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Auf Dein Inneres hören: Ayurveda als Sprungbrett für Dein Leben

Im Ayurveda gibt es ein manchmal übersehenes Potential, ein zusätzliches Geschenk. Dies genau bewegte mich zum heutigen Blog: Wie können wir eine Kur, deren vielfältige körperlichen Segnungen, sowie die deutliche Regeneration unseres Nervensystems, die mit dieser intensiven Reinigung und Kräftigung einhergehen, als Sprungbrett zu den nächsten Schritten im Leben nutzen? Wie hilft uns Ayurveda die Lebensthemen, die uns am Herzen liegen und sich schwer anfühlen, zu erlösen?

Der tiefe Nutzen des Ayurveda

Die bekannten Benefits von Ayurveda sind die körperliche und nervliche Reinigung sowie Kräftigung. Wir erfahren aufmerksame Berührung durch die täglichen Behandlungen, die Dosha-Beratungen des Ayurveda-Arztes, frische, auf uns abgestimmte Kräutermedizin (im Prinzip Power Food) und eine heilende, die Entgiftung unterstützende Ernährung.

Dosha Food. Foto: ShaktiVilla

Dosha Food. Foto: Shakti Villa

Auf den ersten Blick wird dabei also unser physisches, materielles Leben im Körper angesprochen. Doch durch die Entspannung, das Wohlgefühl und die Reinigung brechen oft auch die inneren Barrieren, mit denen wir unsere ungeliebten Emotionen, unerwiderte Liebe, unerfüllte Sehnsüchte, traumatische Ereignisse unter dem Deckel hielten. Hierin besteht die Chance für eine nachhaltige Lebensentwicklung, die wir hervorragend im Rahmen einer Ayurveda-Kur nutzen können. In den Urschriften des Ayurveda ist der innere, spirituelle Prozeß Grundbestandteil. Hierüber hat David Batra in seinen Blogbeiträgen schon ganz hervorragend geschrieben. Mich interessiert nun: Wie sieht es damit HEUTE praktisch aus?

Leben in zwei Realitäten

Um Ayurveda als Welle unserer Transformation aus eigener Initiative nutzen zu können, hier ein kleiner Exkurs:

Physische und spirituelle Realität. Foto: Frank Weckesser

Physische und spirituelle Realität. Foto: Frank Weckesser

Diese Grafik zeigt Dir, wie du im Prinzip „zwei Leben“ lebst. In der Regel sind wir uns der physischen Realität sehr bewusst. Die Mehrheit der Menschheit lebt weitgehend im Bewusstsein dieser physischen Realität. Daran ist nichts falsch.

Doch in unserem Inneren befindet sich, oft überdeckt oder nicht beachtet, die spirituelle Welt. Tatsächlich lebt dort der Mensch, der wir eigentlich sein wollen: Dies ist übrigens nicht meine „Meinung“ – es ist eine Realität, die du ganz tief in jeder Religion, in jeder spirituellen Kultur, tausendfach berichtet von Schamanen und Weisen aus aller Welt seit Jahrtausenden finden kannst – neuerdings auch in der Quantenphysik. Dass wir uns dort, nennen wir es die „Welt unserer Seele“, nicht so gut auskennen wie in der „Welt der Materie“, liegt oft darin begründet, weil wir eventuell Angst davor haben oder sie sogar als Humbug ablehnen. Doch der Rückweg hat begonnen – warum sonst blühen die Spa-„Industrie“ und der Lebenshilfe-Markt als milliardenschwere Zufluchtswege nach Innen?

Der liebende, gebende, vergebende, großzügige, urteilsfreie, wundervolle und weise Mensch, der wir ganz tief sein wollen, lebt also in unserer inneren, spirituellen Welt. Wir entscheiden bewusst oder unbewusst, auf welche Weise wir die Realität wahrnehmen wollen. Letztlich sind die beiden Welten nicht getrennt. Es gibt nur eine einzige, alles verbindende Kraft: Die Liebe. Ja, ich weiß: das am meisten missbrauchte, missverstandene Wort der Welt – aber auch das Wichtigste. Es steht für unsere Fähigkeit, bedingungsfrei zu Sein, der/die zu sein, der/die Du wirklich bist. Deinen tiefen Lebensweg aus Dir selbst heraus zu gehen, nicht aus dem egoistischen „me, my myself and I“ heraus. Sondern aus der inneren Anbindung an reine Lebensweisheit, an eine universelle, verbindende Kraft.

Maha Gedara Ayurveda Spa. Foto: Maha Gedara

Maha Gedara Ayurveda Spa. Foto: Maha Gedara

Das Gute daran ist: Wir müssen uns im Außen um nichts Bemühen, um zu der in uns liegenden Welt zu finden. Es ist das, womit wir geboren wurden. Es ist unser Geburtsgeschenk. Es geht einfach darum, zu fühlen, Impulse zu erlauben, Stille zuzulassen und zu lauschen.

Was Du beim Ayurveda für Dich tun kannst:

Eine gute Kur, die ca 2, besser 3 Wochen dauert, öffnet unser System und somit die Verbindungstür zwischen den beiden vermeintlich getrennten Welten. Leider werden wir in den Ayurveda-Hotels und -Zentren über diese Möglichkeiten nicht immer informiert. Manchmal fehlen begleitende Angebote in diese Richtung.

Jetzt der Tipp: Wenn Du eine Kur machst, sei bereit, nach Innen zu gehen. Schreibe Dir deine Einsichten von der Seele. Male, meditiere, lass Dich fallen, erlaube auch die unangenehmen, angstvollen Gefühle. Das funktioniert besser, wenn Du die Zeit „entdigitalisiert“ und ohne Ablenkung erlebst.

Smartphone = No; TV = No; Computer = No

Das Shirodhara, der Stirnguß während der Kur, ist z.B. ein Königsweg zu Deiner Essenz, zu dem was Du wirklich suchst und schon längst in Dir trägst. Nach dem Shirodhara ist also Ruhe wichtig. Höre Deinem Inneren zu: Ein Erkenntnisweg. Erlaube Dir, frei aufzuschreiben, was Dein Inneres zu Dir spricht.

In dieser bewussten Verinnerlichung während dem Ayurveda liegt ein riesiges Zukunftspotential für das „Future Ayurveda“. Bisher wird regelmässig begleitendes Coaching nur ganz selten angeboten, um die inneren Prozesse zu verarbeiten und als Sprungbretter zu nutzen. Vielleicht inspirieren Dich diese Worte dazu, neu an das Thema Ayurveda heranzugehen und diese Jahrtausende alte Kultur zu nutzen, um nachhaltige Entwicklung und Hinwendung zu Deinem wahren Selbst, Deinem Seelenweg zu nutzen.

Und wahrscheinlich hast Du es schon bemerkt: Dieser innere Weg zu Deiner angeborenen Power und Glücksquelle lässt sich auf verschiedene Weisen öffnen. Ayurveda ist eine von vielen Möglichkeiten, Dein System für diesen Prozeß der tiefen Selbst-Regeneration und Weiterentwicklung zu nutzen.

Nur Mut und wie hat mein Meditations-Lehrer immer gesagt:

Don‘ t take anything serious, allow the flow and just go there!