2015Rheinland-Pfalz, 6. - 8. November

Thesen und Ergebnisse SpaCamp 2015

Hier haben wir die Ergebnisse der einzelnen Sessions vom SpaCamp 2015 in Rheinland-Pfalz zusammengefasst. Diese Thesen, aus Sicht der Teilnehmer und der Sessionleiter, spiegeln die wichtigsten Erkenntnisse der jeweiligen Session wider.

Warum Blogs heute unbedingt zum Marketing-Mix gehören!
Katja Wegener, ISM-Kosmetik, Tanja Klindworth, Spaness und Jennifer Ospelt, I love spa

  1. SpaCamp 2015 Session, Jennifer Ospelt, Tanja Klindworth, Katja Wegener. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Jennifer Ospelt, Tanja Klindworth, Katja Wegener. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Bloggen ist Arbeit, auch wenn es leicht aussieht und sollte auch als solche adäquat bezahlt werden.

  2. Bloggen gehört zum Mix: sowohl die Zusammenarbeit mit Bloggern, als auch ein eigener Blog.
  3. Blogs bringen Gäste/Kunden.
  4. Bloggen ist authentisch – Blogs sollten authentisch sein.
  5. Es gibt großes Interesse, aber es sind noch viele Fragen von Seiten der Hotels & Wellnessoasen offen.

Das Spa der Zukunft – Eine interaktive Mitmach-Session
Sylvia Glückert, WellConsult

  1. SpaCamp 2015 Session, Sylvia Glückert. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Sylvia Glückert. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Sortimente im Spa werden kleiner, regionaler und lokaler. Die Spezialisierung der Spas schreitet voran. Individualität und Nachhaltigkeit werden immer wichtiger.

  2. Spa Manager sollten Gastgeber nicht nur für die Gäste, sondern auch für die Mitarbeiter sein. Mitarbeiter rücken in den Mittelpunkt.
  3. Die Themen des Spa der Zukunft sind wie Zahnräder, die ineinander greifen müssen. Wenn eines klemmt, gibt es Probleme.
  4. Die Ära „Geiz ist geil“ ist zu Ende. Die Bereitschaft zu Luxus steigt, aber auch die Erwartungen der Gäste steigen. Gäste wünschen individuelle Beratung, zB Gäste-Coach.
  5. Das Spa wird immer digitaler: „iPad-Mania“. Flexibilität, spontane Reaktion. Bleibt das „klassische“ Spa-Menü? Wenn ja, dann nur in hochwertiger Form.

Der Umgang mit Macht & Hierarchien – Erfolgreich führen auf allen Ebenen
Sonja Seirlehner, Pesermo

  1. SpaCamp 2015 Session, Sonja Seirlehner. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Sonja Seirlehner. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Sich als Führungskraft selbst reflektieren.

  2. Werte leben.
  3. Mut zum Führen.
  4. Ziele erkennen und definieren.
  5. Die Führungskraft als Vorbild.

Wie erfolgreich ist meine Webseite? Wie gut performen meine Spa-Inhalte?
Lisa-Marie Leitner und David Faber, Peritus Webdesign

  1. SpaCamp 2015 Session, David Faber und Lisa-Marie Leitner. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, David Faber und Lisa-Marie Leitner. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Vorteile der digitalen Medien nutzen: Analytics & Messbarkeit.

  2. Zielgruppe kennenlernen und Personas kreieren.
  3. Usability auf tatsächliche Nutzer zuschneiden.
  4. Mit dem Launch der Webseite ist das Thema „online“ nicht erledigt – kontinuierliche Aufgabe.
  5. Laufendes Trial & Error: Weiterentwicklung, dabei immer kritisch bleiben.

Welche Bedeutung hat das Spa in den nächsten 5-7 Jahren?
Martina Schumann, TUI Cruises – Mein Schiff

  1. SpaCamp 2015 Session, Martina Schumann. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Martina Schumann. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Individualität: Mehr „offene“ Zeit anbieten, um auf Wünsche eingehen zu können. Achtung: Mitarbeiterkompetenz. Mehrere kleine Info-Desks anstatt der „befremdenden Rezeption“, verschiedene kleine Stationen für Gesundheitschecks und Beratungsgespräche in netter Atmosphäre.

  2. Sport/Fitness: Ganzheitliche Gesundheitsprogramme mit Nachhaltigkeit und ein gesunder Anstoß: Fitness-, und Spa-Behandlungen auch für zu Hause.
  3. Klares, übersichtliches Angebot, bzw. Spezialisierung und Positionierung. Das Kosmetik & Massageangebot muss überall schmaler werden, dadurch wird das Schulungsthema vereinfacht.
  4. Coachings und Vorträge: Umdenken ist da. Wandel der Zeit. Coaches, die sich mit den Gästen kompetent austauschen und entsprechende Programme zusammenstellen, anstatt Rezeptionsmitarbeiter. Mitarbeiterkompetenz und Marketing wichtig.
  5. Vorab-Buchungen (auch ohne Beratung) steigen. Inhouse-Marketing ist digital: Gesundheits-Apps werden immer mehr, Mitarbeiter und Gäste müssen sich damit beschäftigen. Steuern muss es der Spa Manager, um up-to-date zu bleiben.

Das perfekte Ausbildungskonzept für Wellness und Spa Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Angelika Baur-Schermbach und Katharina Baur, Face & Body Day Spa

  1. SpaCamp 2015 Session, Angelika Baur-Schermbach, Katharina Baur. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Angelika Baur-Schermbach, Katharina Baur. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Persönlichkeitsentwicklung: Unsicherheit, Gastgeber, Teamwork.

  2. Große Defizite im Basis-Wissen: Praxis, Verkauf, Gastwünsche, Beratung.
  3. Berufsbild ins richtige Licht rücken.
  4. Generation Y ist eine große Herausforderung.
  5. Fachwissen und soziale Kompetenzen.

Hands on Session: Faszination Faszien – Trendthema nicht nur im Gesundheitsmarkt
Carsten Boss, Pino

  1. SpaCamp 2015 Session, Carsten Boss. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Carsten Boss. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Faszien umgeben alles.

  2. Mentale Faktoren (Stress, etc.) beeinflussen die Spannung des faszialen Systems: Spiegelbild des geistigen und körperlichen Wohlbefindens.
  3. Übungen lassen sich überall durchführen: direkter Erfolg.
  4. Schnelles und effektives Training, auch für den Spa geeignet.
  5. West-Medizin trifft Ost-Medizin – „alt bewährtes erhält neue Impulse“

Mit großen Visionen zu wesentlich mehr Erfolg in allen Bereichen
Ernst Crameri, Crameri-Akademie

  1. SpaCamp 2015 Session, Ernst Crameri. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Ernst Crameri. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Ohne große Visionen kein großer Erfolg.

  2. Viel Gegenwind = viel Auftrieb.
  3. Die Welt braucht mehr mutige Leute. Mehr Mut zum Tun.
  4. Raus aus der Komfortzone.
  5. KVP: kontinuierlicher Verbesserungsprozess.

Das SPA in DIR II
Frank Weckesser, Self the empowerment company

  1. SpaCamp 2015 Session, Frank Weckesser. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Frank Weckesser. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Von innen nach außen handeln, klärt Ziele. Ich gehe zu mir und von dort aus nach vorne.

  2. Visionen entstehen in mir, als Antrieb für das äußere Handeln.
  3. Das brauche ich mehr (bezogen auf das innere Erlebnis).
  4. Nicht nur von Ganzheitlichkeit sprechen – Entschleunigung im Spa leben.
  5. Erfolg beginnt beim inneren Fokus.

Top Trends Spa und Wellness 2016
Hildegard Dorn-Petersen, hotel consult

  1. SpaCamp 2015 Session, Hildegard Dorn-Petersen. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Hildegard Dorn-Petersen. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Die wichtigen Trends entwickeln sich über die Jahre, deshalb wenig wirklich neue Trends.

  2. Digital ist die Zukunft.
  3. Regionalität & Authentizität sind in Zukunft sehr wichtig.
  4. Social Wellness als Gegenpart zur totalen Ruhe. Wie meistert man darf? Es gibt Bedarf an Kommunikationszonen.
  5. Weniger ist mehr.

Spaship? 😉 Was wünschen sich Spa-Manager und Spa-Industrie, um noch besser zueinander zu finden?
Wolfgang Falkner und Verena Ablinger, Der Falkner Spa Marketing

  1. SpaCamp 2015 Session, Wolfgang Falkner und Verena Ablinger. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Wolfgang Falkner und Verena Ablinger. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Neutralität, Objektivität und Unabhängigkeit (dem Ideal nahe kommen!)

  2. Aktualität ist entscheidend.
  3. Industrie: Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Beratung? Gezielte Kontaktaufnahme.
  4. Nicht Ranking durch höhere finanzielle Mittel bevorzugen.
  5. Community: Bewertungen, Diskussionen, Erfahrungsberichte.

Zu laut zu leise, zu hell zu dunkel, zu stickig zu zugig – Tipps und Lösungen für architektonische Problemzonen
Daniel Lathan, sonami AG

  1. SpaCamp 2015 Session, Daniel Lathan. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Daniel Lathan. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Wir können unsere Ohren nicht betrügen. Lärm und schlechte Akustik (zB Hall) verursachen Stress, Angst, Migräne, etc. Auch wenn ein Raum auf den ersten Blick ästhetisch ansprechend ist, kann er sich dennoch negativ auf unsere Gesundheit auswirken.

  2. Die Akustik realer, natürlicher Umgebungen lässt sich in Räume integrieren und schafft so lebensfreundliche, gesunde Umfelder.
  3. Reale Naturklänge (Soundscapes) und das Thema Raumakustik sollten bei Neu- und Umbauarbeiten stärker in den Fokus gerückt werden.
  4. Während Räume im hochfrequenten Bereich oft überdämmt werden (toter Raum), werden die tiefen Frequenzen komplett vernachlässigt.
  5. Bei akustischen Maßnahmen müssen Handwerker genau gebrieft und beaufsichtigt werden.

Wellness-Qualität: Wo setzen wir den Maßstab?
Bernard Neef, Quality Consulting und Tobias Bielenstein, Europespa med & wellness GmbH

  1. SpaCamp 2015 Session, Tobias Bielenstein und Bernard Neef. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Tobias Bielenstein und Bernard Neef. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Qualität ist vielschichtig und komplex.

  2. Qualität besteht aus „Hardware“ und „Software“: Equipment und Mensch.
  3. Qualität besteht aus Standards, die die Basis liefern und einem Bereich der darauf aufbaut. „Wir brauchen Standards, dann haben wir Zeit für Qualität.“
  4. Der Bereich der auf den Standards aufbaut, ist durch Merkmale wie Individualität, Freiraum und Professionalität beschrieben. Genau da entstehen die Unterschiede.
  5. Es gibt zwei Pole, zwischen denen sich die individuelle Qualität eines Spas entwickelt: Leitlinien, die Mitarbeitern einen Rahmen mit gewissen Freiheiten vorgeben und Handbücher, die im Detail beschreiben, was Mitarbeiter zu tun haben.
SpaCamp 2015 Session, Jennifer Ospelt. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

SpaCamp 2015 Session, Jennifer Ospelt. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

Sexuelle Übergriffigkeiten im Treatmentraum
Jennifer Ospelt, I love spa

  1. Klare Standards setzen.
  2. Betroffene Kundinnen ernstnehmen.
  3. Mehr Kommunikation auf allen Ebenen.

Barrierefreiheit im Spa – zu alt, zu blind, zu taub, zu wackelig?
Jeannine Moosbrugger-Hermann, Standortagentur Tirol

  1. SpaCamp 2015 Session, Jeannine Moosbrugger-Hermann. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Jeannine Moosbrugger-Hermann. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Barrierefreiheit muss Standard sein. Gesetz in Österreich ab 2016: alle öffentlichen Einrichtungen müssen barrierefrei sein.

  2. Zimmer/Spa darf nicht aussehen wie „behindert“. Es gibt viele Angebote (Pläne) die toll aussehen.
  3. Thema auf Augenhöhe und Respekt zu diskutieren. Innere Einstellung. Sensibilisierung von Mitarbeitern.
  4. Barrierefreiheit = Zukunftsthema. Demografischer Wandel.
  5. Best-Practice aufzeigen: die, die es richtig machen in den Mittelpunkt stellen, senkt Hemmschwelle, Vorurteile, Angst.

Digitale Antizipation – Jetzt schon wissen, was der Gast morgen wünscht, oder wie digitale Steuerungssysteme den Gastkomfort steigern
René Pier, schienbein+pier

  1. SpaCamp 2015 Session, René Pier. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, René Pier. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Entscheiden muss man sich am Anfang: Entscheidung offline oder online treffen.

  2. Digitalität im Spa angekommen.
  3. Die digitale Zukunft beginnt jetzt.
  4. Das Wissen der Welt jederzeit verfügbar von vernetzten Dingen.
  5. Digitale Steuerung schafft Freiheit zur Konzentration auf das Wesentliche, nämlich den Menschen.

Wie viel Wellness steckt (wirklich) in unserem Hotel-Spa?
Lutz Hertel, Deutscher Wellnessverband

  1. SpaCamp 2015 Session, Lutz Hertel. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Lutz Hertel. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Die Begriffe Spa und Wellness haben sehr unterschiedliche Bedeutungen und sollten klar voneinander abgegrenzt werden.

  2. Wellness ist ganzheitlich und lebensorientiert. Wellness-Angebote gehen deutlich über das typische Selbstverständnis und Kernangebot von Spas hinaus.
  3. Wellness ist eine große Chance für Spas, Nachhaltigkeit in die Leistungen und Kundenbeziehungen zu bekommen und sich im Markt zu differenzieren und zu profilieren.
  4. Wellness ist ebenso eine Chance, neue Kundengruppen zu generieren (zB die Selbstoptimierer) und an sich zu binden.
  5. Es besteht noch viel Unwissen und Unsicherheit in der Spa-Branche, wie und von wem Wellness umgesetzt werden kann. Hinweis: Wellness ist das Gegenteil von Therapie.

Spraytanning – gesunde Bräune als add-on Treatment in Spas und Instituten
Christiane Leonhardt, beaubronz

  1. SpaCamp 2015 Session, Christiane Leonhardt. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    SpaCamp 2015 Session, Christiane Leonhardt. Foto: SpaCamp/Dirk Holst

    Spraytanning ist eine gesunde Anwendung und ein gesunder Weg zur Bräune.

  2. Mit modernen Tanning-Produkten wird die Haut gepflegt.
  3. Spraytanning ermöglicht eine natürliche Bräune durch individuelles Abstimmen auf den Hauttyp.
  4. Spraytanning ist eine unkomplizierte Anwendung.
  5. Spraytanning wird häufig in Urlaubsresorts angeboten, weil Urlauber liebe gebräunt am Pool liegen.

Open Session 1: Ganzheitliches Management

  1. Zuerst definieren, was ganzheitlich bedeutet und welche Management-Bereiche man betrachten möchte.
  2. Zeit, Qualität, Finanzen.
  3. Wertschätzung der Mitarbeiter – Kommunikation ist der Schlüssel.
  4. Es muss klare Philosophie und Leitsätze geben, nach denen gelebt wird.
  5. Viele Details machen den Unterschied, immer wieder optimieren.

Open Session 2: „unangenehme Gäste“

  1. Offen über das Thema sprechen.
  2. Klare Regeln und Definitionen treffen. Was ist sexuelle Belästigung? Wo ist die Grenze?
  3. Handlungsanweisungen und Regeln verschriftlichen.
  4. Prävention ist möglich: Safety first.
  5. Klare Positionierung von Hoteliers und Spa Manager nach innen und außen.