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Wie erfolgreich ist meine Webseite? Wie gut performen meine Spa-Inhalte?

Webseiten gibt es nun schon seit über 20 Jahren. Sie haben sich im Laufe der Zeit – glücklicherweise – sehr verändert: visuell und funktionell. Die Möglichkeiten der digitalen Präsentation eines Unternehmens ändern sich beinahe täglich. Was gleich bleibt, ist die Motivation hinter einer Corporate Webseite, nämlich die Steigerung des Bekanntheitsgrades und, in weiterer Folge, der positive Einfluss auf die Umsatzzahlen.

Der enorme Vorteil der digitalen Kommunikation ist die Messbarkeit des Erfolges. Google Analytics und Co machen es uns einfach, die Spuren, die unsere User hinterlassen, zu sammeln.

Es liegt an uns, diese richtig zu lesen und Konsequenzen daraus zu ziehen. Um dies zu tun, teile ich das große Thema „Erfolg meiner Webseite“ in 4 leicht verdauliche Häppchen:

  1. Technischer Erfolg
  2. Zielgruppen Erfolg
  3. User Experience Erfolg
  4. SEO Ranking

1. Technischer Erfolg

Beginnen möchte ich mit dem technischen Erfolg einer Webseite. Auf den ersten Blick ist dieser schwer zu erkennen. Eine Webseite kann genial designt und trotzdem grauenhaft programmiert worden sein. Wie kann ich das als Nicht-Programmierer feststellen? Mit Analysetools. Zum Beispiel:

In diesen Tests wird überprüft, wie sauber der Programmierer gearbeitet hat und wie viel Wert er auf Qualität gelegt hat. 3 Punkte möchte ich im Zusammenhang dazu erwähnen:

  1. Responsiveness: Im Jahr 2015 muss eine Webseite responsive (angepasst an verschiedene Screengrößen – Desktops, Tablets & Smartphones) sein
  2. Performance: Die Relevanz ist spätestens seit der Bekanntgabe, dass Amazon bei einem Performanceverlust von 1 Sekunde Umsatzeinbußen von 1,6 Mrd USD pro Jahr verkraften muss, außer Frage.
  3. Standardkonformität: Das W3C Konsortium veröffentlicht laufend die neuesten Programmier-Standards, an die sich ein Web Programmierer halten muss. So kann eine Webseite in vielerlei Hinsicht besser performen (zB SEO).

Was soll ich als Seitenbetreiber jetzt tun?

Am besten die eigenen Webseite einfach mal durch die erwähnten Analyse-Tools jagen und die Ergebnisse mit dem Programmierer bzw. der Agentur besprechen.

2. Zielgruppen Erfolg

Jeder der bis hierher liest, hat sich bestimmt schon einmal Gedanken gemacht, welche User sich auf der eigenen Webseite aufhalten. Mit Web Analyse Tools, wie zum Beispiel Google Analytics oder Social Media Monitoring Tools, wie Swat.io kann die Zielgruppe genau analysiert werden. Wie stoßen die User auf meine Webseite? Von welchen Seiten kommen sie? Wie lange bleiben sie? Welche Unterseiten werden besucht? Wird eine Conversion (Kauf, Buchung, Newsletter-Anmeldung) abgeschlossen? An welchem Punkt springt ein potentieller Käufer ab?

Neben der regelmäßigen Kontrolle der Datenflut, ist eine weitere Herausforderung das Kennen der richtigen Zielgruppe bzw. die tatsächliche Rücksichtnahme auf diese. Als Digital Agentur stoßen wir oft auf Marketing Manager und Geschäftsführer, die Webseiten für sich selbst designen (lassen) anstatt für ihre Zielgruppe. Um dieses Verhalten einzudämmen, hilft die Erstellung von Personas.

Was soll ich als Seitenbetreiber jetzt tun?

Aus den gewonnenen Daten einfach 2-3 fiktive Personen erstellen, ihnen einen Namen und ein Foto geben, auf Papier ausdrucken und im Büro aufhängen. Wenn eine Online-Kampagne geplant wird, in die 2-3 Personas hineinversetzen.

3. User Experience Erfolg

Wie der Name schon verrät, beurteilen wir in diesem Punkt die Nutzererfahrung, das Erlebnis auf der Webseite. Die große Frage, die damit beantwortet werden soll ist: Findet sich ein User auf meiner Webseite zurecht? Aber auch: Macht der Nutzer das, was ich will, dass er tut? Wenn nein, warum nicht?

User Experience ist kein Internetphänomen. Mit den Fragen der Nutzerfreundlichkeit beschäftigen wir uns auch in der offline Welt, wie folgendes Beispiel links demonstriert. Schöne weitere Beispiele gibt es auf Buzzfeed.

Was soll ich als Seitenbetreiber jetzt tun?

Usability Tests durchführen. Die einfachste Variante ist es, einem User eine Aufgabe zu geben und ihm dabei zu zusehen, zB: Öffne die Webseite XYZ und buche ein Wellness-Wochenende von 8.1. bis 10.1.2016. Dies kann man natürlich messbarer machen, von Shout-out-loud-Tests, über Screencasts, A/B-Testing bis hin zum Eye-Tracking.

4. SEO Ranking

Alle vorher genannten Faktoren haben einen Einfluss auf das Suchmaschinen-Ranking, und sind in der SEO-Welt als OnPage-Faktoren bekannt. Da es Google’s erklärtes Ziel ist, das relevanteste Ergebnis an Platz 1 zu ranken, ist es nicht verwunderlich, dass User Experience und Performance einer Webseite in den Algorithmus einbezogen werden. Welche weitere SEO-Ranking-Faktoren ein Webseitenbetreiber kennen sollte, habe ich in meinem Blogartikel 10 SEO-Tipps für eine nachhaltige Webseite zusammengefasst.

Abschließend bleibt mir nur noch ein Tipp:

Überprüft eure Webseite mit allen Tools, besprecht die Ergebnisse mit den verantwortlichen Mitarbeitern oder Agenturen, ABER: nicht schimpfen!

Die Ergebnisse können nur so gut sein, wie die Ressourcen, die dafür aufgewendet werden dürfen und die Wertschätzung, die ihr den Verantwortlichen entgegen bringt. In diesem Sinne: Fröhliches Analysieren!