Was Wellness für mich bedeutet? Gedanken zum Global Wellness Day 2016 am Samstag

Am kommenden Samstag, den 11. Juni 2016 ist Global Wellness Day. Eine perfekte Gelegenheit, nicht nur selbst einen schönen Wellness-Tag zu verbringen, sondern auch über Wellness nachzudenken und sich folgende Fragen zu stellen: Was ist Wellness überhaupt? Und was bedeutet Wellness für mich persönlich?

Was ist Wellness? Selfie im Esplanade Resort & Spa, Foto: Wolfgang Falkner

Was ist Wellness? Selfie im Esplanade Resort & Spa, Foto: Wolfgang Falkner

Vorweg: Der Global Wellness Day gilt mittlerweile als weltweiter Feiertag für Wellness. Ins Leben gerufen hat ihn die Türkin Belgin Aksoy. Wir haben darüber bereits im SpaCamp Blog berichtet.

Was bedeutet Wellness für mich?

Seit mehr als 10 Jahren bin nun in der Spa-Branche und veranstalte seit 7 Jahren das SpaCamp. Viele Wellness-Konzepte habe ich in dieser Zeit kennengelernt – von Wellness-Light bis zur ganzheitlichen Wellnessphilosophie, inkl. Bewegungskonzepte, Ernährung und Spiritualität. In diesem Blog möchte ich versuchen, in mich zu gehen und meinen Gedanken zum Thema Wellness einfach freien Lauf zu lassen – ganz unabhängig von Studien und wissenschaftlichen Arbeiten.

Denkt man an Wellness, kommt mir ein gesunder Lebensstil in den Sinn. Das heißt: (1) ausgewogene Ernährung und (2) regelmäßige Bewegung. Wer diese beiden Punkte lebt, hat schon viel gewonnen. Doch macht das alleine glücklich? Ist dafür mehr nötig? Kann man Wellness überhaupt mit „glücklich sein“ gleichsetzen? Ich frage mich:

Was macht mich persönlich glücklich?

Ja, gutes Essen und auch Bewegung KÖNNEN mich glücklich machen. Wenn ich beispielsweise von der Arbeit mit dem Rad nach Hause fahre. Ich muss an dieser Stelle einräumen, dass ich das Glück habe, in einer der schönsten Städte der Welt, in Salzburg, zu leben und mich mein Weg mitten durch die Altstadt mit Blick auf die Festung und den Mirabellgarten führt. Wer Salzburg kennt, weiß wovon ich rede.

Mein Weg durch Salzburg. Foto: Wolfgang Falkner

Mein Weg durch Salzburg. Foto: Wolfgang Falkner

Wenn ich so vor mich hin „philosophiere“, kommt mir der Gedanke, dass Bewegung und Essen dann (besonders) glücklich machen, wenn man beides genießen kann. Und wann kann man am besten genießen? Wenn man voll und ganz im Hier und Jetzt ist. D.h. wird Bewegung und gesunde Ernährung als Zwang empfunden, kann man wohl eher nicht von Wellness sprechen.

Selbstverständlich kann mich auch ein romantisches Dinner gemeinsam mit meiner Frau glücklich machen. Oder eine rasante Wasserrutsche in einer Therme oder auch ein entspannter Saunagang im Winter nach einer stressigen Woche.

Den Moment genießen – einfacher gesagt, als getan

Ein Schlüssel für Glück oder auch für Wellness ist es wohl, wenn man es irgendwie schafft, den Moment in vollen Zügen genießen zu können. Weder in der Vergangenheit hängen und darüber nachdenken, was man wohl hätte besser machen können, und weder an die Zukunft zu denken, und darüber zu grübeln, welche To-do’s heute noch „abgearbeitet“ werden müssen. Facebook und Co. machen es einem da nicht gerade einfacher. Fassen wir nochmal zusammen: Ein (3) Punkt für Wellness ist für mich, sich voll und ganz dem Moment hinzugeben, der Gegenwart, also anwesend zu sein. Vergleiche Wikipedia

Die Frage nach den glücklichsten Momenten

Kinder können den Moment noch in vollen Zügen genießen. Foto: Wolfgang Falkner

Kinder können den Moment noch in vollen Zügen genießen. Foto: Wolfgang Falkner

Die glücklichsten Momente sind also jene, bei denen die Zeit still zu stehen scheint. Ich frage mich also nun, was waren für mich ganz persönlich die glücklichsten Momente in den letzten 40 Jahren? Auf den ersten Blick gar nicht so einfach, sich hier auf Top 5 zu beschränken. Versucht es mal selbst. 🙂

  • Wie ich meine Frau Katia kennengelernt habe
  • Die Geburt unserer 2 Kinder: Melanie und Alexander
  • Den 1. Platz beim Austrian Band Contest im Jahr 1999 mit meiner damaligen Band
  • Das Gefühl, mit einem Unternehmen auf dem richtigen Weg zu sein und dass ich mit dem SpaCamp weit mehr erreicht habe, als ich mir jemals erträumt habe
  • Unzählige Stunden, die ich als Kind gemeinsam mit meinem Bruder gebastelt, gemalt, gespielt und draußen im Wald herumgetollt bin.

All diese Momente, und es gibt noch viele mehr, sind magisch. Man würde bei manchen Punkten auch gar nicht an Wellness denken. Fragt meine Frau nach Punkt 2 ;). Auch ein Heavy-Metal-Konzert wird wohl selten jemand als Wellness bezeichnen. Aber glücklich kann es auf jeden Fall machen. Ich ergänze daher als Punkt 4) Familie, Freunde, Gemeinschaft, Gesellschaft. Dieser Punkt ist meiner Meinung auch der wichtigste.

Wellness ist mehr, viel mehr…

Über den Wolken ... Foto: Wolfgang Falkner

Über den Wolken … Foto: Wolfgang Falkner

In fast jeder Spa-Broschüre steht folgender Satz: „Wir bringen Körper, Geist und Seele in Einklang“. Für den Körper wird heute in so gut wie allen Wellness-Hotels sehr viel getan – Stichwort “Bewegung und Ernährung”. Doch was beglückt die Seele? Meditation, Kultur, Literatur, Philosophie, Religion? Es gibt in der Liturgie des katholischen Gottesdienstes einen schönen Spruch:

„Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“

Übersetzt kann das bedeuten, wenn ich bereit bin, mich, Gott, Mutter Erde, dem Kosmos oder wir immer wir diese höhere Instanz nennen wollen, zu öffnen und an das positive in der Welt glaube, kann ich mich selbst finden. Wellness ist also 5) Spiritualität. Und vergessen wir auch jene nicht, die Wellness nicht so einfach wie wir erfahren können. 6) Wellness ist nämlich auch Demut.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen entspannten Wellness Tag am kommenden Samstag. Schön, zu sehen, dass weltweit so viele Spa-Hotels und Institutionen mitmachen – auch hier im deutschsprachigen Raum [Facebookseite Global Wellness Day Germany | Facebookseite Global Wellness Day Austria]

Genießt den Moment, bewegt euch und denkt darüber nach, was euch glücklich macht – am besten im Kreise eurer Lieben!


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