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Feel good! Wie kann Spa Architektur MitarbeiterInnen in der täglichen Arbeit unterstützen?

MitarbeiterInnen des Spabereichs verbringen den größten Teil ihrer täglichen Arbeitszeit in einer auf Erholung und Entspannung ausgelegten Atmosphäre. Ihr Auftreten, Einfühlungsvermögen sowie fachliche Kompetenz tragen neben Ambiente, Ausstattung und Spa-Angebot wesentlich für den Gast zur Wahrnehmung eines gelungenen Aufenthaltes bei. MitarbeiterInnen sind somit wesentlich für den Erfolg im Hotel mitverantwortlich. Um diese auch optimal an ihrem Arbeitsplatz zu unterstützen, kommt der Planung eines Spabereichs und der architektonischen Ausführung besondere Bedeutung zu.

Spa Architektur und Design müssen ein Wohlfühlambiente erzeugen

Ein Wellness- und Spabereich muss eindeutig das Gesamtkonzept des Betriebes weitertragen und ausdrücken. Hierbei spielen Inszenierungsfaktoren wie die Raumsituation, Grundriss, Accessoires, Materialzusammenstellung, Geruch, Akustik und Farben eine entscheidende Rolle. Die Verwendung verschiedener, hochwertiger, natürlicher regionaler Materialen verweist auf die Identifikation mit der Region sowie auf ein hohes Qualitäts- und Nachhaltigkeitsbewusstsein.

Einfach nur ein perfekter Ausblick! Foto: Hotel Gotthard

Einfach nur ein perfekter Ausblick! Foto: Hotel Gotthard

Farben können so eingesetzt werden, dass sie beruhigen, animieren oder den Raum ausfüllen. Mit den passenden Gestaltungsprinzipien, wie das Zerlegen großer Flächen in viele kleine, farbig differenzierte Einzelflächen durch z. B. Mosaikfliesen, lässt sich eine große Wirkung erzielen. Im Wellness-Bereich sollte immer eine anwendungsgerechte Farbwahl, wie z. B. maritime Nuancen bei der Thalasso-Anwendung, getroffen werden, um sich MitarbeiterInnen und Gast anzupassen.

Bei der Erweiterung bzw. beim Umbau des Wellness- und Schwimmbadbereiches des 4 Sterne Hotels Gotthard-Zeit in Obergurgl wurden vorhandener Bestand und Neubau mittels einer offenen, freundlichen und hellen Architektur bei optimaler Platzausnutzung verbunden. Das Angebot konnte u. a. mit einem eigenen Textilsaunabereich, der sonnenseitig ausgerichtet nun einen Blick auf Piste und Dorfzentrum bot, erweitert werden. Die Neupositionierung der Massageräumlichkeiten, Beautyräume und des Fitnessraums ermöglichte erstmals die, für die Mitarbeiter besonders wichtige, Einbeziehung von Tageslicht, die bis zur Neuausrichtung nur bei künstlichem Licht gearbeitet hatten.

Spa Architektur ist auch Arbeitsplatzgestaltung

Alle täglichen Behandlungsabläufe sollten bereits in der Planungsphase simuliert werden. Hierbei kommt den MitarbeiterInnen bei der Gestaltung ihrer zukünftigen Arbeitsplätze entscheidende Bedeutung zu. Auswahl der Behandlungen und Kosmetiklinien sowie des medizinischen bzw. Treatmentkonzeptes spiegeln sich in Größe, Anordnung, Ausstattung und Einrichtung der einzelnen Wellnessflächen und Räumlichkeiten wie Massage- und Beauty-Räume oder des Spa-Shops wider. Belegungs- und Ruhezeiten für die MitarbeiterInnen, Wareneingang, Inventurmöglichkeiten etc. gehören sorgfältig geplant.

Farbe, Lichtkonzept und das dunkle Holz sorgen für eine angenehme Stimmung. Foto: Hotel Stefan

Farbe, Lichtkonzept und das dunkle Holz sorgen für eine angenehme Stimmung. Foto: Hotel Stefan

Im Zuge der Neugestaltung des Hotels Stefan in Sölden bestand der Grundgedanke in der raschen Erreichbarkeit aller Bereiche, u. a. auch des Nacktbereiches, für die Mitarbeiter. Während diese so einfach den Überblick über alle Bedürfnisse und Abläufe erhalten, erzeugt das Konzept eine Wohlfühlatmosphäre beim Gast.

Materialwahl und das Spiel mit Licht

Die Materialwahl fiel auf ein dunkles Holz, um den Gesamteindruck des Hotels auch im Wellnessbereich widerzuspiegeln. Mit der Integration von Lichtschlitzen entstand ein helles und freundliches Ambiente. Zusätzlich wurde ein eigener Lichthof errichtet, um die Anlage sowie den Arbeitsbereich mit natürlichem Licht zu erhellen. Die Kombination aus der gewählten Farbe – Rot war hier tonangebend – und dem Lichtkonzept mit vielen Glasausschnitten erzeugte für Mitarbeiter und Gäste eine angenehme Stimmung.

Auch die Mitarbeiter fühlen sich wohler, ihre Freizeit in einem schönen Spa zu verbringen. Foto: Hotel Gotthard

Auch die Mitarbeiter fühlen sich wohler, ihre Freizeit in einem schönen Spa zu verbringen. Foto: Hotel Gotthard

Generell gilt, dass der Spa-Bereich vom restlichen Hotelteam nicht als isoliert wahrgenommen werden darf. Dessen Nutzung in der eigenen Freizeit und die Weitergabe der Informationen und Anregungen an die Hotelgäste schaffen erst ein funktionierendes Gesamtkonzept.