Ayurveda ist grandios! Carina Preuß vom Ayurveda Parkschlösschen über ihr Herzensthema

Carina Preuß leitet das familieneigene Ayurveda Parkschlösschen in Traben-Trarbach. Daneben ist sie auch als Yogalehrerin tätig. Im Interview berichtet die junge Unternehmerin, wie sie all ihre Aufgaben unter einen Hut bringt. Sie teilt mit uns die Bedeutung von Ayurveda für sie persönlich und erklärt, wie sie daraus Kraft schöpft. Außerdem erzählt sie die amüsante Geschichte zur Entstehung des eigenen Buddha-Museums.

Carina Preuß ist Leiterin des Ayurveda Parkschlösschen und Yogalehrerin. Foto: Ayurveda Parkschlösschen

Carina Preuß ist Leiterin des Ayurveda Parkschlösschen und Yogalehrerin. Foto: Ayurveda Parkschlösschen

Carina, du bist Geschäftsführerin und Yogalehrerin im familieneigenen Ayurveda Parkschlösschen. Wie ergänzen sich diese auf den ersten Blick doch sehr unterschiedlichen Positionen?

Ich bin die Tochter von zwei Vollblutunternehmern. Meine Eltern waren, seitdem ich sie kenne, immer sehr aktiv in ihren eigenen Firmen beschäftigt, Langeweile oder Untätigkeit gab es bei uns nie. Mein Vater meditierte zudem täglich und nahm unter anderem daraus seine unbändige Energie, um seine Unternehmen voranzubringen. Meine Mutter war schon immer Verfechterin eines geregelten und ausgeglichenen Lebensstils. Sie achtete darauf, dass wir alle einen guten Schlaf hatten, uns gesund ernährten und dass wir Zeit in der Natur verbrachten. Irgendwie waren die Grundzüge des Yoga und Ayurveda, aber auch des Unternehmertums also immer schon in meinem Leben.

Für mich war es darum später selbstverständlich, diese beiden auch für mich zu verbinden. Unsere Gäste schätzen sehr, dass ich Ayurveda und Yoga selbst lebe, und ich bin sehr glücklich darüber, meine Herzensthemen nicht nur privat, sondern auch beruflich ausleben zu dürfen. Für mich stellen der Inhalt des Ayurveda und die Organisation der Umsetzung unserer Ayurveda-Kuren für unsere Gäste den perfekten Mix dar und die ethischen Ansätze des Yoga helfen mir sehr in meiner Herangehensweise als Geschäftsführerin, vor allem mit den Mitarbeiter*innen.

Das Ayurveda Parkschlösschen in Traben-Trarbach. Foto: Foto: Ayurveda Parkschlösschen

Das Ayurveda Parkschlösschen in Traben-Trarbach. Foto: Foto: Ayurveda Parkschlösschen

Euer Ziel ist es, den Gästen authentisches Ayurveda näherzubringen. Was macht für dich persönlich Ayurveda (in unserer Zeit) so wertvoll?

Ayurveda ist meiner Meinung nach schlichtweg grandios. Es ist das Wissen vom Leben und beschreibt die Grundprinzipien der Natur. Dies ist für mich eine Anleitung, um mein volles Potenzial auszuschöpfen, also maximal gesund zu sein, das Optimum meines Wohlbefindens aufrechtzuerhalten, stets voller Energie zu sein, viel leisten zu können, um meine Wünsche und Ziele zu erreichen und dabei auch maximal innerlich ausgeglichen und zufrieden zu sein.

Ayurveda ist so alt wie die Menschheit selbst und wird niemals aus der Mode kommen, denn wir sind ein Produkt der Natur und unterliegen den Naturgesetzen. Teilweise sind in den alten Schriften natürlich aber auch Dinge beschrieben, die heutzutage anderen Bedingungen unterliegen. Darum dürfen die Inhalte teils anhand ayurvedischer Denkprinzipien auf die Moderne übertragen werden.

In der Essenz bedeutet für mich ayurvedisch zu leben, auf die Bedürfnisse meines Körpers zu hören. Das heißt, all seine Signale zu verstehen und ihn so zu behandeln, dass er seine Funktionen einwandfrei ausführen kann. Denn dann arbeitet er im besten Sinne FÜR mich. Das Gleiche gilt für meine emotional-mentale Ebene. Und dort spielt weitgehend auch die Spiritualität bzw. Yogaphilosophie hinein. Ich bin sehr dankbar über all das Wissen, welches ich praktisch tagein, tagaus einsetzen darf, um mich richtig gut zu fühlen.

Du schreibst regelmäßig für den hauseigenen Blog und hast sogar einen eigenen Ayurveda-Onlinekurs. Woher holst du die Energie und Inspiration neben dem Tagesgeschäft, dich für diese Projekte zu öffnen?

Bei mir hält sich Kreativität die Waage mit Organisationslust. Ich mag es am liebsten, wenn ich beides ausleben kann, und habe das große Glück, dies im Ayurveda Parkschlösschen tun zu können. Zudem teile ich extrem gerne mein Wissen, da Ayurveda und Yoga mir selbst so guttun. Ich finde, dass es Grundwissen für jeden Menschen auf der Welt sein sollte. Dieser Antrieb gibt mir Kraft, um oft auch neben dem täglichen Hotelgeschäft Ayurveda-Inhalte zu kreieren, die wir im Blog oder auf Instagram veröffentlichen. Diese Themen gebe ich auch bei meinen wöchentlichen Vorträgen im Hotel oder als Speaker auf Events weiter.

Mein Ayurveda-Onlinekurs war ein sehr großes Projekt und ohne unser grandioses 100-köpfiges Team hätte ich es niemals geschafft, dies zusätzlich zum täglichen Betrieb umzusetzen.

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In vielen Spa-Hotels gibt es Buddha-Statuen. Ihr nähert euch dem Buddhismus aber sehr wertschätzend in Form eines Buddha-Museums. Wie ist es zu dieser Idee gekommen und was können die Besucher hier „erleben“?

Mein Vater war bereits in den 70ern ein großer Fan von Buddha. Eines Tages kam er in einen Laden mit vielen Buddha-Statuen. Er fand, sie haben solch eine ruhige Ausstrahlung und symbolisieren die Buddha-Natur in uns selbst. Er kaufte einen Großteil davon und erzählte enthusiastisch zu Hause, dass er einen Kofferraum voller Buddhas gekauft hatte. Daraufhin meinte meine Oma: „Einen ganzen Kofferraum voll? Wie lange ist denn die haltbar?“ Damals kannten kaum Deutsche den Buddha.

Mein Vater sammelte weiter und weiter, bis meine Mutter eines Tages sagte: „Wenn ein neuer Buddha ins Haus kommt, muss ein alter raus. Es sind einfach zu viele, in jeder Ecke steht schon einer.“ So kam es, dass er in einem Mietshaus, das ihm gehörte, weitersammelte und irgendwann Touren für die Gäste des Ayurveda Parkschlösschen anbot.

Das Buddha Museum beherbergt unzählige Buddha-Statuen. Foto: Foto: Ayurveda Parkschlösschen

Das Buddha-Museum beherbergt unzählige Buddha-Statuen. Foto: Foto: Ayurveda Parkschlösschen

2009 eröffnete er dann das heutige Buddha-Museum und somit haben teils über 2000 Jahre alte Buddha-Statuen aus allen asiatischen Kulturkreisen eine gemeinsame Heimat in über 2000 Quadratmetern gefunden. Das Museum ist europaweit, wenn nicht sogar weltweit, das größte Buddha-Museum und hat eine besondere Atmosphäre, wie in einem Tempel. Es zieht sogar Mönche, Rinpoches, Lamas, Swamis usw. an.

Da es sich auch in Traben-Trarbach befindet, laden wir alle Ayurveda-Parkschlösschen-Gäste ein, sich während ihrer Kur dort beliebig oft aufzuhalten und sich, der Idee meines Vaters entsprechend, von all den Buddhas an ihre eigene Buddha-Natur erinnern zu lassen.

Vielen Dank, liebe Carina Preuß, für das inspirierende Interview.


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