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Neuigkeiten von der SPAworld Fleesensee. Corporate Spa Managerin Maren Brandt im Interview

Seit August 2016 ist Maren Brandt Corporate Spa Managerin für die Fleesensee SPAworld. Heute spricht sie über die Unterschiede der 3 Spas, wichtige Kennzahlen bei der Wirtschaftlichkeit im Spa, ihre persönlichen Lieblingsmarken sowie aktuelle Projekte.

Maren Brandt betreut insgesamt 3 Spas im Rahmen der SPAworld Fleesensee. Foto: Maren Brandt/VanNille Photography

Maren Brandt betreut insgesamt 3 Spas im Rahmen der SPAworld Fleesensee. Foto: Maren Brandt/VanNille Photography

In deiner Laufbahn hast du schon viele Stationen in verschiedenen Top Hotels gemacht. Vom Grand Hotel Heiligendamm an der Ostsee bis zum Hotel & Spa Iadera in Kroatien. Wie oder wo unterscheidet sich die Mentalität von der Ostsee zur Adria?

In Bezug auf die Mitarbeiter kaum. Sicher gibt es „typische kroatische“ Eigenschaften und „typisch deutsche“ Eigenschaften, aber im Endeffekt hatte ich überall ein Team mit sehr unterschiedlichen Charakteren, egal welcher Nationalität. Auch in Kroatien hatte ich deutsche Mitarbeiter. Wichtig ist in jedem Fall, den anderen zu respektieren und entsprechend miteinander umzugehen.

Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen. Damit zu arbeiten und umgehen zu lernen, macht einfach Spaß. Wenn ich es schaffe, die Mitarbeiter zu motivieren, sie weiter voran zu bringen, ihr Vertrauen zu gewinnen und gemeinsam den jeweiligen Spa-Bereich voran zu bringen, ist es das Beste, was ich mit einem Team erreichen kann.

Aktuell betreust du insgesamt 3 Spas im Rahmen der SPAworld Fleesensee, wo genau gibt es hier Unterschiede bei den Konzepten?

SPAWorld bietet auch eine große Fitnesswelt. Foto: SPAWorld

SPAWorld bietet auch eine große Fitnesswelt. Foto: SPAWorld

Der Anwendungsbereich im Asia SPA des Robinson Club ist auf die Zielgruppe abgestimmt. Das heißt, die Mitarbeiter müssen hier etwas lockerer sein, es wird sich „geduzt“ und dennoch haben die Anwendungen den gleichen qualifizierten Standard wie im SCHLOSS oder in der SPAworld. Die SPAworld bietet Anwendungen aus aller Welt an, wie der Name es schon verrät – das Angebot ist vielseitiger aufgestellt als das im Robinson Club. Wir haben in der SPAworld auch eine große Bade-, Sauna- sowie Fitnesswelt, die wir betreiben.

Das SCHLOSS Spa wurde jetzt gerade komplett umgebaut, es hat eher einen Lounge-Charakter, so dass sich der Gast wie zu Hause fühlen soll. Es gibt einen 25m Außenpool, eine Sauerstoff-Sauna, die nur für uns konzipiert wurde, Fairway-Anwendungen für unsere Golfer, BEWEI-Anwendungen. Mit Frau Dr. Bodo komplettieren wir unser Angebot mit Coolsculpting by Zeltic sowie Botox und Hyaluron-Unterspritzungen. „Endlich Ich“ ist hier unser Motto, einfach bei sich ankommen.

Das SCHLOSS Spa wird gerade umgebaut und bekommt einen Lounge-Charakter. Foto: SCHLOSS Fleesensee

Das SCHLOSS Spa wird gerade umgebaut und bekommt einen Lounge-Charakter. Foto: SCHLOSS Fleesensee

Eine Frage, die wahrscheinlich nie an Brisanz verlieren wird: Wie können deiner Meinung nach Mitarbeiter wirtschaftlich arbeiten und gleichzeitig dem Gast 100 % Aufmerksamkeit widmen?

In dem es bestimmte Richtlinien und SOPs gibt. Ich bin ein Freund von Checklisten, da gerade bei einer Neueinführung oder Änderung nichts vergessen werden kann, wenn diese ordentlich geführt und kontrolliert werden. Dennoch brauchen die Mitarbeiter auch gewisse Spielräume, in denen sie frei agieren können. Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter auch bestimmte Zusammenhänge zwischen den Zahlen/der Wirtschaftlichkeit und dem Handeln erkennen und erklärt bekommen.

Was sind für dich die wichtigsten Kennzahlen bei Wirtschaftlichkeit im Spa?

  1. Spa-Umsatz am Gesamtumsatz im Hotel / prozentuale Verteilung der „Unterabteilungen“ am Gesamt-Spa-Umsatz im DaySpa
  2. GOP / NOP und am Ende natürlich auf EBIT
  3. Deckungsbeiträge der Anwendungen /Verkaufsartikel / Wareneinsätze
  4. Prozentualer Anteil Produktverkauf an Gesamt-Spa-Umsatz
  5. Mitarbeiterkosten prozentual zum Erlös Spa
  6. Produktivität der Mitarbeiter
  7. Technik- und Energiekosten

Was sind deine absoluten Spa Top 3 Lieblingsmarken?

Das ist wirklich schwer zu sagen. Privat nutze ich natürlich gern die Depots, mit denen wir zusammenarbeiten. Aber der Markt ist so groß und es gibt wirklich tolle Produkte. Ich probiere auch immer gern mal etwas Neues aus.

Beruflich habe ich immer geschaut, in was für einem Haus arbeite ich, wo wird der Schwerpunkt gesetzt und entsprechend das Spa-Angebot angepasst. Im Schloss z. B. wird Organic sehr groß geschrieben. Organic bezeichnet das Projekt der resort-eigenen Landwirtschaft. Wir haben Angus Rinder, 200 eigene Auracana Hühner, Apfelbäume auf den Golfplätzen, eigene Gemüsesorten usw. Wir sind ein sehr modernes Haus und entsprechend habe ich mich für die Zusammenarbeit mit Team Dr. Joseph entschieden, die in meinen Augen ganz toll gepasst haben. In Häusern am Meer passt Meereskosmetik wie Thalgo u. a.

An welchen Projekten arbeitest du zurzeit?

Wir erstellen derzeit einen Spa-Guide, der die Gäste durch die vielfältigen Angebote führen soll, um das Beste und Effektivste für sich selbst zu erreichen. Dabei binden wir die bio-chemischen Prozesse des Körpers mit ein und werden einige Tipps dort mit aufnehmen, um dem Gast auch etwas mehr mitzugeben als ein gewöhnliches Saunaerlebnis. Zeit wird immer wichtiger und somit sollte der Gast die Zeit, die er für sich hat, auch am effektivsten für seine Ziele nutzen.

Weiterhin arbeiten wir gerade an der Verfeinerung unserer Konzepte, Integration von Spa/Fitness bei (Groß-) Veranstaltungen, Mitarbeiterfindung und natürlich an der Steigerung des Bekanntheitsgrades sowie eine attraktivere und wirtschaftlichere Gestaltung unseres Angebotes.

"Die Verbundenheit mit den Elementen macht den Kopf frei". Foto: Maren Brandt

„Die Verbundenheit mit den Elementen macht den Kopf frei“. Foto: Maren Brandt

Du bist ja begeisterte Kitesurferin. Seit wann treibst du diesen Sport und was fasziniert dich daran?

Ich habe vor ca. 4 Jahren damit angefangen. Da ich ein Küstenkind bin (Ostsee), das Meer liebe und wir eine Kooperation mit einer Kite- und Surfschule hatten, hat es sich damals so ergeben. Die bunten Kites am Himmel zu sehen und sich dann vom Wind über das Meer gleiten zu lassen, macht einfach Spaß und gute Laune. Die Verbundenheit mit den Elementen und das immer wieder neue Einstellen auf die verschiedenen Naturgegebenheiten wie Böen, Wellen usw. machen den Kopf frei. Du musst im Hier und Jetzt sein. Außerdem mag ich die Gelassenheit und Mentalität am Rande des Kitens.

Vielen Dank für das Interview, liebe Maren! Wir sehen uns auf der Beauty in Düsseldorf.