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Die Ergebnisse des SpaCamp 2014 – kreative Impulse für neue Denkanstöße

Von 7.-9. November fand das 5. SpaCamp an der Ostsee, in Warnemünde, statt. Eine wunderbare Location, herrliches Wetter und tolle Gespräche bildeten den Rahmen für das Herzstück – die Sessions. Bevor Wolfgang am Donnerstag seinen großen Rückblick veröffentlicht, sehen wir uns schon mal die Ergebnisse der Sessions an.

Insgesamt wurden 32 Themen eingereicht – 20 davon haben es mittels den Punkten der Teilnehmer auf den Sessionplan geschafft.

Die Punktebewertung fand am Samstag Vormittag statt © Dirk Holst

Die Punktebewertung fand am Samstag Vormittag statt © Dirk Holst

Um alle Ergebnisse so knackig wie möglich zu verpacken, habe ich fünf Themenschwerpunkte festgelegt:

  1. Welchen Marketing-Weg soll ich gehen? PR, Blogs & Suchmaschinen
  2. Was braucht mein Spa? Ergebnisse zu Ausstattung & Angebot
  3. Wissen ist Macht? Spa Management & Ausbildung
  4. Die perfekte Dienstleistung – aber wie? Verkauf & Servicequalität
  5. Berührung meiner Sinne? Fühlen statt Reden

1. Welchen Marketing-Weg soll ich gehen? PR, Blogs & Suchmaschinen

Beginnen möchte ich mit Andrea Peters von 2raum PR. Sie hat in ihrer Session erarbeitet, dass Thema, Timing und Kreativität in Punkto PR entscheidend sind und es empfehlenswert ist, sich als Spa Betreiber eine gute Beziehung zu Journalisten und Bloggern aufzubauen.

Damit sind wir auch schon beim Thema Blog gelandet. Die Thesen von Jennifer Ospelt von I love Spa zeigen deutlich, dass der Werbeeffekt und das Potenzial von Blogs nach wie vor unterschätzt wird und man in der heutigen Zeit mutig sein muss und keine Angst vor Bloggern haben darf.

Auch Tanja Klindworth von SPANESS sammelte ähnliche Erkenntnisse. Ergänzend hielt sie fest, dass Blogs ein Medium mit Zukunft sind und durch die große Authentizität Gäste anlocken.

Mobile Endgeräte sind auf dem Vormarsch und bringen neue Herausforderungen © Dirk Holst

Mobile Endgeräte sind auf dem Vormarsch und bringen neue Herausforderungen © Dirk Holst

Zum Thema Online Marketing hat Dominik Sobotka von onmari.com erarbeitet, wie man den Erfolg von Onlinewerbung messen kann. Webcontrolling und Kennzahlen sind unumgänglich, zudem müssen Wellnessseiten emotional, vollständig und aktuell sein.

Michael Kohlfürst von Promomasters sammelte zum Thema Suchmaschinen die Erkenntnis, dass Suche noch regionaler, sozialer und mobiler wird. Aufgrund der wachsenden Einsatzmöglichkeiten werden aber auch die Herausforderungen immer größer.

2. Was braucht mein Spa? Ergebnisse zu Ausstattung & Angebot

Sylvia Glückert von WellConsult und Organisatorin der SPA BUSINESS LOUNGE führte die Teilnehmer durch die asiatische Spa-Kultur. Dabei stellte sich heraus, dass Spa Betreiber die eigenen Arbeitsabläufe und Roomsettings mal wieder dringend überdenken sollten. Anwendungsräume sind Erlebnisräume für den Gast.

Viele Kleinigkeiten machen es aus und zeigen die Wertschätzung gegenüber dem Gast.

Passend zum Thema Erlebnisräume diskutierte Daniel Lathan, sonami AG, über Akustik, Beschallung und Beleuchtung. Akustik ist viel wichtiger, als gedacht und sollte mehr in der Bildung integriert sein. Ein Tipp zur Kundenbindung: der Natur mittels Livestreams und Aufnahmen zuhören!

Die aktuellen Themen führten zu vielen interessanten Diskussionen © Dirk Holst

Die aktuellen Themen führten zu vielen interessanten Diskussionen © Dirk Holst

Ein ganz anderes Thema, dennoch passend zur Kategorie Ausstattung behandelten Kristina Villbrandt und Dimitrios Gavrilas von Life Fitness Europe. Die Attraktivität des Fitnessbereichs kann durch die Fokussierung auf betriebliches Gesundheitsmanagement, externe Gäste und externe Trainer gesteigert werden.

Auch gemäß den Thesen von Maria Angerer vom Trendbüro rückt Gesundheit ins Zentrum, was eine große Chance für die Branche bedeutet. Neben der Moderation des Werte-Workshops hielt sie auch eine eigene Session in der sie die Key-Findings aus dem Werte-Index 2014 behandelte.

Bei Birgit Matanisiga von Pacific Spirit drehte sich ebenfalls alles um Gesundheit: die Bedeutung von Detox stand zur Debatte. Gesundheitliche Beschwerden können durch eine Entgiftung, verringert werden. Das Fazit: Grüne Smoothies schmecken gut!

3. Wissen ist Macht? Spa Management & Ausbildung

Die Suche nach dem richtigen Angebot und der optimalen Ausstattung wirft die Frage auf: Welche Bedürfnisse hat eigentlich meine Zielgruppe? Hildegard Dorn-Petersen von hotel consult Unternehmensberatung leitete eine Diskussion zur Generation Y – das Spa der Zukunft. Dabei wurde festgehalten, dass man die Generation Y nicht als eine homogene Gruppe betrachten kann und Individualität und Spontanität im Vordergrund stehen.

Die Frage wird künftig nicht lauten: Wie erreichen wir unsere Kunden? Sondern: Wie erreichen unsere Kunden uns?

Um gemeinsam mehr zu bewegen und sich gegenseitig besser zu unterstützen, hat Nicole Praß-Anton vom Das BollAnts Spa Manager zum Austausch eingeladen. Es stellte sich rasch heraus, dass der Bedarf vorhanden ist und nun die Struktur definiert werden muss. Fest steht: Nicht nur reden, sondern handeln!

Viele Sessions wurden im Kreis abgehalten, um die Kommunikation zu fördern © Dirk Holst

Viele Sessions wurden im Kreis abgehalten, um die Kommunikation zu fördern © Dirk Holst

Welche Ausbildung muss ein Spa Manager mitbringen? Simon Kellerhoff vom  IST-Studieninstitut und Wilfried Dreckmann von spa project stellten fest, dass Akademiker gebraucht werden, das Lohnniveau jedoch zu niedrig ist. Außerdem muss das Rollenverständnis von Spa Management innerhalb der Hotelhierarchie geklärt werden.

Jeder Ausbildungsweg braucht Interessenten und Teilnehmer. Dieses Thema diskutierten Martina Schumann von TUI Cruises und Christiane Drechsel von Sea chefs Cruise Services. Es braucht Lobbyarbeit für die Spa Berufe – das Image muss positiv dargestellt und geprägt werden. Der bestehende Bedarf an qualifiziertem Personal wird von den Ausbildungsinstituten nicht wahrgenommen.

Zu jeder Ausbildung und eigentlich auch zu jedem Beruf gehört Durchhaltevermögen. Ernst Crameri, Crameri Akademie, diskutierte, warum es gerade daran oftmals mangelt. Seine These:

Authentisch sein, durchhalten, dran bleiben – Just do it!

4. Die perfekte Dienstleistung – aber wie? Verkauf & Servicequalität

Bei allen Sessions gab es eine rege Teilnahme und Interaktion © Dirk Holst

Bei allen Sessions gab es eine rege Teilnahme und Interaktion © Dirk Holst

Wessen Aufgabe ist nun eigentlich der Verkauf? Die Teilnehmer der Session von Maika Virgili von Rizzato Spa Consulting gewannen die Erkenntnis, dass sich der Kommunikationsfluss zwischen Sales und Spa verbessern muss. Mitarbeiter sollten durch Zielvorgaben motiviert werden und am Erfolg beteiligt sein.

Claudia Vollmer, Soul of Spa, und Andrea Tetzlaff, Atvantage, erörterten den „Barhockertest“ und zeigten auf, dass exzellenter Service Differenzierungsmerkmal ist, eine klare Kommunikation und Philosophie, aber vor allem empathische, motivierte Mitarbeiter braucht.

Wie sich diese Mitarbeiter am besten austauschen können, besprachen Tina Seitner und Karina Repke von Hotelkit. Durch Technik kann die Kommunikation im Team schnell und transparent gemacht werden und verstaubte Strukturen durchbrochen werden.

5. Berührung meiner Sinne? Fühlen statt Reden

In diesem Jahr fanden neben den „klassischen“ Diskussionen zum ersten Mal FEEl-Sessions statt. Es freut uns sehr, dass es zwei der drei eingereichten Themen auf die Agenda geschafft haben!

Zwei FEEL-Sessions schafften es auf den Sessionplan © Dirk Holst

Zwei FEEL-Sessions schafften es auf den Sessionplan © Dirk Holst

Zum einen führte Frank Weckesser von SELF The Empowerment Company seine Teilnehmer zum SPA in DIR. Die Erkenntnisse: Achtsamkeit als Erfolgsfaktor und der Kontakt zur inneren Kraft als ein Muss im Spa.

Mehr mit dem Herzen durch das Spa-Leben schreiten, statt mit dem Kopf!

Die zweite FEEL-Session wurde von Simone Adami von Hafner-IPS gehalten. Dabei ging es um regionale vs. exotische Behandlungskonzepte. Regionalität ist weiterhin auf dem Vormarsch, muss aber noch authentischer werden.

Damit sind wir am Ende der Thesenzusammenfassung angelangt. Hier geht es zur Übersicht über ALLE Thesen und Erkenntnisse des SpaCamp 2014.

Abschließend sei erwähnt, dass dank der regen Beteiligung der Teilnehmer eine unglaubliche Vielfalt an hochwertigen Themen zustande kam. Die Diskussion der aktuellen Themen führte zu vielen praxisnahen Erkenntnissen, die neue Denkanstöße und Impulse für den Alltag liefern.

Herzlichen Dank an alle Sessionleiter, Moderatoren und Teilnehmer – ihr habt das SpaCamp 2014 mit Eurer Beteiligung zu einem tollen Erlebnis gemacht.

Weiterführende Links: