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Spa-Treatment unter der Lupe: Himalaya Taisakla Massage

Viele Spa Manager befinden sich immer wieder auf der Suche nach einer neuen Behandlungsmethode, um ihr Spa Menü zu bereichern. Beleuchten wir heute eine neue Zeremonie, die verschiedene Behandlungsmethoden mit den wertvollen Mineralien und Spurenelemente des Salzes vereint: die Himalaya Taisakla Massage.

Trendscouting: Wichtige Punkte für die Entscheidung

Himalaya Taisakla Massage: Aspekte der Stone-Thermo-Therapie, der Thaimassage sowie der Salzanwendung werden vereint. Foto: Hafner IPS, Wellness & Beauty

Himalaya Taisakla Massage: Aspekte der Stone-Thermo-Therapie, der Thaimassage sowie der Salzanwendung werden vereint. Foto: Hafner IPS, Wellness & Beauty

Immer wieder werde ich als Ausbildungsexpertin & Ritualistin auf neueste Massage-Trends im Spa angesprochen. Im Vordergrund steht hier oft die Frage, ob das neue Ritual sich von herkömmlichen differenziert und ob Geschichte, Technik und Wirkungsweisen eine Bereicherung des bestehenden Spa-Angebots sein können. Am meisten beschäftigt Entscheider bei der Auswahl neuer Behandlungsmethoden Folgendes:

  1. Baut das Konzept auf wissenschaftlich Belegbarem auf?
  2. Gibt es eine beeindruckende Story?
  3. Ist die Außenwirkung frei von Kritik und Anrüchigem?
  4. Kann die neue Massageform maßgeschneidert in das bestehende Spa-Konzept eingebunden werden?

Himalaya Taisakla Massage – „trendnew“?

Die Suche nach einer neuen Ausbildungstechnik brachte mich auf die Himalaya Taisakla Massage – eine Zeremonie, welche die Aspekte der Stone-Thermo-Therapie, der Thaimassage sowie der Salzanwendung beeindruckend vereint.

Himalaya-Ursteine enthalten wertvolle Mineralien und Spurenelemente. Foto: Hafner IPS, Wellness & Beauty

Himalaya-Ursteine enthalten wertvolle Mineralien und Spurenelemente. Foto: Hafner IPS, Wellness & Beauty

Im Vordergrund steht dabei der Einsatz unraffinierter, beschliffener Steinsalzschmeichler, welche, ähnlich den Hot-Stoneprinzipien, als „Hot-Spots“ und als Massagesteine eingesetzt werden. Die angewandten Grifftechniken sind mit der Thaimassage vergleichbar: Effleuragen und Pressuren entlang der Meridianbahnen – hier mittels Salzsteinen – sowie ergänzende klassische Grifftechniken. Ein spezielles Aktivierungsöl soll in der Anwendung zudem als eine Art Katalysator die wertvollen Mineralien und Spurenelemente der Himalaya-Ursteine nutzen, um sie gleichzeitig der Haut pflegend zuzuführen.

Während die sanften Steinsalzeffleuragen gezielt den Lymphstoffwechsel stimulieren, dienen die Pressuren der Aktivierung des Muskelstoffwechsels und somit der Regeneration der Muskulatur. Die Harmonisierung des Energieflusses erfolgt über die energetische Arbeit an den Meridianbahnen. Diese Technik überzeugt  mit erlebbarer und erklärbarer Wirkung und als überwiegend wissenschaftlich fundierte Behandlungsmethode, die sich als besondere Massageform im Spa positionieren darf.

Dennoch: kritische Stimmen fragen bezüglich des Himalaya-Salz-Kultes, ob Herkunft und Story rund um das „weiße Gold“ selbst so rein sind wie das Salz. Sehen wir uns an, woher es stammt und wie es abgebaut wird.

Himalaya – Dem Himmel so nah

Der Himalaya gilt als mächtigstes Hochgebirgssystem dieser Welt. Mit seinem höchsten Berg – dem Mount Everest – ist er auf fast 9000 m ü. NHN dem Himmel mystisch nahe. Im Sanskrit bedeutet Himalaya deshalb so viel wie Wohnsitz des Schnees und der Götter; er ist aber auch Heimat verschiedenster Kulturen, Traditionen und Heilkünste Asiens und für viele das sakrale Land der Sehnsucht.

Fair-Trade Handel in Pakistan

Kontrollierter Salzabbau in Pakistan: ohne Sprengstoff und Kinderarbeit. Foto: Hafner IPS, Wellness & Beauty

Kontrollierter Salzabbau in Pakistan: ohne Sprengstoff und Kinderarbeit. Foto: Hafner IPS, Wellness & Beauty

Pakistan hält eine Vielfalt an wertvollen Ressourcen bereit. Einzigartig sind vor allem die größten Salzkristallvorkommen vor Jahrmillionen durch klimatische Veränderungen und die daraus resultierende Austrocknung der Urmeere entstanden. Dieses Ur-Salz wird südlich des Himalayas im Salzminengebiet Lahore bergmännisch abgebaut und weltweit exportiert. Der hierfür führende Handelsname „Himalayasalz“ geriet in die Kritik, da er mit der geographischen Herkunft des Salzes nicht unmittelbar zu tun hat. Geologisch betrachtet ist das Salzabbaugebiet allerdings eindeutig dem Himalayagebirge zuzuordnen.

Unabhängig von den Herkunftskriterien steht eines fest: bei dem besagtem Salz handelt es sich um ein von modernen Umwelteinflüssen verschont gebliebenes unbehandeltes, sehr hochwertiges Ursalz, dessen Abbau unter menschen- und naturwürdigen Prinzipien vollzogen wird. Um den für Pakistan wichtigen weltweiten Export auf ein humanes Fundament zu setzen, hat Fair Trade Pakistan in der sogenannten Salt Range ein Projekt initiiert, das derzeit bereits 40 Familien ihr Auskommen mit sinnvoller und menschenwürdiger Arbeit sichert. Besonders hervorzuheben ist hier, dass der Salzabbau kontrolliert, ohne Sprengstoff und Kinderarbeit, nach Zertifikatsrichtlinien stattfindet.

Wer sich für eine Himalaya Taisakla Massage entscheidet, unterstützt unmittelbar den fairen Umgang mit Natur und Mensch – ein nicht zu unterschätzender Aspekt, der den Nutzen der Massage unterstreicht.

Das weiße Gold – Salz auf unserer Haut

Original Himalayasalz gilt als das reinste und ursprünglichste Salz der Welt. Seiner tiefen „Lagerung“ wegen geriet es nie in Kontakt mit neuzeitlichen Verschmutzungen.

Die Farbschattierung der aus 400 bis 600 Meter tiefen Schichten abgebauten Salzblöcke variiert von kristallklar bis rosarot, rötliche Einschüsse stammen dabei vom urzeitlichen Eisenoxidanteil und stellen das Hauptmerkmal des Originalsalzes dar. Das naturbelassene Steinsalz besteht zu 97% aus Natriumchlorid und enthält neben den Eisenoxiden auch ein breites Spektrum Mineralstoffe und Spurenelemente: Magnesium, Calcium, Kalium, Natrium, Phosphor, Jod und Zink, welche mit der äußerlichen Anwendung eine Remineralisierung der Haut und somit eine Verbesserung des Hautbildes bewirken.

Einsatzmöglichkeiten im Spa

Die neuartige Behandlungsform mit original Himalaysalzsteinen aus fairem Handel kann wichtigen Entscheiderkriterien standhalten. Sowohl die Herkunft der Steine als auch ihr fairer Abbau sowie die begleitenden fundierten Massagetechniken bieten kreativen Raum, die Behandlung in Spa-Einrichtungen zu lancieren. Die vielfältigen Möglichkeiten von Salzanwendungen erlauben den maßgeschneiderten Einsatz der Massage je nach Spa-Ausrichtung.

Authentizität durch themenorientiertes Branding wie Salzgrotten oder Salzliegen. Foto: Hafner IPS, Wellness & Beauty

Authentizität durch themenorientiertes Branding wie Salzgrotten oder Salzliegen. Foto: Hafner IPS, Wellness & Beauty

Das Massageritual kann losgelöst als Einzelanwendung oder Package gebucht werden und lässt sich in die verschiedensten Spa-Themen integrieren. Vorbereitende Anwendungen wie ein Ursalzpeeling, angereichert mit z. B. Algen, Schlämmen oder Kräutern der Region, verleihen eine hauseigene Note und stärken das Spa-Konzept in seiner jeweiligen Ausrichtung. Nachbereitende Anwendungen – wie Körperpackungen – stabilisieren ergänzend die Aufnahme der bereits zugeführten Mineralstoffe und Spurenelemente und schenken zudem pflegende Nachruhe.

Begleitende Gesten – ein warmes Salzkissen, ein wohlschmeckender Himalayatee oder ein kleiner Salzschmeichler als Gastgeschenk – vollenden die Himalaya-Treatment-Performance stilgerecht. Schließlich bieten für ein themenorientiertes Branding zusätzliche Ausstattungs- und Equipment-Tools wie Salzgrotten oder Salzliegen die authentische Perfektion.