diese brodelnde Stadt mit ihrem verrückten Verkehr und den unzähligen Mopeds, auf denen wirklich ALLES transportiert wird, verliebt.

Da Nang – die Ferienregion am Südchinesischen Meer

Treatment-Villa at The Nam Hai. Foto: Sylvia Glückert

Treatment-Villa at The Nam Hai. Foto: Sylvia Glückert

In Da Nang, der nächsten Station unserer Exkursion, erwarteten uns an langen Sandstränden des Südchinesischen Meers atemberaubende Spa Resorts, wie das The Nam Hai. Dessen Spa Treatment Villen sind in einen See hinein gebaut und verfügen jeweils über einen eigenen Umkleide- und Sanitärbereich, einen großen Doppel-Anwendungsbereich mit Fußrital-Sofa und Wanne mit Blick auf den See. Außerdem verfügt jede Villa über einem separaten Relaxation-Pavillon, in dem die Gäste nach ihren Anwendungen ungestört nachruhen können.

Auch das 2,5 Hektar große Vie Spa im Hyat Regency Da Nang begeisterte uns durch seine Weitläufigkeit und Atmosphäre. Ein ganz besonderes Spa-Erlebnis wartete dann im Harnn Hertitage Spa im Da Nang Sun Penisula Resort auf uns. Hier taucht der Gast in eine perfekte Spa-Welt mit herrlichen Treatment Villen, speziell kreierten Spa-Ritualen und dem ersten Hamam Vietnams ein. Eine weitere Besonderheit ist die Relax-Verande jeder Anwendungs-Villa. Dort liegt man im Freien auf einem Daybed oder badet in einem Plungepool der so gebaut ist, dass man das Gefühl hat sich in einem vom vorbei fließenden Fluss aufgestauten Becken zu befinden.

Die Spa Rezeption des Harnn Spa. Foto: Sylvia Glückert

Die Spa Rezeption des Harnn Spa. Foto: Sylvia Glückert

Fusion Maia mit All Inclusive Spa

Eines der Highlights unserer Reise war das Fusion Maia Resort Da Nang. Nicht nur, dass jeder von uns seine eigene Poolvilla hatte, auch das Konzept des All Inclusive Spa fanden wir extrem interessant. Denn im Fusion Maia kann jeder Gast täglich kostenlos mindestens zwei Spa Treatments seiner Wahl genießen. Wenn Termine frei sind, können auch noch weitere Behandlungen wahrgenommen werden.

Yoga im Fusion Maia. Foto: Sylvia Glückert

Yoga im Fusion Maia. Foto: Sylvia Glückert

In über 20 Anwendungsräumen wird hier von einer Heerschar an Therapeuten täglich bis 22.00 Uhr behandelt. Ersonnen wurde dieses Konzept von Louk Lennaerts, der das Fusion Maia auch durch viele weitere Besonderheiten zu einem weltweit einzigartigen Wellness-Resort gemacht hat. Seine nächsten Pläne möchte er in Butan verwirklichen. Wir dürfen gespannt sein.

In der Hauptstadt Hanoi

Im TCM Hospital. Foto: Sylvia Glückert

Im TCM Hospital. Foto: Sylvia Glückert

Angekommen in Hanoi erkundeten wir die Medizinstrasse der Altstadt und erfuhren viel über die Wurzeln der vietnamesischen Wellness- und Gesundheitslehre. Auch ein Besuch im berühmten TCM-Krankenhaus der Stadt, das Mediziner aus der ganzen Welt ausbildet, vervollständige unser Bild der traditionellen Heilkunst Vietnams. Im Le Spa du Metropole schwelgten wir im Anschluss in kolonialem Luxus, gehört es doch wie etwa das Oriental Spa in Bangkok, oder das Raffles Spa in Singapur, zu den legendären Grand-Spas Asiens.

Bergkegel und Zuckerhüte

Kurz vor unsere Abreise machten wir noch einen Abstecher zur Hanlong Bucht. Zunächst standen einige Spa-Besichtigungen, z.B. im sehr schönen In Balance Spa mit Blick auf die Felsen der Halong Bucht an. Dann erlebten wir bei einer Fahrt durch die bizarre Inselwelt dieses unvergleichlichen UNESCO Weltnaturerbes einzigartige Ausblicke auf die wie Zuckerhüte aus dem Meer ragenden Kalksteininseln und konnten unsere Gedanken schweifen lassen, um die vielen gewonnen Eindrücke zu verarbeiten.

Goodby Vietnam – hello Thailand

Zurück in Hanoi war es dann schon Zeit, sich mit einer zweistündigen Ganzkörpermassage im sehr gepflegten Amadora Day-Spa und unserem gemeinsamen Farewell Dinner von Vietnam zu verabschieden. Diese intensiven und eindrücklichen 10 Tage wird wohl keiner der Teilnehmer so schnell vergessen. Darum wurde ich auch gleich „verpflichtet“ im kommenden Jahr wieder eine Spa Studienreise durchzuführen. Das Ziel ist erneut die Urzelle der südostasiatischen Spa-Kultur: das unvergleichliche Thailand. Ich freue mich schon sehr darauf.

Weitere Informationen zu den Spa Studienreisen