Spa Magazin

Begegnung tut einfach gut! Auf der FIBO 2022, unserer ersten Messe seit zwei Jahren

Vergangene Woche fand, nach der zweijährigen coronabedingten Präsenzpause, von 7. bis 10. April wieder die FIBO, die Leitmesse der Fitnessbranche, in Köln statt. Wir waren mit dem SpaCamp sowohl als Partner als auch Teil einer Expertenrunde am Donnerstag am Start. Wie sich die Fitnessmesse sonst noch angefühlt hat und welche Learnings wir mitnehmen, lest ihr hier.

Expertenrunde Wellness, Fitness, Gesundheit in der Hotellerie. Foto: Catrin Stoppa

Expertenrunde Wellness, Fitness, Gesundheit in der Hotellerie. Foto: Catrin Stoppa

Messefeeling und Gespräche

Die letzte Messe, die wir besucht haben, liegt zwei Jahre zurück. Entsprechend ungewohnt war es zu Beginn, wieder so viele Menschen an einem Ort zu sehen. Doch nach einer kleinen Eingewöhnung war man froh, endlich wieder nette Kontakte zu treffen und mit ihnen ungezwungen plaudern zu können. Die FIBO war verständlicherweise kleiner als vor der Pandemie, doch ich muss gestehen, das war nicht unbedingt ein Nachteil. So musste man nicht von Termin zu Termin hetzen und konnte sich einfach treiben und inspirieren lassen.

Mit Günther Pöllabauer auf der TAC-Stand. Foto: SpaCamp

Mit Günther Pöllabauer auf der TAC-Stand. Foto: SpaCamp

Neben Anke Brendt, der unermüdlichen Organisatorin für die FIBO – Kompliment an dieser Stelle – konnte ich einige weitere SpaCamp-Partner treffen. Günther Pöllabauer vom Spa-Softwareanbieter TAC besuchte ich mit seinem Team am eigenen Stand. Anette Axmann und Achim Schanze vom Mitarbeiterbekleidungsunternehmen Löwenwelten begegnete ich am Meetingpoint, ebenso wie Kristina Sauss vom Fitnessgeräteanbieter Life Fitness.

Mit Simon Kellerhoff vom IST-Studieninstitut unterhielt ich mich über Ausbildungsmöglichkeiten neben dem Job und mit Cornelia Bonow und Joachim Sauter über die Interbad, die von 25. bis 28. Oktober 2022 stattfindet.

Mit Annette Axmann, Achim Schanze und Jeannine Hermann. Foto: SpaCamp

Mit Anette Axmann, Achim Schanze und Jeannine Hermann. Foto: SpaCamp

Bevor es in die Expertenrunde ging, hatte ich noch Gelegenheit, eine entspannende Massage von Manuela Sonntag auf ihrer Wavebalance zu genießen. Schön war es auch, Thomas Drotleff und Carsten Boss von Pino mal wieder zu sehen. Danke Catrin Stoppa für das nette Gespräch und die schönen Fotos. Toll fand ich, dass Lutz Hertel mit dem Deutschen Wellness Verband inmitten des Trubels eine kleine, aber feine Wellness-Oase geschaffen hat.

Es war schön, wieder Menschen zu treffen, die für ihre Ideen und ihre Innovationen brennen.

Expertenrunde Wellness-Trends für die Hotellerie

In unserer Expertenrunde am Meetingpoint Health & Wellness ging es um aktuelle Wellness-, Fitness- und Gesundheitstrends für die Hotellerie. Weil der Moderator krankheitsbedingt ausgefallen ist, durfte ich kurzfristig die Seite vom Experten zum Moderator wechseln und selbst Fragen stellen.

Mit von der Partie waren Ayleen Fossé, Spa- & Gym-Managerin im Öschberghof, Jacqueline Schaffrath, Leiterin Hotelguides, Mein Tophotel und für mich eingesprungen, Jeannine Hermann, Programm Managerin Wellness & Gesundheit bei der Standortagentur Tirol. So konnte nicht nur die Hotel-Sicht beleuchtet werden, sondern auch die Destinations-Seite.

Expertentalk mit Wolfgang Falkner, Jeannine Hermann, Jacqueline Schaffrath, Ayleen Fossé. Foto: Catrin Stoppa

Expertentalk mit Wolfgang Falkner, Jeannine Hermann, Jacqueline Schaffrath, Ayleen Fossé. Foto: Catrin Stoppa

Alle waren sich einig, dass insgesamt das Gesundheitsbewusstsein und auch das Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei den Gästen gestiegen ist. Auf der anderen Seite möchten sich viele nach den Jahren der Pandemie auch etwas gönnen, aber eben bewusster und ausgewählter. Für Hotels ist es daher ratsam, sich einerseits auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und andererseits noch zielgerichteter auf die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Zielgruppe/n mit einem klaren Konzept einzugehen.

Dabei macht es durchaus Sinn, Spa & Wellness-, Gesundheits- und Fitnessthemen noch mehr zu verbinden. Und ja, die Menschen wollen raus in die Natur!
Ayleen vom Öschberghof beobachtet, dass aktuell auch wieder mehr Gruppenaktivitäten beim Thema Fitness angefragt werden.

Gemeinsam macht Bewegung einfach mehr Spaß! Und auch bei Tagungsgästen gibt es ein großes Potential beim Thema Gesundheit und Bewegung.

Ein großes Thema ist Mentale Wellness, allem voran das Thema Resilienz, beschreibt Jacqueline von Top-Hotel. Viele haben in den letzten zwei Jahren persönlich erfahren, dass nicht alles planbar ist und man auch in schwierigen Zeiten einen Weg finden muss. So können Spas Ort der Ruhe und Inspiration sein. Jeannine von der Standortagentur Tirol ergänzt, dass hier klar zwischen ärztlich betreuter Therapie und präventiven Wellness- bzw. Coaching-Angeboten unterschieden werden muss.

Spannend ist auch das Thema „Workation“. Viele Unternehmer und Führungskräfte wünschen sich Orte, an denen sie in einer anderen Umgebung auf neue Gedanken kommen und dem Alltag ein Stück weg entfliehen können. Ein Spa-Hotel inmitten einer intakten Natur ist ein wunderbarer Ort dafür, aber auch Stadt-Hotels können hier Orte der Inspiration sein.

Danke für die spannende Runde! Ich habe selbst vieles dazu gelernt und wieder in Erinnerung gerufen. Besonders gefreut hat mich, dass nach und nach mehr Teilnehmerinnen dazukommen sind und auch vom Publikum Fragen gestellt wurden. Ein gutes Zeichen.

Mit Jacqueline Schaffrath und Sarah Leoni von der Top Hotel. Foto: SpaCamp

Mit Jacqueline Schaffrath und Sarah Leoni von der Top Hotel. Foto: SpaCamp

Fazit Messen und Veranstaltungen in Präsenz

Der Besuch der FIBO hat sich auf alle Fälle gelohnt! Menschen sehen, ins Gespräch kommen und vor allem die zufälligen Begegnungen zeichnen eine Real-Life-Veranstaltung aus. Das kann digital nicht ersetzt werden. Daneben gab es schöne Initiativen, die gezeigt haben, dass man auch in herausfordernden Zeiten, das beste herausholen kann. Chapeau!

Aktuell ist zu sehen, dass Entscheidung, welche Messen und Veranstaltungen übers Jahr besucht werden, noch bewusster getroffen werden. Dabei ist die Größe nicht mehr das ausschlaggebende Argument. Im Vordergrund steht der Gesamteindruck, der Wert, den mir eine Veranstaltung als Besucher entgegenbringt. Hier ist sicher die Anzahl persönlicher Kontakte wichtig, aber noch mehr die Qualität und Softfacts, wie z.B. wie wohl man sich selbst fühlt und wie die Laune der Teilnehmer:innen insgesamt ist.

Mit den Kolleg:innen von der Interbad. Foto: SpaCamp

Mit den Kolleg:innen von der Interbad. Foto: SpaCamp

Bei der Heimfahrt kam mir ein Gedanke: Es war schön, mal ohne zu große Erwartungen auf eine Messe zu gehen und dann überrascht zu werden. Ich denke, wir sollten uns davon verabschieden, einen Messebesucht minutengenau durchzuplanen und von Termin zu Termin hetzen. Es geht um das Flanieren und das persönliche Gespräch.

Die persönliche Begegnung ist eine knappe, ganz besondere Zeit – wir wissen nicht, wann sich dazu die nächste Gelegenheit ergibt – wir sollten sie daher mit allen Sinnen genießen!