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Warum regelmäßige Preiserhöhungen im Spa oder Kosmetikinstitut sein müssen

Nahezu jedes Jahr steigen die Preise für Strom, Wasser, Gebühren, kosmetische Produkte, Löhne und Mieten. Sollte mal der eine oder andere Lieferant die Preise halten oder gar senken, dann erhöht sie bestimmt ein anderer umso mehr. Die Folge: Wenn die Umsätze nicht entsprechend gesteigert werden, wird weniger Gewinn erwirtschaftet. Dennoch tun sich gerade Beauty-Dienstleister mit Preiserhöhungen im Spa oder Kosmetikinstitut schwer.

Kostenbewusstsein sorgt für Aha-Effekte

Gerade Beauty-Dienstleister tun sich mit Preiserhöhungen im Spa oder Kosmetikinstitut schwer. Foto: fotolia, DDRockstar

Gerade Beauty-Dienstleister tun sich mit Preiserhöhungen im Spa oder Kosmetikinstitut schwer. Foto: fotolia, DDRockstar

Traurigerweise wissen Mitarbeiter häufig gar nicht, was tatsächlich unter dem Strich für die Inhaber übrig bleibt. Doch wie wollen Sie Kostenbewusstsein schaffen und Interesse an Zusatzverkäufen wecken und halten, wenn womöglich manch einer Ihrer Mitarbeiter denkt, dass von 50 Euro sowieso die Hälfte für Sie übrig bleibt? Ein grober Einblick in die Kalkulation kann bei einer Mitarbeiterbesprechung für einen großen Aha-Effekt sorgen.

Wenn es darum geht, Preise nach oben zu korrigieren, kreisen bei vielen negative Gedanken wie „Meine Kunden haben doch kein Geld – die laufen mir sonst davon!“ oder „Wie soll ich denn bloß die Preise durchsetzen?!“ Aber was nutzt es: Sie sind Unternehmer bzw. Unternehmerin und können nur das ausgeben, was Sie einnehmen. Und da Sie auch ein unternehmerisches Risiko tragen, sollten Sie durchaus mehr Geld verdienen, als so manche angestellte Mitarbeiter in dieser Branche. Leider haben sich einige Inhaber an niedrige Gewinne gewöhnt und sich die Situation schöngeredet, statt konsequent zu handeln.

Kleine, kontinuierliche Schritte – dafür jährlich!

Gewöhnen Sie sich daher an, regelmäßig, also jährlich, die Preise ein klein wenig zu erhöhen. Halten Sie notwendige Preisanpassungen bitte nicht über Jahre zurück, denn dann haben Sie plötzlich aus der Not heraus sehr hohe Preissprünge, die Ihre Kundschaft wahrscheinlich mit Recht verärgern. Geschickt macht es auch die Tabakindustrie bzw. der Staat mit den jeweiligen Steuern: Statt die Schachtel von heute auf morgen auf 10 Euro zu verteuern, erfolgen die Anpassungen in kleinen kontinuierlichen Schritten. Dann ist der finanzielle Schmerz für die Mehrheit der Raucher nicht so groß und man bleibt der Zigarette treu.

Nehmen Sie die Preiskorrekturen nicht unbedingt zu Beginn eines Jahres vor, denn gerade dann flattern bei vielen Endverbrauchern die Rechnungen zu Hause ein – und sie sind für Preisveränderungen etwas sensibler. Schauen Sie mal in Ihre Unterlagen, wann Sie „Saison“ haben, vielleicht vor Weihnachten oder vor Ostern, und bevor diese intensivere Zeit beginnt, vermerken Sie sofort in Ihrem Terminbuch: „Preise erhöhen!“ Und diese Notiz machen Sie sich bitte gleich für die nächsten Jahre, sodass Sie beispielsweise immer zum 01.11. eines Jahres die Preise anpassen.

Nach den Preiserhöhungen: Seien Sie charmant-selbstbewusst

Besprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern, wie auf eventuelle Rückfragen seitens der Kunden auf die neuen Preise reagiert werden könnte, denn es wäre höchst unprofessionell und nicht wertschätzend, wenn Sie einfach neue Preise verkünden, dann aber letztendlich jeden Mitarbeiter seinem Schicksal selbst überlassen. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise, auf die Frage „Oh, seid ihr teurer geworden?“ charmant mit „Ja, alles wird teurer – wir daher auch.“ zu reagieren.

Vergessen Sie nicht: Sie täten keinem Ihrer Kunden einen Gefallen damit, wenn Sie Ihr Spa oder Kosmetikinstitut mangels Gewinn aufgeben müssten. Viele Kunden sind gerne bereit, etwas mehr zu bezahlen, denn schließlich wird alles teurer. Warum dann nicht auch Sie?