2014Ostsee, Warnemünde, 7. - 9. November

Thesen und Ergebnisse SpaCamp 2014

Hier haben wir die Ergebnisse der einzelnen Sessions vom SpaCamp 2014 in Warnemünde zusammengefasst. Diese Thesen aus Sicht der Teilnehmer und der Sessionleiter spiegeln die wichtigsten Erkenntnisse der jeweiligen Session wider.

GENERATION Y – das Spa der Zukunft für die nächsten Generationen
Hildegard Dorn-Petersen, hotel consult Unternehmensberatung

  1. Hildegard Dorn-Petersen © Dirk Holst

    Hildegard Dorn-Petersen © Dirk Holst

    Es gibt die Generation Y nicht als eine homogene Gruppe. Es kann eine Zweiteilung erfolgen: es gibt einerseits die Gruppe, die 24/7 online und sehr social media affin ist und andererseits die Gruppe, die sich auf Werte und wirkliche Bedürfnisse besinnt.

  2. Individualität und Spontanität – man muss individuelle Bedürfnisse erfragen und darauf eingehen. Achtsamkeit ist gefragt, auf Werte besinnen und Traditionen pflegen.
  3. Wellness wird künftig nicht mehr die Suche nach einer schnellen Auszeit sein, sondern zur Selbstoptimierung genutzt. Zudem auch dazu, sich fit für den Alltag zu machen.
  4. Persönlich agieren und auf Kundenwünsche eingehen, den Gast abholen und spezielle Angebote zB. Mutter-Tochter, oder „Mädels-Abend“ etc. anbieten.
  5. Generation Y ist eine Herausforderung für das Zielgruppen-Marketing. Wie kann man beide Gruppierungen ansprechen? Es gibt Unsicherheit und ist eine Herausforderung, mit dieser Zielgruppe umzugehen. Nicht: Wie erreichen wir unsere Kunden, sondern: wie erreichen unsere Kunden uns?

Der „Barhockertest“- Gäste als Botschafter für Ihr Unternehmen!
Claudia Vollmer, Soul of Spa und Andrea Tetzlaff, Atvantage

  1. Claudia Vollmer und Andrea Tetzlaff © Dirk Holst

    Claudia Vollmer und Andrea Tetzlaff © Dirk Holst

    Exzellenter Service als Differenzierungsmerkmal, denn die Beziehung des Mitarbeiters zu den Kunden ist nicht kopierbar.

  2. Exzellenter Service ist Chefsache und bedarf einer klaren Kommunikation von Philosophie bzw. einem klaren Auftrag an die Mitarbeiter als Orientierung (innere Haltung = Servicekultur).
  3. Abläufe und Prozesse schaffen, die erstklassigen Service ermöglichen und vom Zufall befreien (Standards).
  4. Fokus auf den Kunden und seine Erwartungen und Wünsche: „Was macht meinen Kunden glücklich?“ Jeder Kontaktpunkt mit dem Kunden muss hinterfragt werden: was können wir besser machen?
  5. Exzellenter Service braucht empathische, motivierte Mitarbeiter! Mitarbeiter als interne Kunden sehen, ausbilden, unterstützen und begeistern.

Von der asiatischen Spa-Kultur für die eigene Spa-Anlage lernen
Sylvia Glückert, SPA BUSINESS LOUNGE / BEAUTY Düsseldorf, WellConsult, Spa-Studienreisen, Facebook, Xing

  1. Sylvia Glückert © Dirk Holst

    Sylvia Glückert © Dirk Holst

    Viele Kleinigkeiten machen es aus und zeigen die Wertschätzung gegenüber dem Gast.

  2. Jeder sollte sein Roomsetting und die eigenen Arbeitsabläufe mal wieder dringend überdenken.
  3. Oft sind einfache Dinge leicht umzusetzen und trotzdem noch längst nicht „normal“. Hoteliers und Spa Betreiber haben noch viel zu lernen!
  4. Anwendungsräume sind Erlebnisräume für den Gast und keine Arbeitsräume für Therapeuten.
  5. Wir müssen wieder eine neue Einstellung dem Gast gegenüber entwickeln. Nur wer besser als gut ist, wird sich durchsetzen.

Spa-Verkauf – Aufgabe von Reservierung und Sales?
Maika Virgili, Rizzato Spa Consulting, Facebook

  1. Maika Virgili © Dirk Holst

    Maika Virgili © Dirk Holst

    Der Kommunikationsfluss zwischen Sales und Spa muss sich verbessern.

  2. Mehr Service am Telefon ist notwendig, um individueller zu werden.
  3. Konkrete Angebote bei der Buchung sind zielführender, als nur allgemein auf Wellness zu verweisen.
  4. Zielvorgaben und Wettbewerbe fördern den Umsatz.
  5. Mitarbeiter motivieren und am Erfolg beteiligen!

SPA Manager im Austausch
Nicole Praß-Anton, Das BollAnts, Carpe Vino, Xing

  1. Nicole Praß-Anton © Dirk Holst

    Nicole Praß-Anton © Dirk Holst

    Es besteht Bedarf, sich zusammen zu schließen.

  2. Der Austausch, bezieht sich auf die Spa Manager/Leitungen. Keine Firmen, Hersteller, etc.
  3. Struktur und Organisation ist klar zu definieren, zum Beispiel, welche Plattform genutzt werden kann, wie kann der zeitliche Aufwand minimiert werden, etc..
  4. Max 1-2 Treffen pro Jahr zum persönlichen Austausch sind vorstellbar. Eventuell mit einem externen Impulsvortrag.
  5. Nicht nur reden sondern handeln! Wir packen es an – 1. Kontaktaufnahme bei Interesse an nicole@bollants.de

SPAren im SPA – Wieviel PR muss oder sollte sein?
Andrea Peters, 2raum PR

  1. Andrea Peters © Dirk Holst

    Andrea Peters © Dirk Holst

    PR ist ein wichtiger Bestandteil vom Marketing-Mix!

  2. Thema, Timing und Kreativität sind entscheidend!
  3. Einbindung aller Instrumente und Kanäle, auch der Social Media Kanäle ist wichtig!
  4. Journalisten und Blogger zu Freunden machen!
  5. Kein Gießkannenprinzip – ein gut gepflegter Verteiler ist goldwert!

Ausbildung Wellness- und Spamanagement – Braucht die Branche Akademiker?
Simon Kellerhoff, IST-Studieninstitut GmbH, Facebook, Xing, Google+ und
Wilfried Dreckmann, spa project, Facebook, Xing, Twitter, Linkedin

  1. Simon Kellerhoff und Wilfried Dreckmann © Dirk Holst

    Simon Kellerhoff und Wilfried Dreckmann © Dirk Holst

    Nur Theorie (ohne Praxis) funktioniert nicht.

  2. Akademiker werden gebraucht, aber das Lohnniveau ist zur Zeit zu niedrig.
  3. Akademische Ausbildung braucht Qualitätsmanagement.
  4. Rollenverständnis von Spa Management innerhalb der Hotelhierarchie muss geklärt werden.
  5. Die Branche muss umdenken!

Onlinewerbung für den Spa – wie messe ich den Erfolg?
Dominik Sobotka, onmari.com, Facebook, Xing, Blog, Twitter, Linkedin, Google+

  1. Dominik Sobotka © Dirk Holst

    Dominik Sobotka © Dirk Holst

    Grundlage für eine erfolgreiche Onlinewerbung ist eine „perfekte“ Homepage.

  2. Ohne Messung keine Erfolgskontrolle – Webcontrolling ist die notwendige Grundlage.
  3. Der Erfolg der Werbung kann anhand vieler Kennzahlen gemessen und Maßnahmen so verglichen werden.
  4. Die inhaltliche Gestaltung der Wellnessseiten ist wichtig: emotional – vollständig – aktuell.
  5. Mobile Endgeräte sind auf dem Vormarsch – das muss sich in Website/Messung/Werbung widerspiegeln.

Wie Sie Räume optimal in Szene setzen – Akustik, Beschallung und Beleuchtung neu erleben
Daniel Lathan, sonami AG, Facebook, AQUAMENTAL SPA, Xing, Twitter, Google+

  1. Daniel Lathan © Dirk Holst

    Daniel Lathan © Dirk Holst

    Anders als Andere! Innovative Raumkonzepte und architektonische Lösungen, die sich mutig nicht auf Trends einlassen, sondern sich selbstbewusst und visionär am Markt platzieren, sind die Zukunft.

  2. Akustik ist viel wichtiger als gedacht! Erkenntnisse aus der Raumakustik müssen nicht nur in allen Bereichen der Hotel-, Spa- und Wellnessplanung berücksichtigt werden, sondern auch wieder mehr in der Bildung integriert werden.
  3. Das Ohr misst, das Auge schätzt! Unser Gehörsinn begreift den Raum in uns und um uns und ist somit mindestens genauso zur ästhetischen Planung und Beurteilung geeignet, wie das Sehen.
  4. Authentizität – natürlich! Natur im Raum authentisch umsetzen und den Menschen nicht als „Massentier“ in einer Scheinwelt halten.
  5. Der Natur zuhören! Livestreams und Aufnahmen eignen sich perfekt zur Kundenbindung.

Spa- und Hotelorganisation in Zeiten von Whats App & Co.
Tina Seitner und Karina Repke, Hotelkit

  1. Tina Seitner und Karina Repke © Privat

    Tina Seitner und Karina Repke © Privat

    Kommunikation im Team kann durch Technik verbessert werden – schnell und transparent.

  2. Klare Regeln zur Nutzung der Kommunikationstechnik müssen definiert werden.
  3. Neue Möglichkeiten nutzen, um verstaubte Strukturen zu durchbrechen.
  4. Jeder bekommt die Möglichkeit, sich zu involvieren.
  5. Arbeitgeber bekommen einen besseren Überblick, welche Mitarbeiter engagiert bei der Arbeit sind.

Was Suchmaschinen können und SPA-Betreiber wissen sollten
Michael Kohlfürst, Promomasters, Facebook, Xing, Blog, TwitterLinkedin, Google+

  1. Michael Kohlfürst © Dirk Holst

    Michael Kohlfürst © Dirk Holst

    Wahnsinn, was Google alles kann. Aber Google ist nicht die einzige Suchmaschine sondern auch Youtube, Facebook, etc.

  2. Die Tools und Einsatzmöglichkeiten werden immer größer und immer spannender. Aber dadurch werden auch die Herausforderungen größer.
  3. Suche wird regionaler. Facebook Places und Google my Business sind kostenfrei und sehr wichtig.
  4. Die Suche wird sozial. Postings/Beiträge auf Google+ fließen in die regulären Suchergebnisse ein. Insbesonders von „Freunden“ und deren „Freunden“.
  5. Suche wird mobil. Spracheingabe fördert die Nutzung am Smartphone, Wearables und im Auto-System. Der Terminplaner organisiert das Leben und findet die dazugehörigen Ressourcen. „Wer nur den Fußstapfen anderer folgt, kann nicht überholen“

Kooperationen von Spas mit Blogs – Yay or Nay?
Jennifer Ospelt, I love Spa, Facebook, Twitter, Google+, Pinterest, Xing

  1. Jennifer Ospelt © Dirk Holst

    Jennifer Ospelt © Dirk Holst

    Der Werbeeffekt und das Potenzial eines Blogs wird unterschätzt.

  2. Ein Blog ist eine tolle Marketingmöglichkeit.
  3. Mutig sein und keine Angst vor Bloggern haben.
  4. Blogger haben mit Ressentiments zu kämpfen.
  5. Nie mehr ohne Blogs!

Wieso hast Du so wenig Durchhaltevermögen?
Ernst Crameri, Crameri Akademie, Facebook, Xing, Linkedin, Google+

  1. Ernst Crameri © Dirk Holst

    Ernst Crameri © Dirk Holst

    Just do it!

  2. Höchstleistung muss trainiert sein.
  3. Schneller sein – 0-Stunden Regel.
  4. Authentisch sein.
  5. Durchhalten und dran bleiben.

Das SPA in DIR
Frank Weckesser, SELF The Empowerment Company

  1. Frank Weckesser © Dirk Holst

    Frank Weckesser © Dirk Holst

    Ein Muss im Spa – der Kontakt zur eigenen inneren Kraft.

  2. Das Spa Team braucht Raum für innere zentrierende Prozesse.
  3. Die innere Achtsamkeit ist ein Erfolgsfaktor.
  4. Mit dem Herzen durch das Spa-Leben schreiten, statt mit dem Kopf.
  5. Das Spa in dir ist toll: es ist ein Spa, das immer geöffnet ist. Kann man fühlen und spürt die Kraft.

Die Teilnehmerzahlen der Ausbildungsinstitute für Kosmetik gehen zurück, obwohl die Branche weiter wächst. Warum?
Martina Schumann, TUI Cruises und Christiane Drechsel, Sea chefs Cruise Services

  1. Christiane Drechsel und Martina Schumann © Dirk Holst

    Christiane Drechsel und Martina Schumann © Dirk Holst

    Mehr Lobbyarbeit für die Spa Berufe, vor allem das Image positiv darstellen und prägen. Dadurch die Attraktivität steigern.

  2. Spa Positionen schmackhaft machen, sowie Weiterbildung und Berufschancen besser positionieren.
  3. Der Beruf muss wieder „Berufung“ werden.
  4. Ausbildungsinstitute sollten über eine einheitliche Ausbildung, mit qualifiziertem Abschluss, verfügen.
  5. Der Bedarf der Spas/Hotels wird in den Ausbildungsinstituten nicht wahrgenommen.

Reiseblogger – Erfahrungen, Fragen, Möglichkeiten
Tanja Klindworth, SPANESS, Facebook, Xing, Blog, Twitter, Google+

  1. Tanja Klindworth © Dirk Holst

    Tanja Klindworth © Dirk Holst

    Sehr interessant, werde mich sofort mehr mit dem Thema auseinander setzen.

  2. Spannendes Thema, sicherlich ein gutes Marketing-Instrument.
  3. Facettenreicher als eine klassische Pressereise.
  4. Bloggen ist authentisch und bringt Gäste.
  5. Medium mit Zukunft – sehr authentisch.

Ist der Fitnessbereich ein fester Bestandteil eines Hotels & SPAs oder nur ein “notwendiges Übel”?
Dimitrios Gavrilas und Kristina Villbrandt, Life Fitness Europe

  1. Dimitrios Gavrilas und Kristina Villbrandt  © Holst

    Dimitrios Gavrilas und Kristina Villbrandt © Holst

    Die Konzeption des Fitnessraums ist eine wichtige Grundlage für die hohe Auslastung.

  2. Externe Gäste können über Mitgliedschaften und Tageskarten (auch nur für Fitness) generiert werden.
  3. Thema „betriebliches Gesundheitsmanagement“ aufgreifen (für Hotelmitarbeiter und umliegende Firmen)
  4. Cross-Selling mit anderen Abteilungen im Haus betreiben (zB. F&B, Bankett, Sales,..)
  5. Fitnessfläche an externe Personal Trainer vermieten, sofern kein eigenes Fachpersonal da ist.

Regionale Behandlungskonzepte versus Exotische Behandlungskonzepte
Simone Adami/Anton Hafnter, Hafner-IPS

  1. Anton Hafner © Dirk Holst

    Anton Hafner © Dirk Holst

    Regionalität sollte gelebt werden.

  2. Mehr Regionalität sollte Einzug halten.
  3. Regionale Treatments sollten die Sinne berühren.

Gesundheit, Freiheit, Erfolg. Key-Findings aus dem Werte-Index 2014
Maria Angerer, Leitung Werte-Workshop, Werte-Index, Twitter

  1. Maria Angerer © Dirk Holst

    Maria Angerer © Dirk Holst

    Gesundheit steigt auf Platz 1 und rückt somit ins Zentrum = große Chance für die Branche.

  2. Werte werden sehr unterschliedlich wahrgenommen und interpretiert, dies führt oft zu überraschenden Ergebnissen.
  3. Den Wert Gesundheit betreffend wird Selbstbestimmung und Eigenverantwortung immer wichtiger.
  4. Die Natur zählt als Kraftquelle für moderne, leistungsorientierte Menschen.
  5. In Bezug auf Nachhaltigkeit ist die Triebfeder Selbsterhaltung, um nicht die eigene Lebensgrundlage zu zerstören.

Detox – Entgiftung – ein alter Hut oder brandaktuell?
Birgit Matanisiga, Pacific Spirit, Xing, Facebook

  1. Birgit Matanisiga © Dirk Holst

    Birgit Matanisiga © Dirk Holst

    Senkung von gesundheitlichen Beschwerden dank Entgiftung.

  2. Gut für einen Selbst und ein großes Thema für den Spa – mit Anwendbaren Konzept – Testformulare.
  3. Entgiftung betrifft fast jeden, es gibt viele Varianten, zu entgiften.
  4. Massagen unterstützen die Entgiftung.
  5. Grüne Smoothies schmecken gut!