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Wieder aufsperren! Diana Sicher-Fritsch vom Mental Spa-Hotel Fritsch am Berg erzählt, wie sie sich darauf vorbereiten

Ende Mai dürfen in Österreich die Hotel nach einer knapp dreimonatigen „Corona-Pause“ wieder öffnen. Wir haben bei Diana Sicher-Fritsch, Inhaberin und Coach im MentalSpa Resort Fritsch am Berg, nachgefragt, wie sie sich im Moment darauf vorbereiten. Im Interview erzählt sie, wie sie in den vergangenen Monaten den Kontakt mit ihren Gästen aufrecht erhalten haben und dass Distanz auch Nähe erzeugen kann. Sie spricht auch über ihr Herzensthema mentale Gesundheit und wie ihr Mental-Konzept auch intern, im Unternehmen, positiv wirkt.

Gemeinsam mit ihrem Mann Thomas Fritsch führt Diana Sicher-Fritsch das MentalSpa Resort Fritsch am Berg. Foto: riedmannPhotography

Gemeinsam mit ihrem Mann Thomas Fritsch führt Diana Sicher-Fritsch das MentalSpa Resort Fritsch am Berg. Foto: riedmannPhotography

Wie bereitet ihr euch jetzt auf die Wiedereröffnung vor?

Wir informieren uns über rechtliche Grundlagen. Wir halten Kontakt zu unseren Mitarbeiter*innen und bleiben in Kontakt mit wichtigen Netzwerken wie den Wellness-Hotels & Resorts, Spa Manager Circle, Spa Competence Circle, SpaCamp und Kolleg*innen aus der Branche. Außerdem sind wir kreativ, setzen Pläne um und schwelgen in Visionen.

Trotz der großen Herausforderungen ist es wichtig, optimistisch zu bleiben, damit auch die Gäste sich wieder auf einen Urlaub freuen können. Wie schafft ihr das?

Vielleicht ist gerade das der Grund, warum wir ein MentalSpa Resort betreiben! Wir haben eine Grundeinstellung, die das begünstigt.

Wie kommuniziert ihr aktuell mit euren Gästen, im Speziellen euren Stammgästen?

Distanz kann auch Nähe erzeugen! Gerade in Zeiten wie diesen ist es erstaunlich, wie viele Stammgäste versuchen mit uns Kontakt zu halten! Wir versuchen, andere an unserem Leben teilhaben zu lassen und kommunizieren offen und ehrlich. Mail, Zoom und handschriftliche Briefe, Instagram-Fotos und Facebook spielen natürlich eine Rolle.

Über die Zeit haben wir immer kontinuierlich Tipps gegeben für ein „leichtes Leben“. So eine Art: „wenn schon – dann“ – Reihe. Als Beispiel: „Wenn ich schon mal Zeit habe, kann ich ein Buch lesen“ – mit Links zu regionalen Buchhändlern. Auch die „Fragen der Liebe“ haben wir einzeln gestellt und so den Menschen etwas gegeben, womit sie sich vielleicht beschäftigen möchten. Schließlich hatten sie daheim sehr viel „Nähe“. Da ist die Gefahr der „Distanz“ eben groß! Ich für meinen Teil habe auch viel telefoniert und engagiere mich ehrenamtlich bei einer Corona-Hotline.

Mit "Fragen der Liebe" bringt das MentalSpa Resort seine Gäste zum Nachdenken. Foto: Fritsch am Berg

Mit „Fragen der Liebe“ bringt das MentalSpa Resort seine Gäste zum Nachdenken. Foto: Fritsch am Berg

Die letzten Wochen haben viele Menschen zum Nachdenken über sich selbst angeregt. Resilienz ist wieder zum Thema geworden. Wie hat diese Zeit euer Mental- und Gesundheitskonzept beeinflusst?

Im Werte-Index sieht man beim Wert „Gesundheit“ einen schönen Verlauf: 2009: Platz 4, 2012: Platz 3, 2020: Platz 1. Das sagt schon viel. Zählt man Corona dazu, weiß man, dass eine mentale und körperliche Gesundheit die besten Faktoren sind, um auch gesund zu bleiben! Das bedeutet, das Gesundheitsbewusstsein steigt und damit das Ansehen der Präventiv-Maßnahmen, um gesund zu bleiben.

In meiner Master-Arbeit forsche ich gerade im Bereich von Mental Wellness. Dabei erkennt man, dass unser OASE-Gesundheitsmodell alle wichtigen Grundlagen umfasst, die physische und psychische Gesundheit und Wohlbefinden betreffen. Einerseits ist das eine Bestätigung für uns, andererseits ein Ansporn weiter zu machen und es auszubauen.

„Strahlt“ euer Mental-Konzept in dieser Zeit auch nach innen? Beeinflusst es das positive Miteinander im Team?

Sehr! Aus wirtschaftlicher Sicht, weil wir sehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und mit unserem Konzept im Trend liegen, der immer stärker wird. Aus persönlicher Sicht, weil wir alle mit Freude ein gemeinsames Ziel verfolgen. Wir haben unsere Mitarbeiter*innen nicht entlassen müssen, sondern Kurzarbeit für alle durchgesetzt. Damit erhalten sie 80-90% ihres Gehaltes weiter. Das war auch für uns nicht leicht und mit Risiken verbunden. Aber dieses Handeln entspricht unseren Werten und die sind ja im Mental Konzept deshalb verankert, weil wir sie leben und festgelegt haben. Die Mitarbeiter*innen wissen dies zu schätzen und melden es zurück.

Vielen Dank, liebe Diana Sicher-Fritsch, für das Interview und deine Antworten. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg mit eurem MentalSpa Resort Fritsch am Berg und eine eine gelungene Wiedereröffnung!